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Väter sollen 15 Wochen Papi-Urlaub erhalten. Bild: shutterstock

Mit der Elternzeit geht es voran: Papiurlaub-Initiative vor Rückzug

Die Initiative für einen vierwöchigen Vaterschaftsurlaub behindert die Einführung einer fortschrittlicheren Elternzeit. Nun zeichnet sich eine Lösung ab.



Es tut sich was bei der Familien-Gleichstellung: Das Komitee, das einen Vaterschaftsurlaub von vier Wochen fordert, offeriert den Rückzug der eigenen Initiative. Damit will es der weitergehenden Forderung nach einer Elternzeit zum Durchbruch verhelfen. Nebst einer Gruppe aus dem Umfeld der Onlineplattform «Wecollect »hat kürzlich auch die SP eine Initiative in diesem Bereich angekündigt.

«Wir dürfen den Elternzeit-Vorhaben nicht den Schwung nehmen», sagt Adrian Wüthrich, SP-Nationalrat und Präsident der Vaterschaftsurlaub-Initiative, gegenüber der SonntagsZeitung. Wenn das Volk in einer Abstimmung einen vierwöchigen Urlaub ablehne, behindere das die Einführung der Elternzeit. «Das Thema könnte auf Jahre hinaus blockiert werden. Dieses Risiko sollten wir nicht eingehen.» Deshalb sei der Rückzug der Initiative eine «ernsthafte Option».

Wüthrich stellt aber eine Bedingung: Das Parlament muss in der Herbstsession dem Gegenvorschlag, einem zweiwöchigen Vaterschaftsurlaub, zustimmen.

Jedoch ist keineswegs klar, dass sich Wecollect und die SP finden werden. Die Wecollect-Variante sieht eine Elternzeit von je 15 Wochen für Mütter und Väter vor. Die SP will weiter gehen und neben einem Mutter- und Vaterschaftsurlaub von je 14 Wochen noch zehn Wochen Elternzeit obendraufpacken.

(red)

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    Alle Leser-Kommentare
  • wilhelmsson 09.09.2019 07:10
    Highlight Highlight ... und schlussendlich will man die Elternzeit des Vaters auf Kosteb des bisherigen Mutterschaftsurlaub umsetzen!? Das darf auf keinen Fall passieren.
  • Rethinking 08.09.2019 15:50
    Highlight Highlight Zu diesem Thema anbei ein interessanter Artikel...

    https://www.nzz.ch/meinung/kinder-sind-ein-ego-projekt-ld.1329040

    Wir sollten unser bestehendes Weltbild mal hinterfragen und erneuern...
    • Albert Stpeck 08.09.2019 23:45
      Highlight Highlight Habe den Artikel gelesen, danke dafür und ja: interessant.

      Mich stört, dass (typisch NZZ?) die tatsächlich spannenden und diskussionswürdigen moralische Fragen („Kinder ja?“ „Ego-Projekt?“) da münden und enden, wo die finanzielle Beteiligung der Allgemeinheit ins Spiel kommt.

      Vielleicht sollte man philosophische Fragen dazu nicht von jemandem abhandeln lassen, der hart im Schritt wird, wenn der Begriff „Steuersenkung“ auftaucht...
    • Anne Who 09.09.2019 05:53
      Highlight Highlight Ich bin nicht der gleichen Meinung, die der Artikel vertritt. In einem Punkt hat der Artikel recht, es sind andere Zeiten. Ich gehe noch weiter und finde, dass der Mutterschaftsurlaub auch aufgestockt werden sollte. Warum? Weil heute selten jemand einen Bauernhof hat, wo man eh zu Hause arbeitet. Weil die jetzige Mutterschaft zu kurz ist und die Mutter gezwungen wird das Kind abzugeben. Weil das Kind gerade in den ersten Monaten viel Zuwendung benötigt. Schaut euch andere Länder an. Das Geld ist sehr wohl da und es wäre auch umsetzbar. Die Schweiz ist nicht kinderfreundlich.
    • Rethinking 09.09.2019 06:44
      Highlight Highlight Elternurlaub scheint mir einfach kein grosses Problem zu sein.

      Wir sollten und um die echten Probleme kümmern. Z.B. Um die Zerstörung unserer Lebensgrundlage, der Erde...

      Co2 Abgaben einzuführen und gleichzeitig Familien noch stärker zu unterstützen scheint mir total widersprüchlich und unsinnig. Mehr Menschen = Mehr Konsum = Mehr Umweltzerstörung und Artensterben

      https://m.geo.de/natur/nachhaltigkeit/15196-rtkl-klimawandel-stoppt-das-bevoelkerungswachstum

      https://www.welt.de/debatte/kommentare/article193441283/Wolfgang-Kubicki-Bevoelkerungswachstum-drosseln-um-das-Klima-zu-retten.html
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