Schweiz
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Ein Zivi im Einsatz. Geht es nach dem Bundesrat, sollen künftig wieder mehr Männer in der Armee statt im Zivildienst dienen. (Symbolbild)

Ein Zivi im Einsatz: Geht es nach dem Parlament sollen künftig wieder mehr Männer in der Armee statt im Zivildienst dienen. Bild: KEYSTONE

Der Entscheid ist gefallen: Das Parlament will den Zugang zum Zivildienst erschweren



Der Wechsel von der Armee in den Zivildienst soll schwieriger werden. Nach dem Ständerat hat auch der Nationalrat einem Massnahmenpaket zugestimmt. Damit soll verhindert werden, dass der Armee Soldaten fehlen.

Der Nationalrat hiess die Vorlage am Mittwochabend mit 102 zu 92 Stimmen bei einer Enthaltung gut. SP, Grüne, Grünliberale und eine Minderheit der Mitte-Fraktion hatten gar nicht erst darauf eintreten wollen. Ein entsprechender Antrag wurde aber mit 97 zu 93 Stimmen bei 6 Enthaltungen abgelehnt.

Balthasar Glättli (Grüne/ZH) argumentierte vergeblich, die Vorlage wolle ein Problem lösen, das gar nicht existiere. Die Armeebestände seien nämlich nicht gefährdet. Der Effektivbestand der Armee liege derzeit über der Obergrenze von 140'000 Personen.

Kindergärten und Spitäler

Andere hoben die Bedeutung des Zivildienstes hervor. Zivildienstleistende übernähmen wichtige Aufgaben in der Gesellschaft, sagten Priska Seiler Graf (SP/ZH) und Marionna Schlatter (Grüne/ZH). Sie arbeiteten zum Beispiel in Kindergärten, Spitälern und Gefängnissen.

Die geplanten Massnahmen bezeichneten sie als «schikanös». Das Problem sei nicht die Attraktivität des Zivildienstes, sondern die mangelnde Attraktivität der Armee. Corina Gredig (GLP/ZH) warnte davor, dass vermehrt der «blaue Weg» gewählt werden könnte, wenn der Zugang zum Zivildienst erschwert werde.

Bequeme Alternative

Die Befürworter erinnerten an die allgemeine Wehrpflicht. Seit der Abschaffung der Gewissensprüfung habe sich die Zahl der «Abschleicher» aus der Armee vervielfacht, sagte David Zuberbühler (SVP/AR). Mit Gewissenskonflikten habe das oft nichts zu tun. Der Zivildienst habe sich zu einer bequemeren Alternative zum Armeedienst entwickelt. Er sei viel zu attraktiv und eine Verhöhnung jener, die Armeedienst leisteten und letztlich ihr Leben geben würden.

Ins selbe Horn stiessen die Sprecher der FDP- und der Mitte-Fraktion. Es sei richtig, dass Wehrdienstverweigerer nicht mehr ins Gefängnis kämen, stellte Nicolo Paganini (CVP/SG) fest. Von Freiwilligkeit sei aber nie die Rede gewesen. Es gelte, die Balance wieder herzustellen.

Längere Dauer

Umstritten waren auch die einzelnen Massnahmen. Aus Sicht der Linken sind drei davon völkerrechtswidrig. Ein ziviler Ersatzdienst dürfe keinen Strafcharakter aufweisen, sagte Min Li Marti (SP/ZH). Eine längere Dienstzeit und eine Wartefrist widersprächen dieser Anforderung. Der längeren Dienstzeit stimmte der Rat zu.

Der Zivildienst soll - wie heute - anderthalb mal so lange dauern wie der Militärdienst, neu jedoch mindestens 150 Diensttage. Heute werden die bereits geleisteten Militärdiensttage angerechnet. Die Mindestzahl verlängert die Dienstzeit für jene, die ab dem ersten Wiederholungskurs wechseln. Für die Offiziere und Unteroffiziere soll neu ebenfalls der Faktor 1,5 gelten. Bislang galt für sie der Faktor 1,1.

Zivildienstleistende leisten tagtäglich ihren Dienst in sozialen Einrichtungen und Projekten zum Wohle der Gesellschaft. (Archivbild)

Ein Zivi hilft in einer Kindertagesstätte aus: Eine Mehrheit der SVP, FDP und CVP will den Zugang zum Zivildienst erschweren. Bild: KEYSTONE

Keine Wartefrist von einem Jahr

Nein sagte der Nationalrat indes zu einer Wartefrist von zwölf Monaten für den Wechsel von der Armee in den Zivildienst. Hier folgte er mit 123 zu 68 Stimmen bei 3 Enthaltungen dem Antrag der Linken. Der Ständerat hatte diese Massnahme gutgeheissen. Es handelt sich um die einzige Differenz zwischen den Räten.

Gar nicht mehr zum Zivildienst zugelassen werden sollen Personen, die in der Armee keine Restdiensttage übrig haben. Damit wollen der Bundesrat und das Parlament verhindern, dass sich Armeeangehörige ohne restliche Diensttage durch den Wechsel in den Zivildienst der Schiesspflicht entziehen.

Jährliche Einsatzpflicht

Weiter soll der erste Einsatz bereits im Jahr nach der Zulassung zum Zivildienst vollständig geleistet werden müssen. Danach besteht eine jährliche Einsatzpflicht. Personen, die zum Zeitpunkt der Zulassung die RS noch nicht bestanden haben, müssen ihren Zivildiensteinsatz von 180 Tagen spätestens im Kalenderjahr nach der rechtskräftigen Zulassung abschliessen.

Nicht mehr erlaubt sein sollen Einsätze, die ein begonnenes oder abgeschlossenes Medizinstudium erfordern. Mediziner sollen also nicht mehr als Mediziner Zivildienst leisten dürfen. Das soll den Anreiz beseitigen, zwecks beruflicher Weiterbildung in den Zivildienst zu wechseln.

Auslandeinsätze möglich

Beibehalten will das Parlament die Möglichkeit von Zivildiensteinsätzen im Ausland. Der Nationalrat folgte hier dem Ständerat und lehnte es mit 97 zu 95 Stimmen bei 2 Enthaltungen ab, diese Möglichkeit abzuschaffen. Nun ist erneut der Ständerat am Zug.

Das letzte Wort dürfte indessen das Stimmvolk haben. Der Zivildienstverband Civiva, die Gruppe für eine Schweiz ohne Armee (GSoA) und die Grünen haben bereits ein Referendum angekündigt. Auch die SP will sich aktiv beteiligen. Sie hatte ihre Mitwirkung von der Zustimmung zu jenen Massnahmen abhängig gemacht, die aus ihrer Sicht völkerrechtswidrig sind. (cma/sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Felix Meyer 19.12.2019 14:05
    Highlight Highlight Eigentlich wird ja vor allem der Wechsel aus dem Militär in den Zivildienst erschwert. Naja, dann werden halt einfach mehr Leute von Anfang an den Zivildienst wählen.
  • manhunt 19.12.2019 11:36
    Highlight Highlight "Er sei viel zu attraktiv und eine Verhöhnung jener, die Armeedienst leisteten und letztlich ihr Leben geben würden."
    welcher angehörige der schweizer armee hat den bisher sein "leben gegeben"? mal abgesehen von unfällen im dienst.
    dieser hurrapatriot täte gut daran, sich von parlamentsarbeit fernzuhalten. dummschwätzer wäre bestimmt die passendere beruf.
  • andrew1 19.12.2019 11:17
    Highlight Highlight Ganz ehrlich: ich bin im unteren kader der schweizer armee. Heute würde ich allerdings auch zivildienst machen. Bei meiner aushebung vor 10 jahren war dies leider noch nicht so gut möglich. Das militär soll mehr bieten. Was soll zum beispiel das abtreten am samstag morgen und einrücken am sonntag? In der privatwirtschaft arbeitet man schon seit jahrzehnten nicht mehr am samstag. Ist doch sinnlos noch eine nacht unbequem zu liegen. Oder auch der sold ist lächerlich. So viele entbehrungen für 5 fr am tag. Ds geht doch auch mehr...
  • Quacksalber 19.12.2019 09:13
    Highlight Highlight Der NR ist halt immer noch rechtsbürgerlich dominiert.
  • Schneider Alex 19.12.2019 06:35
    Highlight Highlight
    Zivildienst soll unattraktiver werden?

    Ja will man denn noch mehr unwillige und unmotivierte Soldaten in der Armee? Welcher Vorgesetzte im Militär will sich gerne wochenlang mit Leuten abgeben, die ständig passiven Widerstand leisten?
  • Pafeld 19.12.2019 02:24
    Highlight Highlight Ich habe vermutlich eine der wenigen WKs gehabt, die in gewisser Weise Sinn ergeben. Und war dafür drei Wochen lang mit Armeekadern aus technischen Truppen beschäftigt, die damit überfordert waren, ihre Combox zu deaktivieren.
    Reformiert endlich die Armee. Der Fischkopf ist nicht mehr am stinken sondern längst vergammelt. Anstelle von genehmen, gleichgeschalteten Militärgrinden endlich Leute mit echter Sachkompetenz und kritischem Denkvermögen. Denn mit diesem Wasserkopf aus Möchtegerngenerälen ist kein Blumentopf mehr zu gewinnen.
  • malu 64 19.12.2019 02:23
    Highlight Highlight Schafft diese sogenannte Hobby Armee endlich ab. Diese sinnlose Zeitverschwendung ist peinlich und absolut wirkungslos. Die Armee sollte zu einer unbewaffneten Katastrophen
    schutztruppe umgebaut werden. Bei Ereignissen Straßen und Wege Freiräumen, Ortschaften versorgen, verschüttete Menschen suchen, Waldbrände löschen, bei großer Trockenheit bewässern. Somit hätte man einen Dienst an der Gesellschaft geleistet, wenn das überhaupt gewünscht wird. Die Jungen kommen vom Rockzipfel der Mama weg und lernen im Team zu arbeiten. Zugleich sollten sie lernen, ohne Handy durch den Tag zu kommen.
  • cappuccina94 19.12.2019 00:52
    Highlight Highlight Super Idee - die meisten Zivildienst-Einsätze sind ja eh in der Pflege und im Sozialbereich, wo ein Überfluss an Arbeitskräften herrsch und wir die jungen Männer nicht gebrauchen können .. *Ironie aus* ....
  • mänu49 19.12.2019 00:42
    Highlight Highlight Ich habe meine komplette Dienstpflicht erfüllt. In all diesen Monaten habe ich nie etwas Vernünftiges leisten können und wartete jeweils sehnlichst auf das Ende des WK‘s.
    Meine 4 Söhne haben alle Zivildienst geleistet und haben viel gelernt und viel Nützliches vollbracht. (Bei Bauern, Rettungssanität und Umweltschutz)
    Wenn die Regierung so blöd ist, werde ich mich voll für das Referendum einsetzen!
  • Barracuda 19.12.2019 00:35
    Highlight Highlight Habe meine Diensttage im Militär geleistet. Rückblickend würde ich mich definitiv nicht mehr für diesen Weg entscheiden. Heute würde ich von Anfang an auf eine sinnvolle Tätigkeit setzen, sprich auf den Zivildienst.
  • Bynaus 19.12.2019 00:04
    Highlight Highlight Warum nicht das ganze System auf den Kppf stellen? Geleisteter Zivil- oder Militärdienst (natürlich für alle Geschlechter, in jedem Alter) gibt "soziale Credits", mit denen anschliessen z.B. ein kostenloses Studium, Weiterbildungen oder Elternurlaube (etc.) bezogen werden können. Militärdienst gibt pro Tag mehr Credits als Zivildienst, zumindest so lange bis die personellen Bedürfnisse der Armee gedeckt sind.
    • Chapeau 19.12.2019 00:26
      Highlight Highlight Das finde ich mal ein intressanter Ansatz. Ich würde aber die Anzahl Credits schwammiger flexibler formulieren, zB. militärische Einsätze am WEF eher mehr, in einer Zeit in welcher vermehrt Personal im Pflegebereich gesucht wird dann da mehr. Angenommen die Zeiten ändern sich und plötzlich ist ein verstärkter Grenzschutz notwendig dann da mehr.
      Dies müsste natürlich jedes Jahr von einer Kommission o.ä. neu ausgejasst werden.
  • Jesuisrocco 18.12.2019 23:20
    Highlight Highlight Jetzt mal ehrlich-die Wehrpflicht alleinig auf einen Dienst in der Armee zu fokussieren ist eine veraltete Praxis und bringt uns als Gesellschaft weder näher zusammen noch bringt uns dies einen spürbaren Mehrwert.
    Dass es zur Pflicht eines/r jeden jungen Schweizers/Schweizerin gehören sollte einen Dienst im Sinne der Gesellschaft zu leisten finde ich unbestreitbar. Wie leben im Jahr 2019 und zu den akuten Problemen gehören Mangel an Pflegepersonal, Umweltschäden infolge Unwetters ect. also wieso werden Zivildienst und Zivilschutz nicht stärker gefördert?
    Jeder Dienst sollte gewürdigt werden.
  • cheeky Badger 18.12.2019 22:57
    Highlight Highlight Das Militär hat zu wenig Leute? Warum werden denn 50% der Bevölkerung von der Armee ignoriert?

    Ich bin für eine Dienstpflicht für alle! Nicht aber für eine Wehrpflicht. Jeder soll wählen können er / sie Militär, Zivi, Zivilschutz leisten will. Feuerwehrtage und freiwillige Sanitäter an Sport- und Musikveranstaltungen darf man auch gerne anrechnen.

    Es wird zeit für Gleichberechtigung bei der Dienstpflicht!

    • Getrocknete Banane 18.12.2019 23:33
      Highlight Highlight Rede gerne wieder mit dir darüber wenn ich Lohngleichheit habe und du meine Kinder gebärst!
    • wilhelmsson 19.12.2019 00:06
      Highlight Highlight Ok. Das setzt jedoch voraus, dass Väter gleich lange beurlaubt werden wie Mütter, ansonsten kann von Gleichberechtigung hinsichtlich des Arbeitsmarktes nicht die Rede sein.
    • cheeky Badger 19.12.2019 00:15
      Highlight Highlight @Getrocknete Banane

      Was soll das jetzt? Du willst also erst Gleichstellung wenn Männer ind Frauen Physiologisch gleich sind?

      Gegen gleiche Löhne für gleiche Arbeit am gleichen Ort mit gleichem Pensum habe ich gar nichts!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Siro97 18.12.2019 21:53
    Highlight Highlight Ich unterschreibe fix das Referendum. Ich hoffe es kommt vor das Volk
    • Stinkstiefel 19.12.2019 02:15
      Highlight Highlight Alleine? Abgesehehen von der GSOA hat auch der Zivildienstverband CIVIVA das Referendum angekündigt und sammelt bereits Unterschriften. Unterstützung in Aussicht gestellt haben die Grünen.

      Weshalb also alleine? Die SP, die GLP und die Grünen haben im Nationalrat praktisch geschlossen abgelehnt. Ich schätze, dass das die Wählerschaft der jeweiligen Parteien recht ähnlich sehen. Im Gegenteil, ich schätze auch an der Basis von CVP und FDP wird es einige geben, die sich gegen eine Schwächung des Zivildiensts aussprechen. Ein Nein zum Gesetz entspricht dem Status quo, nicht einem Nein zur Armee!
    • Siro97 19.12.2019 17:21
      Highlight Highlight @idrisi
      Hoffe es
  • Jasap 18.12.2019 21:38
    Highlight Highlight Zivildienst unbedingt beibehalten so wie er ist! Dafür gleichberechtigung einführen. Frauen und Männer müssen gleich viel Dienst leisten. Dabei darf man zwischen Zivildienst und Militär frei entscheiden.
    Zivi war für mich eine meiner lehrreichsten und besten Zeiten in meinem leben!
  • Miles Prower 18.12.2019 21:22
    Highlight Highlight Tja, dann unterschreibe ich mal das Referendum!
  • piranha 18.12.2019 21:01
    Highlight Highlight Macht! die! Armee! attraktiver!!!

    Ist doch kein Wunder, dass alle lieber in den Zivildienst gehen, wo man weder angeschrien noch dumm angemacht wird, Zuhause schlafen und zu normalen Zeiten arbeiten kann, sinnvolle Arbeit verrichtet, und, und, und... Muss ich weitermachen?
    Das Militär hat ein gewaltiges Imageproblem und um das zu ändern, sind ganz andere Massnahmen nötig als eine Verkomplizierung der Alternative.
  • supertyp27 18.12.2019 20:43
    Highlight Highlight Ist es zynisch einigen dieser Altherren zu wünschen, dass ihnen beim Gang auf die Toilette im Altersheim eine unterstützende Pflegeperson (z.B. ein Zivi) fehlt?
  • Kucy 18.12.2019 20:43
    Highlight Highlight Die FDP präsentiert einmal mehr eine sehr eigenwillige Interpretation von Liberalismus. Eher opportunistischer Klientilismus. Saftladen.
  • Nussi2000 18.12.2019 20:39
    Highlight Highlight Zuerst heisst es ja immer es bräuchte Ärzte. Wenn nun diese ihren Dienst an der Gesellschaft (es heisst ja nicht umsonst Zivildienst!) in der ihren sinnvollsten Art, also die medizinische Versorgung sicherzustellen, verrichten möchten, ists dann auch nicht recht. Auf so einen Gaga-Vorlage muss man auch erst kommen.🤦‍♂️
  • Swen Goldpreis 18.12.2019 20:28
    Highlight Highlight "... und eine Verhöhnung jener, die Armeedienst leisteten und letztlich ihr Leben geben würden."

    Vielleicht lebe ich ja in einer Filterblase. Aber mir ist tatsächlich in den letzten dreissig Jahren kein einziger Fall bekannt geworden, bei dem ein Schweizer Soldat im Militärdienst sein Leben gelassen hat. Ja, es gibt ein paar Zwischenfälle, aber die würde ich eher als "unnötig dumm" oder "selbstverschuldet" denn als "heldenhaft" bezeichnen. Meiner Meinung nach ist das Argument eine Verhöhnung all jener, die noch ein Minimalrest an Denkvermögen haben.
    • Sherlock_Holmes 18.12.2019 22:02
      Highlight Highlight Todesfälle als Zwischenfälle schönzureden und dazu pauschal als selbstverschuldet – isch halt z‘dumm gsi – sälber schuld – zu klassifizieren, zeugt jetzt auch nicht von enorm viel... sagen wir mal... differenziertem Denken.

      Jeder Todesfall ist einer zu viel und tragisch genug für die Angehörigen.
    • Swen Goldpreis 19.12.2019 15:23
      Highlight Highlight Ich verstehe nicht, wo du ein "Schönreden" siehst. Ganz im Gegenteil: Die Zwischenfälle sind absolut tragisch und unnötig, da bin ich ganz deiner Meinung. Aber kein einziger dieser Menschen kam auf eine Weise um Leben, die man landläufig als "heldenhaft" bezeichnen würde. Alle, aber auch wirklich alle Todesfälle, von denen ich je gelesen habe, waren vermeidbare Unfälle. Natürlich war nicht immer das Opfer selberschuld, wie du das mir in den Mund legen willst, sondern oft genug auch die Armee selber. Und vor diesem Hintergrund finde ich das oben angeführte Zitat ganz einfach pervers.
  • Oigen 18.12.2019 20:24
    Highlight Highlight "Er sei viel zu attraktiv und eine Verhöhnung jener, die Armeedienst leisteten und letztlich ihr Leben geben würden"

    Bitte was?
    Wieviele soldaten sterben in der Schweiz denn so pro jahr? Und vorallem WARUM?
    • Wandervogel 18.12.2019 21:43
      Highlight Highlight Was verstehst du an „würden““ nicht?
    • njemand 18.12.2019 21:50
      Highlight Highlight Vor allem: wer würde "letztlich" im Ernstfall schon einrücken?? :D Mal im Ernst, wer Militärdienst geleistet hat weiss: unser bewaffnetes Pfadilager taugt höchstens für einen Bürgerkrieg, um auf die eigene Bevölkerung zu schiessen.
  • dracului 18.12.2019 20:21
    Highlight Highlight Viel Rückblick und wenig Weitsicht! Die Gesellschaft der Schweiz überaltert und zu wenig Junge wachsen nach. Irgendwann können wir froh sein, wenn Junge Zivildienst leisten. Andererseits wäre eine kleinere Armee mit Begeisterten wohl schlagfähiger. Zudem sollte die Armee Marketing betreiben und sich modernisieren, damit der Dienst attraktiv wird und auch seinen “Strafcharakter“ verliert!
  • Mike Milligan 18.12.2019 20:16
    Highlight Highlight Huere dumm! Referendum jetzt!
  • Stinkstiefel 18.12.2019 20:06
    Highlight Highlight Ich als AdA mit Restdiensttagen schätze die Möglichkeit sehr in den Zivi zu wechseln wenns die Vorgesetzten in grün mal zu bunt treiben. Ich hoffe (und nehme an), dass das Gesetz per Referendum in den Papierkorb geschickt wird. Für alle Direktbetroffenen wird das Referendum mindestens eine aufschiebende Wirkung haben - wer mit einem Wechsel liebäugelt sollte das Projekt Zivi-Zulassung im nächsten Halbjahr sicherheitshalber mal in Angriff nehmen.

    In eigener Sache;
    Schade, Herr Paganini. Habe Sie für einen eher progressiven CVPler gehalten. Den Fehler werde ich 2023 nicht nochmal machen.
    • Matungus Jones 18.12.2019 21:30
      Highlight Highlight Ich nehme den Troll-Kommentar als Anlass, um den "Füdliputz"-Mythos aus der Welt zu schaffen.
      Als Laien sind wir Zivis nicht verantwortlich für die Körperpflege und Hygiene der Personen, die wir betreuen. Dies machen ausgebildete Fachleute. Vielmehr aktivieren wir sie, reden mit ihnen, helfen ihnen beim Essen, machen ihnen Kaffee und begleiten sie auf kurzen Strecken zum Arzt oder auf Spaziergängen. :)
    • Siro97 18.12.2019 21:51
      Highlight Highlight @Trollgeflüster der Zivi is sinnvoll indem Menschen begleitet werden. Stimmt es, dass sie noch nie in einem sozialen Bereich gearbeitet haben?
      Finde diese Aussage deplatziert. Man putzt nicht nur die Ärsche der Leute ;)
    • cheeky Badger 18.12.2019 23:09
      Highlight Highlight Arscheputzen gibts nicht. Nicht mal im Altersheim.

      Zudem kann man Zivi auch in anderen brachen machen. Beispieldweise:
      - im Museum
      - Universität oder technischen Hochschulen
      - Arbeitsintegration
      - Bauernhöfe
      - Entwicklungshilfe im Ausland
      - Karitative Organisationen (Veloafrika usw.)
      - Landschaftspflege
      - Bau von Trockenmauern

      Bestimmt gibts noch weitere.

      Viel spass beim Töffli, Schuhe und WC-Putzen im nächsten WK.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Clank 18.12.2019 19:52
    Highlight Highlight So so auf smartvote war der JFDP Präsident noch dagegen, heute war es nur noch eine Enthaltung. Für was wählen wir eigentlich?
    Und alle Parlamentiererinnen, die dieser Verschärfung, kann ich auch nicht ernstnehmen.
    • chasseral 18.12.2019 20:51
      Highlight Highlight Könnte ich den Link haben, wer wofür abgestummen hat im Parlament? Würde auch gerne mit Smartvote gegenchecken.
    • Clank 18.12.2019 22:32
      Highlight Highlight @chasseral
      Google: WER HAT WIE ABGESTIMMT IM NATIONALRAT?
      auf die parlament.ch Webseite
  • Guido Zeh 18.12.2019 19:51
    Highlight Highlight Wurde uns nicht gesagt, dass das neue Parlament feministischer und fortschrittlicher sei?
  • Eni Muca 18.12.2019 19:37
    Highlight Highlight Oh bitte nicht, schaue gerade das Impeachmentverfahren und jetzt lese ich noch das.

    Mir kommt die Galle gleich doppelt.

  • aglaf 18.12.2019 19:34
    Highlight Highlight "... und eine Verhöhnung jener, die Armeedienst leisteten und letztlich ihr Leben geben würden."

    Das ist wohl mit Abstand die lächerlichste Erklärung, die ich in diesem Zusammenhang je gelesen habe. Will man tatsächlich den gesellschaftlichen Wert vergleichen? Dann sollte aber auch Geleistetes mit einbezogen werden. Wieviele AdA haben sagen wir in den letzten 20 Jahren für die Allgemeinheit ihr Leben gelassen, während Zivis mit ihren Einsätzen die soziale Wohlfahrt beeinflussten, bzw. wieviele soziale institutionen könnten ohne Zivis und Praktikanten wirtschaftlich gar nicht mehr bestehen?
  • Scrj1945 18.12.2019 19:32
    Highlight Highlight Mich betrifft es zwar nicht mehr, da ich noch unter das alte zivi gesetz gehe. Aber egal wie hoch sie die hürde setzten wollen zum wechseln, ich würde wieder wechseln! Da hat jemand nichts kapiert. Arbeitet an der armee, anstatt auf den zivis rumzureiten.
    #teamzivi
  • snowflake_ 18.12.2019 19:30
    Highlight Highlight Tja, gerade im Pflegebereich leisten Zivis wertvolle und zuwenig geschätzte Arbeit - ein Bereich, in dem immer mehr Arbeitskräfte notwendig sind. Die gleichen Politiker, welche hier den Zivildienst abstrafen, wettern dann gegen die Ausländer, welche diese Arbeit zwangsläufig übernehmen. Aber wir wissen ja, der SVP geht es nur um das Bewirtschaften gewisser Themen und darum, bei ihrer Klientel das Bild der Schweiz von vor 50 Jahren aufrecht zu erhalten.
    • michiOW 18.12.2019 20:19
      Highlight Highlight Eigentlich ist es doch traurig, dass wir Zivis und Ausländer brauchen um unsere Grundversorgung sicherzustellen.
  • Skeptischer Optimist 18.12.2019 19:19
    Highlight Highlight Eine Armee, die durch “Abschleichern” bedroht ist, kann zumachen, da sie einen Krieg verlieren würde.
  • cykez 18.12.2019 19:16
    Highlight Highlight dass der zivildienst länger dauert als die armee stimmt nur bedingt. man leistet 12 monate lang einen normalen 100% job, sprich ca. 42h/woche. in der armee ist man für mindestens 8 monate theoretisch 24h pro tag im einsatz, hat kürzere wochenenden und kein privatleben.

    der ansatz den zivildienst zu verschärfen ist trotzdem unangebracht, zahlt den rekruten einfach mehr lohn für ihren zeitaufwand, verkürzt die dauer der rs/wk’s und versucht den dienst zeitgerechter und interessanter zu gestalten, dann ist das militär gleich wieder attraktiv und alle bürgerlichen sorgen sind weggewischt...
    • michiOW 18.12.2019 20:20
      Highlight Highlight Die RS wurde erst gerade gekürzt.
  • TheManoure 18.12.2019 19:06
    Highlight Highlight Nach 232 Diensttagen Militär wechselte ich in den Zivildienst und hatte noch einmal 252 Tage "zur Verfügung". Natürlich alles zum Tageslohn von 62.- CHF. Soll mir noch einer kommen der ZIVI sei zu attraktiv. Das Militär ist hier der Problemfall...
    P.S. : Leider wie fast immer auch in diesem Artikel wieder falsch. Unteroffizier haben seit mindestens 2004 den Faktor 1.5 (Art.8 ZDG) und Unteroffiziere =/= höhere Unteroffizier. Letztere sind eher den Offizieren zuzuordnen.
  • DerRaucher 18.12.2019 19:05
    Highlight Highlight In solchen Dingen zeigt sich immer das die Schweiz eben doch nicht so vorbildlich ist wie sie sich gerne gibt. Das hier ist auch nur ein Punkt von vielen bei dem man im 20ten Jahrhundert stecken geblieben ist
  • bbelser 18.12.2019 18:58
    Highlight Highlight Diese saufreche Diffamierung von Menschen, die im Zivildienst tatsächlich etwas für andere Menschen leisten, statt in depperten Kriegsspielen und Leerlauf trainiert zu werden, ist widerlich.
    Bei den seltsamen Argumenten der rechten Seite könnte man fast geneigt sein, generell am Sinn der Armee zu zweifeln.
  • Nelson Muntz 18.12.2019 18:57
    Highlight Highlight WK war für mich wie 3 Wochen Ballermann. Schlechtes Hotel, miese Animateuren, grusiges Büffet und der Alk floss bereits am Morgen in Strömen.
    • The fine Laird 18.12.2019 20:17
      Highlight Highlight Ich fands toll :D
  • Genti 18.12.2019 18:56
    Highlight Highlight Die offensichtlichste Lösung, um die Bestände zu sichern bliebe die Frauen ebenfalls zu verpflichten. Ist wohl zu wenig populär.
    • Guido Zeh 18.12.2019 19:56
      Highlight Highlight Deshalb war es auch dem feministischer gewordenen Parlament vielleicht noch so recht, den Zivildienst unattraktiv zu machen - dann kann frau sagen, es gebe ja keinen Unterbestand (und die bösen Männer gingen ja gern).
    • Neruda 18.12.2019 20:34
      Highlight Highlight Die Bestände sind ja längst gesichert. Eigentlich hiess es ja Armee 21 = 100'000 Soldaten. Momentan ist die Armee ja sogar über dem erlaubten Höchststand von 140'000. Die Bürgerlichen lügen mal wieder rum...
  • AmongThieves 18.12.2019 18:52
    Highlight Highlight wahnsinn!
  • RozaxD 18.12.2019 18:47
    Highlight Highlight Das ist ja komplette Schikane. Etliche andere Länder haben die Wehrpflicht längst abgeschafft.
    • michiOW 18.12.2019 20:24
      Highlight Highlight Und wie läuft es dort so?

      Etliche rechte Waffennarre, die 10 Jahre Krieg spielen und in ihrer eigenen Welt leben, bevor sie auf der Strasse stehen weil sie keine Arbeit mehr finden?

      Nein Danke
    • xHascox 18.12.2019 21:03
      Highlight Highlight @michiOW

      Die Aufgaben der Armee (im DR, weisst du hoffentlich) werden auch in diesen Ländern erfüllt. Ich hätte nicht mitbekommen, dass z.B. Deutschland mittlerweile von Russland erobert wurde, oder die Armee keine zivile Hilfe hätte leisten können.

      Wenn diese Leute in Ihrer Welt leben und keine Arbeit finden, ist das nicht mein Problem. Darf ja jeder selber seine Karriere auswählen. Es gibt auch andere Bereiche mit schlechten Aussichten und Filter-Blasen.
    • michiOW 18.12.2019 21:19
      Highlight Highlight Die Bundeswehr hat es schwer, passendes Personal zu finden.


      Menschen ohne Zukunft, welche in einer Filterblase gelebt haben und jahrelang den Kampf geübt haben tagtäglich. Was kann da schon schiefgehen😃.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Füdlifingerfritz 18.12.2019 18:44
    Highlight Highlight Moll, so nach dem Motto: ein 'mutiger' Schritt in die falsche Richtung. Eieiei...
  • cal1ban 18.12.2019 18:39
    Highlight Highlight Ich bin eigentlich pro Armee aber solche Politik regt mich auf. Eigentlich sollte man bei der Kampfjetabstimmung Nein stimmen, um mal einen Denkzettel zu verpassen.
    • Swen Goldpreis 18.12.2019 20:33
      Highlight Highlight Sollte man eigentlich sowieso...
  • mike2s 18.12.2019 18:38
    Highlight Highlight Die echte Patrioten die etwas für ihr Land tun wollen gehen in Zivildienst.
    Die Infantilen Schmarotzer die ausser rumblödeln nichts können gehen ins Militär
    • Stinkstiefel 18.12.2019 19:05
      Highlight Highlight Danke für's Kompliment.
      So einfach ist es dann doch nicht.
    • Neunauge 18.12.2019 19:21
      Highlight Highlight Nein. Und doch. Die Idee als junger Mensch deinem Land einen Dienst zu tun finde ich prima. Nur sollte es keine Hürden und Schickanen geben für den Zividienst. Und gäbs die nicht, wär ich auch für ne Ausdehnung dieser Pflicht auf alle jungen Schweizerinnen und Schweizer.
    • mike2s 18.12.2019 20:39
      Highlight Highlight Ich war 280 Tage im Militär (Damals war die Alternative Gefängnis). Keine Minute hatte ich das Gefühl etwas für mein Land zu tun. Spass hat es gemacht. Wo kann man schon legal kurz mal ein Magazin in einen Schneehang entleeren. Aber die Leute die denen, denen die ein Leben lang gearbeitet haben ein würdiges Dasein im Altersheim ermöglichen das sind echt Helden.
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  • nicbel 18.12.2019 18:38
    Highlight Highlight Dann lassen sich viel mehr einfach als Untauglich schreiben und kommen so um den Armeedienst herum. Mol bravo, Politiker, super überlegt hahah. Würde zuerst einmal überdenken wieso niemand mehr in die Armee will. Am besten wäre es sowieso die Wehrpflicht abzuschaffen. Die welche geil auf die Armee sind, können dann freiwillig gehen und der Rest wird in Ruhe gelassen.
    • michiOW 18.12.2019 20:26
      Highlight Highlight Hmm wer würde freiwillig in die Armee und 10 Jahre Sdt sein?🤔
      Eher jene, die man eigentlich nicht zu stark bewaffnet sehen möchte...


      Ich finde sowieso, dass der UT und Doppel UT Status mehr kosten sollte.
  • Lowend 18.12.2019 18:33
    Highlight Highlight Die Einführung des Zivildiensts war ein Sieg der Humanität, der Solidarität und der Vernunft und es ist nur natürlich, dass die Vertreter der Konservativen zusammen mit den Erzkonservativen alles unternehmen um Humanität, Solidarität und Vernunft zu bekämpfen.
  • Heiniger(s) 18.12.2019 18:33
    Highlight Highlight (... ) "eine Verhöhnung jener, die Armeedienst leisteten und letztlich ihr Leben geben würden."

    Aber natürlich opfere ich mein Leben für eine Staatsgrenze innerhalb welcher ich zufällig gebohren wurde😂

    Bin ja neugierig wie viele im "Ernstfall" desertieren würden..
    • Looney 18.12.2019 19:10
      Highlight Highlight Nähme mich ja wunder ob du überhaupt die Wahl hättest wenn du „per Zufall“ in einem anderen Land geboren wärst...
    • Tchnologicaaa 18.12.2019 19:30
      Highlight Highlight Bohren...
    • Looney 18.12.2019 20:01
      Highlight Highlight Danke für die Korrektur!
  • albie wright 18.12.2019 18:31
    Highlight Highlight ein Witz! Ein absoluter Witz! Macht doch das Militär attraktiver. Wir Zivis machen jetzt schon das 1.5 fache an Zeit... FREIWILLIG und dabei ist unsere Arbeit auch noch SINNVOLL! Gott, regt mich das auf!
  • Garp 18.12.2019 18:27
    Highlight Highlight Zivildienst ist kein Spaziergang, wie wohl manche Parlametarier denken. Da wird so manchem mehr abgefordert, als auf einem vollbepackten Nachtmarsch. Zivildienst macht nur mehr Sinn. Man hat im Parlament wohl etwas gegen sinnerfüllte Aufgaben.

    Die Mitte ist wohl nach rechts gerutscht, weil mehr Linke vertreten sind, sie entscheidet ja.
  • Güntha 18.12.2019 18:25
    Highlight Highlight Wir sind so rückständig...
  • aglio e olio 18.12.2019 18:20
    Highlight Highlight Die Logik könnte man auch an anderer Stelle anwenden.
    Natürliche und juristische Personen nutzen vermehrt Steuervermeidungskonstrukte anstatt regulär Steuern zu zahlen. Man könnte nun dazu übergehen diese Möglichkeit weniger attraktiv zu machen.
    Es würde die Gerechtigkeit wieder hergestellt.
    Also los, liebe FDP & SVP.
    (und auch die anderen)
    😀
  • Der_Andere 18.12.2019 18:20
    Highlight Highlight "[...] und letztlich ihr Leben geben würden."

    Lachhaft. Ich habe anfangs Dezember meinen letzten Diensttag in der Armee geleistet. Aber wenn auch nur einer von euch Pfeifen in der SVP denkt, ich würde mein Leben in der Armee geben, seit ihr frei nach Mörgeli "vom Aff bisse".

    Junge Männer gehen in die Armee weil die Dienstpflicht in der Verfassung steht. Aber der Anteil derer, die das geil finden, was dort abgeht oder ohne Mörderanschiss einrücken, halte ich für verschwindend klein. Da würde kaum jemand sein Leben geben.

    Und in welchem Krieg auch? Dem gegen unsere Nachbaren? Also die NATO?
    • Zeitreisender 18.12.2019 19:47
      Highlight Highlight Ich habe meine Leber der Armee gegeben, zählt das auch?
    • Swen Goldpreis 18.12.2019 20:38
      Highlight Highlight Vergiss nicht, dass auch Soldaten eine Waffe haben. Ich würde mich ohne zu Zögern auch gegen Offziere verteidigen, wenn die mich in den Tod schicken wollten. Bin aber zum Glück nicht im Militär.
    • xHascox 19.12.2019 01:12
      Highlight Highlight @Chrisiboy
      was glaubst du wozu man das Stgw hat? ;)
    Weitere Antworten anzeigen
  • Scaros_2 18.12.2019 18:16
    Highlight Highlight Ohne worte,....
  • Ravel 18.12.2019 18:14
    Highlight Highlight Normalerweise würde ich ja sagen, die Typen in Bern haben völlig den Bezug zur Realität verloren. Aber wir haben sie vor zwei Monaten gewählt! WER WÄHLT SOLCHE LEUTE?!
    • cykez 18.12.2019 19:18
      Highlight Highlight tja der anteil derer die für den blödsinn sind ist kleiner geworden mit den wahlen. also immerhin ein schritt in die richtige richtung ;)
    • Globidobi 18.12.2019 19:39
      Highlight Highlight Menschen, welche stolz für unser Land gekämpft haben. Ehhh stolz unsere Steurgelder beim Kommando bis 0 verballert haben.
  • koks 18.12.2019 18:14
    Highlight Highlight "Damit soll verhindert werden, dass der Armee Soldaten fehlen."

    Würde man die Gleichstellung von Mann und Frau auch endlich in der Armee einführen, wäre dieses Problem auf einen Schlag gelöst.
    • 7immi 18.12.2019 18:30
      Highlight Highlight @koks
      Die Gleichstellung bei der Armee gibts schon lange (ausser beim Sportabzeichen). Das Problem ist die in der Verfassung verankerte und diskriminierende Männerwehpflicht...
    • Lowend 18.12.2019 18:38
      Highlight Highlight Falsch! Es hätte dann doppelt zu viel Soldatinnen und Soldaten und man müsste die Armee extrem vergrössern, was Unsummen verschlingen würde. Ist simple Logik.
  • qolume 18.12.2019 18:11
    Highlight Highlight Haha, "Letztlich ihr Leben geben würden"... Da wär ich schon lange als Fahnenflüchtiger auf dem Weg nach Kanada 😅
    • WolfCayne 18.12.2019 18:36
      Highlight Highlight Als wir das gegen Ende der RS gefragt wurden, streckte nur der Tamile auf. Selbst die vom Land hätten es vorgezogen mit einer Kiste Pier, das Jagdgewehr und genügend Konserven eine hochgelegene Hütte aufzusuchen – statt als Übermittlungssoldaten auf die gegnerischen Grenadiere zu stossen.
  • Leon der Fachmann 18.12.2019 18:11
    Highlight Highlight «Das Problem sei nicht die Attraktivität des Zivildienstes sondern die mangelnde Attraktivität der Armee.»

    Den Zivildienst Jahr für Jahr bürokratischer und umständlicher zu gestalten ist halt einfacher, als Verantwortung zu übernehmen und die Armee sinnvoll zu reformieren. Deshalb stehen die rechten Parteien auf dem Schlauch.
    • Sleepimust 18.12.2019 19:48
      Highlight Highlight Hier ein spannender Artikel der Republik.
      Geht zwar in erster Linie um das Departement VBS, jedoch zeigt er schön auf, wieso eine sinnvolle Reform nötig wäre, jedoch leider noch sehr lange nicht umgesetzt wird.

      https://www.republik.ch/2019/12/13/das-rette-sich-wer-kann-departement
    • Felix Meyer 19.12.2019 14:46
      Highlight Highlight Chrisiboy, seine Pflicht kann man im Zivildienst WESENTLICH sinnvoller erfüllen.
  • DäPublizischt 18.12.2019 18:11
    Highlight Highlight "Es werde lediglich wieder Gerichtigkeit hergestellt."

    Vielleicht sollte man einfach mal den momentanen Zustand des Militärs überdenken, wenn man den Zivildienst künstlich unattraktiv gestalten muss, damit sich Wehrpflichtige noch für das Militär entscheiden.

    Aber hey, lasst lieber ein paar Leute mehr die Jahresbudgets mit unnötigen Schiessübungen verballern, anstatt dass sie als Pflegehilfen das angezählte Gesundheitssystem entlasten.

    Eigentlich müsste Zweiteres doch sogar den profitorientierten Freisinnigen lieber sein.

    Manchmal verstehe ich echt die (Politik)Welt nicht mehr.
  • Bowell 18.12.2019 18:10
    Highlight Highlight Sind das jetzt die ersten Akzente, die vom neuen Parlament gesetzt werden ;-) ?
  • bobi 18.12.2019 18:09
    Highlight Highlight Der Zivildienst dauert 1.5 Mal so lange wie das Militär. Trotzdem beklagt sich das Militär über zu wenig Armeeangehörige. Dies sagt einiges aus über die Attraktivität des Militärs.

    Ich selbst habe die RS und einen WK absolviert. Anschliessend habe ich in den Zivildienst gewechselt. Dies aus dem Grund, weil die WK's reine Zeitverschwendung sind.
    • Tobra 18.12.2019 18:25
      Highlight Highlight Das meiste in der Armee ist reine Zeit- und Geldverschwendung. Auch die 3% vom Jahreslohn, welche jenen abgezogen werden, welche aus medizinischen Gründen keinen Militärdienst leisten dürfen, sind zu viel. 1-1.5% würden mehr als genügen.
    • E7#9 18.12.2019 18:28
      Highlight Highlight Du vergisst in deiner Rechnung, dass ein Diensttag im Militär 24 h dauert, während du im Zivildienst abends nach Hause gehst, mit der Familie zu Abend isst, den Feierabend geniessen kannst und mit deiner Frau zu Bett gehst. 1.5 Mal länger ist durchaus auch damit begründet.
    • 7immi 18.12.2019 18:32
      Highlight Highlight @bobi
      dafür bist du 24h x 6 im Militär, da würde ich auch den Zivi wählen, hast deutlich weniger Präsenzzeit und kannst immer in Ruhe schlafen. Kann ich völlig verstehen...
    Weitere Antworten anzeigen
  • holzapfelin 18.12.2019 18:08
    Highlight Highlight man könnte den konflikt ja mal an der wurzel angehen und versuchen, den militärdienst attraktiver zu gestalten. aber darin liegt wahrscheinlich schon der kern des problems...
  • Konstruktöhr 18.12.2019 18:08
    Highlight Highlight Wann würden diese Änderungen in Kraft treten?
    Ein mögliches Referendum sollte das Inkrafttreten noch weiter verspäten, oder nicht?
    • Fastadi 18.12.2019 18:16
      Highlight Highlight Wie viele Jahre muss es für dich verzögert werden? 😅
    • xHascox 18.12.2019 18:21
      Highlight Highlight Im 2020 sollte ja noch die ServiceCitoyen Initiative kommen, ich hoffe diese löst die momentane Wehrpflicht ab. Dann bräuchte es kein Referendum, dieses würde ich aber sofort unterstützen :)
    • Konstruktöhr 18.12.2019 18:23
      Highlight Highlight Glücklicherweise 0, habe den Durchdiener letztes Jahr gemacht. Waren jedoch 300 verschwendete Tage, welche ich keinem mit gutem Gewissen empfehlenen kann.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Drummer 18.12.2019 18:07
    Highlight Highlight Also mehr Männer im Kindergarten, als wirklich sinnvolle Arbeit?! Es gäbe viel zu tun in diesem Land. Aber wir können auch weiterhin in der Armee sinnloses Zeugs machen, andere fertig machen und dann wenn es wirklich ernst gilt, schaffen es die Schweizer nicht mal in die Luft zu gehen und den Luftraum zu überwachen.
  • -V- 18.12.2019 18:05
    Highlight Highlight lächerlich....
  • GabbaGandalf 18.12.2019 18:04
    Highlight Highlight *facepalm*
    Warum gehen wir rückwärts in der Schweiz?
  • Pro Hater 18.12.2019 18:04
    Highlight Highlight Frauen in die Armee, dann ist das "Zu wenig AdA" mimimi vom Tisch.
  • Cedi169 18.12.2019 18:02
    Highlight Highlight Beschlossen ist noch nichts

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