DE | FR
Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Während Angestellte um Job bangen: Postfinance gibt 400'000 für Gamer aus



Hansruedi Köng, Chef von Postfinance, hat grosse Pläne: Bis 2020 soll das Finanzinstitut die führende digitale Bank der Schweiz werden. Oder anders ausgedrückt: zum «Digital Powerhouse», wie Köng gerne betont.

Hansruedi Koeng, CEO Postfinance, spricht waehrend einer Medienkonferenz, am Donnerstag, 7. Juni 2018 in Bern ueber die geplanten Entlassungen bei der Postfinance. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Postfinance-Chef Hansruedi Köng spricht gerne vom «Digital Powerhouse». Bild: KEYSTONE

Das neuste Vorhaben in diesem Bestreben ist die Gründung eines E-Sport-Teams. Fünf Erwachsene sollen sich voll und ganz dem Computerspiel «League of Legends» widmen können. Dabei handelt es sich um ein beliebtes Online-Spiel, zu welchem sogar Weltmeisterschaften mit Preisgeldern von über 2 Millionen US-Dollar ausgetragen werden.

Mit dem Unterfangen soll die «strategische Transformation zur führenden digitalen Bank der Schweiz» unterstützt werden, zitiert Blick die Postfinance. Dadurch sollen Erfahrungen gesammelt und «junge, digital affine» Kunden angesprochen werden.

Kritik und Unverständnis

Ein Jahr lang sollen die fünf Auserwählten in einem voll ausgestatteten Haus mit Trainingsraum unterkommen. Unterstütz werden die E-Sportler von einem Coach und verschiedenen Beratern. Als Entlöhnung sind monatlich 2500 Schweizer Franken pro Kopf vorgesehen. Insgesamt belaufen sich die Kosten für Unterkunft, Personal und Lohn auf mindestens 400'000 Franken.

Die Postfinance hatte kürzlich bekanntgegeben, dass bis Ende 2020 bis zu 500 Vollzeitstellen abgebaut werden. Begründet wurde dieser Schritt mit der zunehmenden Automatisierung und Digitalisierung von Prozessen. Für die Angestellten, die derzeit um ihren Job bangen, ist das Projekt ein Schlag ins Gesicht. «Es kann nicht sein, dass man fünf Gamern Hunderttausende Franken nachwirft und treue Angestellte, viele von ihnen mit Kindern, ihre Jobs verlieren», sagt eine Angestellte.

Politik wird aktiv

Beim Walliser SVP-Nationalrat Jean-Luc Addor stösst das Vorhaben auf Unverständnis. Er will in der Herbstsession eine Interpellation einreichen und wissen, ob «ein solches Experiment zum Kerngeschäft der Postfinance gehört», wie der Blick schreibt.

Bei Postfinance sei man sich bewusst, dass das Vorhaben im Hinblick auf den Stellenabbau auf Kritik stosse. Sprecher Möri betont, dass für das E-Sport-Team keine zusätzlichen Gelder ausgegeben werden. In den letzten Jahren sei das Sponsoring-Budget sogar reduziert worden. (vom)

So viel Freude an einem neuen «Rubik's-Cube»-Rekord

Video: watson

Das könnte dich auch interessieren:

Wie ich nach 3 Stunden Möbelhaus von Wolke 7 plumpste

Link zum Artikel

Die Fallzahlen steigen wieder leicht an – so sieht's in deinem Kanton aus

Link zum Artikel

Der Mann, der es wagt, Trump zu widersprechen

Link zum Artikel

Magic Johnson vs. Larry Bird – ein College-Final als Beginn einer grossen Sportrivalität

Link zum Artikel

4 Gründe, weshalb die Corona-Zahlen des BAG wenig mit der Realität zu tun haben

Link zum Artikel

Wie ansteckend sind Kinder wirklich? Was die Wissenschaft bis jetzt dazu weiss

Link zum Artikel

Das iPad kriegt Radar? Darum ist der Lidar-Sensor eine kleine Revolution

Link zum Artikel

Lasst meinen Sex in Ruhe, ihr Ehe- und Kartoffel-Fanatiker!

Link zum Artikel

So lief Tag 1 nach Bekanntgabe der «ausserordentliche Lage» für die Schweiz

Link zum Artikel

Corona International: EU beschliesst Einreisestopp ++ Italien mit 345 neuen Todesopfern

Link zum Artikel

Die Schweiz befindet sich im Notstand – die 18 wichtigsten Antworten zur neuen Lage

Link zum Artikel

Dieser Februar war trotz Eistagen zu warm

Link zum Artikel

Ein Virus beendet Jonas Hillers Karriere: «Es gäbe noch viel schlimmere Szenarien»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Wie Frauen das Burkaverbot zum Schwanken bringen

Das Burkaverbot wackelt. Besonders Frauen wechseln von einem Ja zu einem Nein und die Linken starten einen Mobilisierungsendspurt.

Am Mittwoch erschienen zwei voneinander unabhängige Umfrageresultate zu den Abstimmungen am 7. März. Besonders auffallend ist die Prognose zur Vorlage «Ja zum Verhüllungsverbot».

Eine der Umfragen hat die Firma LeeWas im Auftrag von Tamedia herausgegeben. Ihr zufolge werden 59 Prozent ein Ja in die Urne legen. Dem gegenüber steht das Resultat von gfs.bern, die 49 Prozent Ja- und 47 Prozent Nein-Stimmen voraussagt.

Dass Umfrageresultate zu Abstimmungen bis zu 10 Prozentpunkte auseinander liegen …

Artikel lesen
Link zum Artikel