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Vor Burkhalters Rede sangen drei Buben die Hymne. Bild: KEYSTONE

1. August

Burkhalter will Schweizer Erfolgsgeschichte weiterschreiben



In seiner Ansprache zum Nationalfeiertag bezeichnet Bundespräsident Didier Burkhalter die Schweiz als «Erfolgsgeschichte». Diesen Erfolg verdanke sie Schweizer Werten wie hochstehender Qualitätsarbeit, sie verdanke ihn auch ihrer wirtschaftlichen Öffnung.

Der Bundesrat wolle diese Öffnung weiterverfolgen, sagte Burkhalter, dessen Präsidialjahr stark von der Masseneinwanderungs-Initiative geprägt ist. Er wolle den bilateralen Weg weiterführen und erneuern. «Denn der bilaterale Weg erschliesst der Schweiz den Zugang zu ihrem wichtigsten Markt, zum europäischen Binnenmarkt», sagte der Bundespräsident in seiner über Radio und Fernsehen verbreiteten 1.-August-Ansprache.

Schweiz schafft Ausgleich

Bundespraesident Didier Burkhalter und das L'Orchestre des Jeunes du Conservatoire Neuchatelois (OJCN), waehrend der Aufzeichnung der 1. Augustansprache fuer das Schweizer Fernsehen am Dienstag, 29 Juli 2014, im Latenium in Hauterive (NE). (KEYSTONE/Lukas Lehmann)

Bild: KEYSTONE

Er hob auch die Bedeutung der Integration hervor. Die Schweiz schaffe den Ausgleich zwischen den Regionen, Kulturen, Sprachen und Konfessionen. Die Schweiz ermögliche es jeder und jedem, auf seine eigene Art zu leben. «Das Geheimnis unseres Landes liegt in der Fähigkeit, Unterschiede als Bereicherung wahrzunehmen statt sie gegeneinander auszuspielen», sagte Burkhalter.

Das wechselhafte Wetter dieses Sommers benutzte er als Sinnbild dafür, «dass wir nie vor einer Katastrophe natürlichen oder menschlichen Ursprungs gefeit sind». Vor 100 Jahren sei der 1. Weltkrieg ausgebrochen, 100 Jahre später lösten Explosionen im Himmel, Kriege auf der Erde oder Hass und Intoleranz Leid für Kinder und ganze Familien aus.

Bundespraesident Didier Burkhalter, rechts, bedankt sich bei einer Saengerin des L'Orchestre des Jeunes du Conservatoire Neuchtelois (OJCN) nach der Aufzeichnung der 1. Augustansprache fuer das Schweizer Fernsehen am Dienstag, 29 Juli 2014, im Latenium in Hauterive (NE). (KEYSTONE/Lukas Lehmann)

Bild: KEYSTONE

«Diese Dramen – fern und doch so nah – führen uns vor Augen, wie wichtig der Dialog ist», sagte Burkhalter. Wenn sich die Schweiz engagiere und Unterstützung leiste, liege das in ihrem ureigenen Interesse und gehöre zu ihren Verantwortlichkeiten.

Brücken zwischen Kulturen bauen

Zu den Stärken der Schweiz gehörten Unabhängigkeit, Unparteilichkeit, Neutralität - aber auch die Fähigkeit, den Dialog zu fördern und Brücken zwischen Kulturen zu bauen. «Diese Stärken sind ein gefragtes Gut in einer instabilen Welt», sagte Burkhalter, der auch als amtierender OSZE-Vorsitzender gefordert ist.

Auch wenn der Himmel, den die Schweiz mit der Welt teile, längst nicht immer blau sei – die Schweiz sei eine Erfolgsgeschichte. «Darauf dürfen wir stolz sein.»

Die traditionelle 1.-August-Ansprache des Bundespräsidenten wurde im Laténium, dem archäologischen Museum von Burkhalters Heimatkanton Neuenburg, aufgezeichnet. Burkhalter präsentierte sich dabei in einer Schar musizierender Jugendlicher, welchen er «Herz und Talent» attestierte. (pma/sda)

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