Schweiz
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71 Prozent des Stimmvolks für zweiwöchigen Vaterschaftsurlaub



ZUM AUFTAKT DER KAMPAGNE UEBER DIE ABSTIMMUNG UM DEN VATERSCHAFTSURLAUB DIESEN SONNTAG STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES NEUES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG - WEITERE BILDER FINDEN SIE AUF visual.keystone-sda.ch --- Ein Vater umsorgt an seinem freien Tag gemeinsam mit seiner Frau zu Hause seinen vier Montate alten Sohn, fotografiert am 15. Mai 2020 in Aarau. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Bild: keystone

71 Prozent der Stimmberechtigten sind für einen zweiwöchigen Vaterschaftsurlaub. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Link-Instituts.

Nur 16 Prozent der Befragten lehnten einen zweiwöchigen Vaterschaftsurlaub ab, während 10 Prozent unentschieden waren. Für die Studie wurden vom 20. bis am 26. Mai 1034 Personen im Alter zwischen 18 und 79 Jahren befragt.

«Die hohe Zustimmung zeigt, dass die Zeit reif ist für einen Vaterschaftsurlaub», erklärte Adrian Wüthrich, Präsident von Travail Suisse und des Abstimmungskomitees «Vaterschaftsurlaub jetzt!». Am 27. September wird über den Vaterschaftsurlaub abgestimmt. Die Studie wurde zum Vatertag am (heutigen) Sonntag veröffentlicht.

Bei den Argumenten für eine Zustimmung oder Ablehnung waren Mehrfachnennungen möglich. Von den Befürwortern eines zweiwöchigen Vaterschaftsurlaubs nannten 39 Prozent als Grund für ihre Zustimmung, die Mutter werde dadurch unterstützt, 30 Prozent waren der Meinung, dass damit die Gleichberechtigung gefördert wird. 26 Prozent bezeichneten einen Vaterschaftsurlaub als wichtig für die ganze Familie, und für einen Viertel der Befragten war der Aufbau einer Vater-Kind-Beziehung von Bedeutung.

Das Hauptargument bei den Gegnern waren die Kosten, ein Fünftel von ihnen nannte dies als Grund für ihre Ablehnung eines zweiwöchigen Vaterschaftsurlaubs. 14 Prozent der Gegner hielten einen Vaterschaftsurlaub für unnötig, Für 12 Prozent muss die Finanzierung geklärt werden. 11 Prozent sagten, der Vater könne ja Ferien beziehen, und 10 Prozent hielten einen Vaterschaftsurlaub für zu teuer. (sda)

Elternzeit oder Vaterschaftsurlaub: Welches Modell braucht die Schweiz?

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    Alle Leser-Kommentare
  • Patho 08.06.2020 01:33
    Highlight Highlight Solange es für die Wirtschaft kein Problem ist 300 Tage Abwesenheit für das Militär zu «bezahlen», kann mit keiner kommen, dass ein Vaterschaftsurlaub von 2 Wochen nicht finanzierbar wäre. Im Notfall kann man immer noch die Dienstpflicht dafür ein wenig kürzen, der Benefit vom Vaterschaftsurlaub ist auf jeden Fall grösser, als der Benefit von ein wenig «Chriegerlis» spielen...
    • Natuschka 08.06.2020 11:21
      Highlight Highlight Genau das wollte ich auch sagen!👍🏼
  • Kosmos33 08.06.2020 00:00
    Highlight Highlight Und wer soll das alles bezahlen?
    • T13 08.06.2020 01:27
      Highlight Highlight Wer bezahlt jedes Jahr die Wochen in welchen Tausende in tarnklamotten unnütz rumstehen?
    • pontifex_maximus 08.06.2020 05:26
      Highlight Highlight Du?
    • 3-blettligs-chleeblatt 08.06.2020 09:51
      Highlight Highlight Alle. Wir. Du und ich. Die Schweiz. Weil wir zusammenleben und möchten, dass wir auch alle etwas vom Leben haben. Weil wür für jeden Umstand oder jedes Schicksal vom Einzelnen sorgen möchten. Wie wir es bereits für viele Situationen/Personen tun. Und solange wir etwas finanzieren können, warum nicht? Warum nicht zuerst schauen, ob und wie etwas möglich ist, anstatt gleich Gift zu versprühen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Fruchtzwergli 07.06.2020 22:25
    Highlight Highlight Ohje, dass man in einem Land wie unserem überhaupt noch darüber diskutieren muss ist traurig. Ich habe keine Kinder und werde auch nie welche haben. Trotzdem weiss ich, dass Kinder uns alle was angehen und ökonomisch unabdingbar sind. Elternzeit wäre angebracht!
  • Luky22 07.06.2020 19:52
    Highlight Highlight Kostet nur sehr viel und wir reduzieren auf die Dauer unseren Wohlstand, denn wir doch alle so lieben!
    • Karoon 08.06.2020 02:55
      Highlight Highlight Verstehe ich nicht
    • 3-blettligs-chleeblatt 08.06.2020 10:02
      Highlight Highlight Ja, die Angst um unseren Wohlstand in der Schweiz ist unser grösstes Problem bei jeder möglichen Veränderung. "Veränderung" ist aber real, natürlich und unaufhaltbar. Je eher man das akzeptiert, umso besser geht es einem. Veränderung kommt überall und immer, jetzt, nachher, am Abend, morgen, übermorgen usw. Oder gibt es irgendetwas, das sich noch NIE verändert hat? Wir können an Veränderungen wachsen, selbst, wenn es bei einem Versuch bleibt und wir scheitern.
  • Enzian034 07.06.2020 18:41
    Highlight Highlight Trau keiner Statistik, die du nicht selbst verfälscht hast. 71%? Ganz sicher nicht.
  • FischersFritz 07.06.2020 17:34
    Highlight Highlight Völlig nutzlos. Die Eltern sind ab dann gefragt, wenn die Erziehung beginnen muss. Aber da drückt man dem Nachwuchs ja lieber ein Handy in die Hand, um ihn ruhig zustellen. Beängstigend für unsere Gesellschaft, diese Arbeitsscheu und Anspruchshaltung auf Freizeit
    • MacB 07.06.2020 18:36
      Highlight Highlight Psuschalverurteilung von der Tribüne aus ist das.
    • FischersFritz 07.06.2020 19:32
      Highlight Highlight Nein, Vater von drei Kindern
    • 3-blettligs-chleeblatt 07.06.2020 19:58
      Highlight Highlight Hast Du Kinder FischersFritz? Echt, ich bin gespannt auf Deine Antwort, bitte schreib! Falls ja, erzähl doch ein bisschen mehr darüber, wie das bei euch war. Falls nein, kannst Du etwad genauer erklären, was dich an dem Thema so empört?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Francis Begbie 07.06.2020 13:28
    Highlight Highlight 2 Wochen? 🤦🏼‍♂️🤦🏼‍♂️
    • Pointer 07.06.2020 15:54
      Highlight Highlight Es ist ein Anfang!
    • Mate 07.06.2020 16:11
      Highlight Highlight In der Schweiz sind leider nur kleine Schritte möglich. Wenns aber klappt, kann man die Anzahl der Wochen immernoch mit der Zeit nach oben anpassen.
    • 3-blettligs-chleeblatt 07.06.2020 19:59
      Highlight Highlight Hey besser als gar nix oder :) 💪
    Weitere Antworten anzeigen
  • Amarillo 07.06.2020 12:24
    Highlight Highlight Im Interesse der Kinder kann man nur hoffen, dass sich die Eltern im allgemeinen und die Väter im speziellen auch nach dem Vaterschaftsurlaub so ins Zeug legen, um möglichst viel Zeit für die Kinder aufzubringen. Bzw. die eigenen Karriere-, Hobby- und Selbstverwirklichungsinteressen hintenan zu stellen.
  • Stefan Morgenthaler-Müller 07.06.2020 11:02
    Highlight Highlight Jetzt schreibt sicher wieder einer, man könne sich das jetzt wegen den Milliarden, die Corona kostet, definitiv nicht mehr leisten. Wie in Economiesuisse in der NZZ schreibt, müssen jetzt alle! wieder anpacken, damit die Wirtschaft in die Gänge kommt.
  • Knety 07.06.2020 11:01
    Highlight Highlight Ich will Kinder, bin aber nicht bereit für diese meine Ferien zu opfern. 🤦🏻‍♂️
    Tolle Logik.
    • Varanasi 07.06.2020 14:11
      Highlight Highlight Der Vaterschaftsurlaub hat nichts mit Ferien zu tun, sondern mit der Unterstützung der Frau und der Bindung zum Kind.

    • Knety 07.06.2020 14:24
      Highlight Highlight Ich weiss. Aber wenn man nicht bereit ist seine Ferien für die eigenen Kinder zu opfern, finde ich das bedenklich.
    • Lami23 07.06.2020 15:49
      Highlight Highlight Wer sagt denn, dass das nicht sowieso getan wird?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Exilglarner 07.06.2020 10:19
    Highlight Highlight es wäre zu begrüssen...
  • Rethinking 07.06.2020 09:53
    Highlight Highlight Warum werden Eltern konstant gegenüber Kinderlosen bevorzugt?

    Wohl weil sich kein Politiker getraut einmal ernsthaft aufzuzeigen dass Kinderlose systematisch benachteiligt werden... Dies lässt sich halt schlecht verkaufen...
    • Lami23 07.06.2020 15:51
      Highlight Highlight Eigentlich werden nicht die Eltern bevorzugt, sondern die Kinder. Weil es denen besser geht, wenn die Eltern gewisse Unterstützungen erhalten. Und ein Kind warst du ja wohl auch mal.
    • Rethinking 07.06.2020 19:59
      Highlight Highlight @ Lami23: Nein die Eltern werden bevorzugt. Das Kind kann bei dessen Zeugung nicht mitreden. Entsprechend entscheiden alleinig die Eltern ob sie später Kinderzulagen erhalte, Steuerabzüge machen etc.
    • 3-blettligs-chleeblatt 07.06.2020 20:09
      Highlight Highlight @Rethingking: Empfindest Du das wirklich so? Könntest Du vielleicht Bespiele/Vergleiche aufzählen? Das ist schon ein spannendes Thema.
    Weitere Antworten anzeigen
  • brudi 07.06.2020 09:44
    Highlight Highlight Unbezahlter Urlaub hoffentlich. Dann auch bis zu 4 Wochen.
    Sonst bin ich auch eher dagegen. Immer mehr Forderungen nach Hilfe für die Kindererziehung. Kitas elternzeit, .usw
    Was soll das?
    Vielleicht noch ein tausender weil man seine Frau geschwängert hat?
    Verwöhnte schweiz
    • AdiB 07.06.2020 13:08
      Highlight Highlight Aber ohne kibder nachwuchs wird dann mal knapp mit der ahv. Und dann wieder jammern?
    • DerRaucher 07.06.2020 18:26
      Highlight Highlight Verwöhnte Schweiz 😄 genau genommen hinken wir verwöhnten Schweizer so ziemlich jedem fortschrittlichen Land in dieser Sache hinterher.
    • 3-blettligs-chleeblatt 07.06.2020 20:19
      Highlight Highlight "Brudi" so einen Namen darfst Du nicht wählen, mann:)! Dein Name ist mir viel zu sympathisch, im Vergleich zu Deinem Kommentar. Also, das hört sich für mich ein wenig nach Eifersucht an, à la "Die sollen so etwas Lässiges nicht bekommen, egal was für Gründe". Bist Du denn eifersüchtig? Deine Antwort wirkt emotional, oder hast Du auch faktische Gründe für Deine Abneigung dem Vaterschaftsurlaub gegenüber?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Rön73 07.06.2020 09:31
    Highlight Highlight Hoffe er wird wuchtig angenommen. Bei den Kommentaren auf 20min kann man übrigens nur noch den Kopf schütteln...
    • MacB 07.06.2020 11:53
      Highlight Highlight Gott, ich musste mir das anschauen. Echt schlimm...der beste Spruch "sozial ist das Unsozialste"
    • In vino veritas 07.06.2020 12:42
      Highlight Highlight Hast du ein Fabel für Masochismus? Ansonsten kann ich mir nicht erklären, warum du dir das an tust. Besonders die Kommentarspalte😕😵😱...
  • DruggaMate 07.06.2020 09:17
    Highlight Highlight Der Vaterschaftsurlaub ist überfällig.
  • kliby 07.06.2020 09:12
    Highlight Highlight Das ist immerhin ein kleiner Schritt weg vom Mittelalter.
    Gibt es ein Land in Europa, dass seine Väter weniger wertschätzt?
    • RETO1 07.06.2020 18:08
      Highlight Highlight Die Schweiz ist Spitze gerade weil sie anderen nicht nachäfft
    • Fruchtzwergli 07.06.2020 22:35
      Highlight Highlight Nicht nur Väter werden nicht wertgeschätzt, auch die Mütter nicht. Kurz nach der Entbindung ganz alleine für ein Baby sorgen. Nach den ganzen Strapazen bei der Geburt und sehr wahrscheinlichen Geburtsverletzungen. Und nach drei Monaten wieder ins Berufsleben einsteigen müssen, obwohl die meisten noch stillen und nicht mal reichlich Krippenplätze vorhanden sind. Die Schweiz ist so ziemlich das unattraktivste Land fürs Kinder kriegen in ganz Europa. Wir bräuchten whs einen massiven Geburtenrückgang, wie in D in den 80 Jahren, bis die Gesellschaft und Politik erwacht.

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