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Lawinengefahr: Berninalinie geschlossen, Arosa/Chur wieder frei – und es schneit weiter



Die Sonne geht auf ueber Punt Muragl und Pontresina im Engadin, Luftaufnahme aufgenommen anlaesslich des Engadiner Skimarathons am Sonntag, 8. Maerz 2015, ueber Punt Muragl. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Pontresina im Winter (Archivbild). Bild: KEYSTONE

Der Schneefall macht dem Bahnbetrieb in der Schweiz weiter zu schaffen - insbesondere im Engadin. Wegen Lawinengefahr fällt etwa der Bernina Express der Rhätischen Bahn (RhB) aus.

Die Berninalinie ist zwischen Pontresina und Poschiavo aus Sicherheitsgründen nach wie vor geschlossen. Zwischen Pontresina und Poschiavo verkehren Bahnersatzbusse, wie die Rhätischen Bahnen am Montag gegen Mittag mitteilten. Die Passstrasse konnte geöffnet werden. Wie lange die Einschränkungen dauern, war unklar.

Hier die aktuellen Zustände der Strassen im Bündnerland:

Bild

7. Dezember 2020, 13:40 Uhr. Bild: strassen.gr.ch

Wieder freigegeben werden konnte die Arosalinie. Sie war am frühen Sonntagabend aufgrund des starken Schneefalls zwischen Chur und Arosa eingestellt worden. Zwischen Chur und Litzirüti verkehren Züge und zwischen Litzirüti und Arosa sind Bahnersatzbusse im Einsatz. Grundsätzlich habe sich die Lage auf dem Netz wieder verbessert, Reisende sollten aber weiterhin mehr Zeit einrechnen, schrieben die Rätischen Bahnen vor dem Mittag.

Rekord-Niederschläge in Österreich

Auch in Österreich hat es über das Wochenende stark geschneit. Einige Wetterstationen in Oberkärnten und Osttirol verzeichneten von Freitag bis Sonntag sogar binnen drei Tagen soviel Niederschlag wie noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen. Im Kärntner Lesachtal fielen bis zu 370 Liter Niederschlag auf den Quadratmeter. In Osttirol galt am Montag die zweithöchste Lawinenwarnstufe vier. Auch weiterhin sei die Gefahr von sehr grossen Lawinen an steilen Grashängen zu erwarten, erklärten die Experten. Schulen und Kindergärten blieben wegen der Lawinengefahr in Teilen Tirols und Kärntens am Montag zu.

Gemäss SRF Meteo kommt der Süden nicht zur Ruhe. Speziell im Tessin und Misox, später auch im Oberengadin gebe es vermehrt Schneeschauer. Die Schneefallgrenze liegt dort aktuell bei 500 bis 800 Metern. Noch unterbrochen ist die Linie zwischen Camedo TI und Domodossola (IT). Dies wegen eines umgestürzten Baumes.

Schnee ohne Ende

In einigen Gebieten des Tessins, in Südbünden und im Engadin fiel der Schnee seit dem frühen Freitagmorgen fast ohne Unterbruch, wie SRF Meteo am Sonntag mitteilte. Teilweise ging der Schnee in Regen über.

In Airolo wurden am Sonntagmorgen nochmals 53 Zentimeter Neuschnee gemessen, und die Gesamtschneehöhe wuchs auf 105 Zentimeter. Auch in den angrenzenden Gebieten im Norden, so im Urserental, im Urner Reusstal, im Goms, im Haslital und bis ins Engelbergertal fiel viel Schnee.

(jaw/sda)

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