Schweiz
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ZUR MELDUNG, DASS ZWEI SCHWEIZER KAMPFJETS AM DIENSTAGMORGEN UM 8:30UHR EIN FLUGZEUG DER ISRAELISCHEN GESELLSCHAFT EL AL AN DER SCHWEIZER GRENZE BEI SCHAFFHAUSEN WEGEN EINER BOMBENDROHUNG ABGEFANGEN HABEN, STELLEN WIR IHNEN AM DIENSTAG 5. JULI 2016 FOLGENDES ARCHIVBILD ZUR VERFUEGUNG. - The FA-18 jet of the Swiss air force during a flight show of the Swiss air force in Axalp, Switzerland, Wednesday, October 13, 2010. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Der F/A-18 hat bald ausgedient. Bild: KEYSTONE

Die sechs wichtigsten Fragen und Antworten zur Kampfjet-Abstimmung

Den Gripen versenkte das Volk 2014. Nun stimmt die Schweiz am 27. September erneut über neue Kampfjets ab. Warum könnte die Abstimmung heute anders ausfallen? Und woran könnte sie wiederum scheitern? Das sind die wichtigsten Argumente für und gegen den Kauf.

lucien fluri / ch media



Warum braucht die Schweiz neue Kampfjets?

Die Lebensdauer der heutigen Kampfjets läuft spätestens 2030 ab, so die Armee. Um rechtzeitig Ersatz zu haben, müsse jetzt die Beschaffung neuer Jets in die Wege geleitet werden, heisst es aus dem Verteidigungsdepartement (VBS).

Die im Einsatz stehenden 30 F/A-18-Flugzeuge wurden 1996 beschafft, die 26 Tiger F-5 1978. Abgestimmt wird über den sechs Milliarden Franken teuren Beschluss, nachdem die Gruppe für eine Schweiz ohne Armee das Referendum ergriffen hatte. Unterstützt wird sie von SP und Grünen.

Was kosten die neuen Kampfjets?

Das ist eine Frage, die schon jetzt heftig umstritten ist. Budgetiert sind für den Kauf maximal sechs Milliarden Franken. Dafür erhält die Schweiz 30 bis 40 neue Kampfflugzeuge. Wie viele es genau sind, hängt davon ab, welches Flugzeug schliesslich gekauft wird.

Die Gegner neuer Jets sprechen von Kosten von 18 bis 24 Milliarden Franken. Sie rechnen nämlich auch die Betriebs- und Unterhaltskosten während der Lebensdauer der Flugzeuge mit ein.

Während die Gegner überzeugt sind, dass das Geld besser im Gesundheitswesen oder bei der Prämienverbilligung eingesetzt würde, betont die Armee: Das Geld sei im Budget und würde sonst anderweitig für die Armee verwendet. 60 Prozent des Kaufpreises sollen zudem über Gegengeschäfte an die Schweizer Wirtschaft zurückfliessen.

Die Schweiz will 30 bis 40 Jets kaufen. Reicht dies für den Ernstfall?

Nein. Damit wäre die Schweiz im Ernstfall nicht genügend gerüstet. Aus militärischer Sicht bräuchte es mehr Jets, sagte Luftwaffen-Chef Bernhard Müller im «Blick». Die Zahl 30 bis 40 sei ein Kompromiss, der von finanziellen Notwendigkeiten geprägt sei.

Denn auch in anderen Bereichen der Armee sei der Erneuerungsbedarf gross, auch dort benötige man Geld. Die Jets würden im Konfliktfall in erster Linie verhindern, dass fremde Parteien einen Konflikt über dem Schweizer Luftraum austragen, sagt Armeechef Thomas Süssli.

Dass Gegner über Wochen die Schweiz aus der Luft angreifen würden, sei dagegen «kein realistischer Anhaltspunkt», so Süssli in der «Schweizerischen Militärzeitschrift». «Dafür wäre eine Flotte von mehr als 100 Flugzeugen nötig.»

Welches Modell kauft die Schweiz?

Das steht noch nicht fest. Derzeit – und noch bis nach der Abstimmung – evaluiert der Bund die möglichen Flugzeuge.

Zur Auswahl stehen vier Modelle: Die «Rafale» aus Frankreich, der «Eurofighter» aus Deutschland sowie je ein Modell der US-Hersteller Lockheed-Martin und Boeing. Dass zuerst über den Kredit abgestimmt und erst dann das Modell ausgewählt wird, dürfte auch eine Lehre aus dem verlorenen Gripen-Abstimmungskampf sein.

Es ging damals weniger um die grundsätzliche Frage, ob Kampfjets beschafft werden sollen, sondern direkt um das Modell selbst. Die Kampfjet-Gegner warnen allerdings, dass der Stimmbürger bei einem Ja die Katze im Sack kauft. Skepsis besteht etwa gegenüber amerikanischen Modellen und der damit drohenden Abhängigkeit von den USA.

Warum wehren sich die Gegner?

Sie halten die sechs Milliarden für eine Luxuslösung und möchten leichtere, umweltfreundlichere Jets. Die Kampfjet-Gegner sind überzeugt: Rund ein Dutzend leichtere Jets würden genügen, um den luftpolizeilichen Dienst sicherzustellen.

Dies ist nämlich ebenfalls eine wichtige Aufgabe der Armee: Sie fliegt Einsätze, wenn sich nicht identifizierbare Flugzeuge im Schweizer Luftraum befinden oder Flugzeuge in Notlage sind. Leichtere Jets wären aus Sicht der Armee dafür zu wenig schnell.

Was passiert, wenn das Volk Nein sagt?

Laut der Armee geht es um «Sein oder Nichtsein der Luftwaffe» für die Zeit nach 2030. Für die Kampfjet-Befürworter würde ein zweites Nein nach dem Gripen den Verteidigungsauftrag generell in Frage stellen.

Die Jet-Gegner dagegen sähen ein Nein als Chance für ein neues Projekt, das sich auf günstigere Flugzeuge konzentriert, die insbesondere den luftpolizeilichen Dienst sicherstellen können.

Volksabstimmungen vom 27. September 2020
Im September stimmt die Schweiz über die Begrenzungsinitiative, den Gegenvorschlag zum Vaterschaftsurlaub, über höhere Kinderabzüge und über das Jagdgesetz ab. Über die Beschaffung neuer Kampfflugzeuge kommt es zur Abstimmung, nachdem das Referendum zustande kam.
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Diese vier Kampfjets sind in der engeren Auswahl

Was würde ein Kind mit acht Milliarden kaufen?

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    Alle Leser-Kommentare
  • LURCH 07.08.2020 12:55
    Highlight Highlight Es braucht weder diese Geld- noch diese Spritverdunster, die pro Flugstunde mindestens 12 Tonnen CO2 produzieren und Unsummen von Steuergeldern in einem schwarzen Loch verschwinden lassen!
    Daher ein klares NEIN am 27. September zu diesen Prestige-Flügerlis für Aerophile.
    Benutzer Bild
  • Der Hund muss schnell raus! 06.08.2020 11:23
    Highlight Highlight Korrigiert mich wenn ich falsch liege, aber für was braucht die Schweiz ein Mach2 Flugzeug?
    Wir sind klein, wirklich Klein!
    Und bei Mach 2 gibt es keine Luftkämpfe, geht nicht. Dafür muss man enge Kurven und Ausweichmanöver machen können. Würde ich bei der Geschwindigkeit nicht Probieren. Sonst müsste ja auch ein Formel1 Auto bei Vollgas durch eine Haarnadelkurve fahren können!
    Nein die Flugzeuge brauchen kein Mach 2, aber die Raketen der Flugzeuge. Also passt der SP Vorschlag.
  • Goblin Johnson 06.08.2020 06:50
    Highlight Highlight "...möchten leichtere, umweltfreundlichere Jets."

    Sowas?

    Nein wirklich. Liebe gegner, dann macht doch ernstgemeinte und richtige (technisch, preislich, zwischenpolitisch etc berücksichtigt) gegenvorschläge, die ihr dann der armee vorbringt.
    Ich finde man kann sich nicht gegen etwas stellen und keine ahnung haben. Ich selbst habe keine ahnung und vertraue dem armeestab, dass er sich für den richtigen flieger entscheidet.
    Benutzer Bild
  • Schneider Alex 06.08.2020 06:11
    Highlight Highlight Und wenn ein feindlich gesinntes Flugzeug in den Luftraum einfliegt? Wenn ein von Terroristen gekapertes Passagierflugzeug in letzter Minute gezielt auf ein Terrorismusziel gesteuert wird? Wie ist hier der Ablauf geregelt? Wenn da mehrmals gewarnt und rückgefragt wird, verpasst man doch das zeitgerechte Eingreifen.
    Hätte etwa die Zeit gereicht vom Erkennen des gekaperten Passagierflugzeugs in Richtung Twin Towers bis zum Befehl zum Aufstieg eines Kampfjets, zur Rücksprache mit dem Präsidenten, zum Entscheid, ein Passagierflugzeug abzuschiessen?
    • DemonCore 06.08.2020 11:45
      Highlight Highlight Ja, die Szenarien werden geübt und es gibt festgelegte, gesetzeskonforme Abläufe.
  • Makatitom 06.08.2020 00:53
    Highlight Highlight Es gibt nur eine wichtige Antwort und die ist ein wuchtiges NEIN am 27.9.
    • DemonCore 06.08.2020 11:44
      Highlight Highlight Anders herum: Es gibt nur eine richtige Antwort und die heisst JA!

      Für Sicherheit, für unsere Verfassung, nein zu Hippie-Experimenten in einer Welt, die gefährlicher geworden ist!
  • Mülltonne 06.08.2020 00:30
    Highlight Highlight Wenn mann die eigne Armee nicht im Lande hat dann die Fremde.

    Interessant wäre doch zu wissen wie viele Einsätze die Luftwaffe in einem Jahr fliegt?

    Unser Land lebt schon lange von Sicherheit, gespaart wurde selten. Wenn ich mich an die Geschichten richtig erinnere. Falsch war es wohl nie wenn wir und heute die Schweiz ansehen. Wiso das aufgeben ?

    Ich denke auch das ein Luftangriff auf die Schweiz das kleinste Risiko ist. Aber wenn wir uns unsere Welt anschauen ist leider nichts mit frieden und ein Risiko besteht immer, für mich ist es besser darauf vorbereitet zu sein.

  • Ökonometriker 05.08.2020 23:26
    Highlight Highlight Mich würde die diplomatische Dimension dieses Geschäfts interessieren... dringt da etwas nach aussen? Je nach Modell wird sich ein anderes Land freuen... hier geht's über die Jahre um stattliche Beträge.
  • Ueli der Knecht 05.08.2020 23:01
    Highlight Highlight "Damit wäre die Schweiz im Ernstfall nicht genügend gerüstet. Aus militärischer Sicht bräuchte es mehr Jets, sagte Luftwaffen-Chef Bernhard Müller im «Blick»."

    Zu glauben, die schweizer Armee könne die Schweiz im Ernstfall erfolgreich verteidigen, ist eine Illusion. In einem Ernstfall lässt sich die Lufthoheit über der Schweiz nicht sicherstellen. Im Gegenteil. Der Versuch würde die Schweiz in Gefahr bringen (auch Guisan hat im 2. Weltkrieg die Luftwaffe gegroundet).

    "Laut der Armee geht es um «Sein oder Nichtsein der Luftwaffe» für die Zeit nach 2030."

    Ich plädiere ganz klar für Nichtsein.
  • Jonaman 05.08.2020 22:41
    Highlight Highlight Solange die Armee die Verteidigungspflicht des Landes hat und der Luftraum nicht explizit ausgeschlossen ist, braucht die Schweiz eine kampffähige Luftwaffe.
    Ohne neue Flugzeuge kann die Armee diese Verfassungspflicht nicht wahrnehmen.

    Da stellt sich nicht die Frage, was sie denn tun soll, wenn sich zwei Länder über schweizer Luftraum bekämpfen. Sie müssen
    • Der Hund muss schnell raus! 06.08.2020 11:12
      Highlight Highlight Sorry, das ist noch Denken aus dem WWII oder aus dem Film TopGun!
      Heute schiessen diese Dinger Raketen ab und drehen ab. Die Kampfflugzeuge müssen nicht mal im Luftraum sein. Und was macht man wenn Raketen durch Unseren Luftraum jagen. Abschiessen geht nicht?
      Also echt einen Luftkampf über der Schweiz, ich lach mich Schlapp! Klingt echt nach Argumentation Notstand!
      Es gibt einen Spruch: Generäle bereiten immer den Letzten Krieg vor, nie den den es tatsächlich gibt.
      Heisst, Generäle Planen immer mit der Strategie des Letzten Krieges als den WWII und vergessen gerne die Militärische Fortschritte
  • _kokolorix 05.08.2020 21:50
    Highlight Highlight Die Armee soll doch bitte mal klipp und klar sagen, was sie mit den Jets erreichen will. Die Erfahrungen der letzten Jahrzehnte zeigen eindeutig, dass die Luftwaffe eines Verteidigers innert wenigen Stunden ausser Gefecht gesetzt wird, wenn dieser nicht mit einer grossen Zahl von Flugzeugen einen Konterangriff führen kann, wie es die Israelis taten. Alle anderen wurden am Boden zerstört. Ob Serbien, Syrien, Libyen, Argentinien oder Libanon, überall dort war die Luftwaffe völlig nutzlos.
    Für Luftpolizei-Aufgaben würden auch F16 völlig ausreichen, die sind schnell, robust, erprobt und günstig.
    • Emil Eugster 06.08.2020 01:07
      Highlight Highlight Ein realistische Szenario von den Kampfjet-Befürwortern zu bekommen, das können sie vergessen. Danach habe ich schon seit Jahren viele Male in den betreffenden Foren gefragt und noch nie eine Antwort bekommen.
      Der Grund dafür ist einfach. Es gibt kein sinnvolles Szenario in dem solche Flugzeuge vorkommen.
      Alles was solche Kampfflugzeuge können ist einen anderen Staat zu überfallen, zu überraschen.
      Soll die Schweizer Luftwaffe nun wirklich OE, DE, LI, FR oder IT überfallen?
    • DemonCore 06.08.2020 11:41
      Highlight Highlight Die Grundlagendokumente der Schweizer Sicherheitspolitik, Sipol B und Armeebericht sind öffentlich zugänglich auf der Website des VBS.
    • Knacker 06.08.2020 12:33
      Highlight Highlight @Emil, sinnvolles Szenario oder nicht, Verteidigung des schweizer Luftraums ist eine Aufgabe der Armee, entweder man gibt der Armee das nötige Material dazu oder man streicht diesen Aufgabe ganz offiziell.
    Weitere Antworten anzeigen
  • helfi 05.08.2020 21:34
    Highlight Highlight Hmm. Habe so einige Kommentare gelesen und bin mir unsicher wohin die Abtimmung wohl gehen wird.
    Meiner Meinung nach braucht es diese Fliegerli nicht. (Wohlverstanden, habe meine Armeedienste bis zu Ende geleistet, und nein nicht vor 30 Jahren). Wofür eine Flugraumabsicherung? Bitte schön... Wir leben im Jahr 2020! Da würde es potentiell mehr Sächeli geben in der Armee... Die wo es wissen, wissen was ich meine
  • Sir Konterbier 05.08.2020 21:09
    Highlight Highlight Also die SP fordert „leichte Kampfflugzeuge“ vom Typ leonardo-346 aus italien.

    Gemäss Wikipedia ist die Höchstgeschwindigkeit (aufgerundet) 1100 km/h damit nicht wesentlich schneller als ein Passagierflugzeug.

    Also entweder macht man dann einen 24h Pikett auf 40 Flughäfen in der Schweiz um rechtzeitig an Ort und Stelle zu sein oder wir verpassen zu 95% wenns irgendwo heiss wird.

    Das kann doch nicht im Ernst von einer Bundesratspartei kommen...? Dann lieber ehrlich sein und gestehen dass man die Kampfjets nicht will und bereit ist, dadurch ein Risiko einzugehen.
    • Elmas Lento 05.08.2020 22:56
      Highlight Highlight Die meisten Passagierflugzeuge habe eine Reisegeschwindigkeit von um die 800km/h und erreichen eine maximale Geschwindigkeit von um die 900km/h. Für die meisten Aufgaben (Routinekontrollen) würde also eine Geschwindigkeit von 1100km/h ausreichen, in speziellen Fällen wäre es aber knapp. Etwas mehr würde sicher nicht schaden, aber ein Mach 2+ Flugzeug braucht es da nicht.
    • Ueli der Knecht 05.08.2020 23:12
      Highlight Highlight Der Luftpolizeidienst muss sowieso in enger Abstimmung mit den Nachbarländern und der zivilen Luftraumüberwachung erfolgen. Luftpolizeidienst-Interventionen dürfen auch grenzüberschreitend sein. Es gibt auch regelmässig bi- und trinationale Übungen und Einsätze (zB. am WEF).

      In diesem Sinne sind die SP-Vorschläge nicht schlecht. Sie schonen das Haushaltsbudget erheblich, ohne dass die Funktionen der Luftpolizei gemindert würden.

      Die weitaus meisten luftpolizeilichen Dienste sind ohnehin keine Notfall-Interventionen sondern gut vorbereitete Sicherheitsmassnahmen (zB. für diplomatische Flüge).
    • Lowend 06.08.2020 12:32
      Highlight Highlight Warum wird dann eine F-35 getestet, die nachweislich nicht für Abfangmissionen im Überschallbereich konzipiert ist und die aus strukturellen Gründen auch nur kurzfristig Mach 1+ überschreiten darf und zudem bei Gewitter wegen der empfindlichen Bordelektronik nur bedingt eingesetzt werden kann?

      Da ist die kleine Leonardo 346 sogar das geeignetere Flugzeug und sogar die Patrouille Suisse hätte mehr Freude an dieser flinken Maschine, als an einem Klotz wie dem Tarnkappenbomber F-35.

      https://www.popularmechanics.com/military/aviation/a32304032/f-35-supersonic-flight/
  • Zanzibar 05.08.2020 21:07
    Highlight Highlight Was kostet es eigentlich wenn der Luftpolizeidienst von den Franzosen abgewickelt wird und wir dafür die komplette Luftwaffe auflösen würden? Würde man gar Geld sparen?
    • Ueli der Knecht 05.08.2020 23:14
      Highlight Highlight Vermutlich müssten wir dann den Franzosen ein Atomkraftwerk abkaufen.... oder ein U-Boot für den Bodensee... 😂
    • NotWhatYouExpect 06.08.2020 10:28
      Highlight Highlight @Ueli: XD im Genfersee wollen Sie bestimmt kein zweiten ;) sonst merken wir, dass die Franzosen da schon ein haben was.
    • DemonCore 06.08.2020 11:38
      Highlight Highlight Hat vorallem auch völkerrechtliche Konsequenzen. Die Schweiz wäre substantiell weniger souverän. Auch Frankreich kann den Schutz des Luftraums nicht mit weniger Flugzeugen sicherstellen und unterliegt den selben operationellen, logistischen und Trainigsrealitäten. Die Kosten wären in etwa dieselben.

      In Anbetracht der Tatsache, dass die Schweiz schon super allergisch reagiert auf neue EU Verträge für unsere Wirtschaft, zweifle ich stark daran, dass man im Militär eher bereit ist auf Souveränität zu verzichten.
    Weitere Antworten anzeigen
  • A. von Storch 05.08.2020 19:34
    Highlight Highlight Die USA geben für ein einziges U-Boot schon 6 Mia. aus. Wir müssen die F35 anschaffen und nicht 30-40 sondern mindestens 65. Ansonsten sind wir für den Ernstfall nicht gewappnet. Es gehts um die Sicherheit der Schweiz. Für Corona gibt man Unsummen aus, aber im nächsten Krieg gibts sicher nicht nur ein paar Tausend Tote.
    • Ueli der Knecht 05.08.2020 23:18
      Highlight Highlight "Ansonsten sind wir für den Ernstfall nicht gewappnet. "

      Wir wären auch mit 100 F35 für den Ernstfall nicht gewappnet. Im Gegenteil: Der Versuch, die Lufthoheit zu verteidigen, wäre selbstzerstörerisch, und zwar umso mehr, als die Armee sich zu verteidigen versucht.

      Insofern solltest du nochmal über deine Strategie- und Taktik-Bücher, @A. von Storch.

      Würde die USA die Schweizer Lufthoheit gewinnen wollen, dann würden die F35-Flugzeuge sowieso nicht mehr funktionieren. Selbst wenn wir davon Tausende hätten. Denn die haben US-Software drin, die jede Aktion gegen die USA zu verhindert wird.
    • Blissfully 05.08.2020 23:23
      Highlight Highlight Zu viel Hollywood Filme geschaut???
    • Makatitom 06.08.2020 01:00
      Highlight Highlight Von Revell im Massstab 1 zu 430 kannst du sicher die 65 aus der eigenen Tasche bezahlen. Wir brauchen diese überteuerten Spielzeuge für Sandkastenkrieger NICHT!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Froggr 05.08.2020 19:12
    Highlight Highlight Die Coronakrise sollte eigentlich allen zeigen, dass das Argument „Ach komm es ist so unrealistisch dass wir von der Luft aus angegriffen werden“ kompletter Schwachsinn ist. Das gilt grundsätzlich für jeden Sachverhalt, nicht nur bei den Kampfjets.
    • Ueli der Knecht 05.08.2020 23:23
      Highlight Highlight "es ist so unrealistisch dass wir von der Luft aus angegriffen werden“"

      Es ist nicht unrealistisch, dass wir aus der Luft angegriffen werden, umso mehr wir uns verteidigen würden.

      Unrealistisch ist aber die Vorstellung, dass wir uns gegen militärische Angriffe eines übermächtigen Gegners wie zB. die NATO, die USA oder Russland erfolglreich verteidigen könnten. Das ist reinstes Wunschdenken. Gut für die geistige Landesverteidigung, aber letztlich bloss Illusion.

      Die Schwei lässt sich militärisch nicht verteidigen. Es bleibt ihr nur die Strategie der verbrannten Erde. Und strikte Neutralität.
    • ninolino 06.08.2020 00:02
      Highlight Highlight Die Coronakrise sollte eigentlich allen zeigen, dass es heute deutlich realistischere Bedrohungsszenarien gibt, als die der im kalten Krieg steckengebliebenen Betonköpfe.
    • Makatitom 06.08.2020 01:03
      Highlight Highlight Soso, hat der BöFei die Viren also in Chemtrail gemischt und über der CH gesprüht. Wir haben doch noch funktionierende Jets, weshalb hat das dieLuftwaffe nicht verhindert?
  • tobler-max 05.08.2020 18:42
    Highlight Highlight Die Kampfjets würden einen Blitzkrieg in den Kavernen unbeschadet überstehen, denn ein Angreifer zerstört aus grosser Höhe sämtliche Flugzeugpisten bevor er die Schweizergrenze erreicht. Was wir brauchen ist eine moderne Flug- und Lenkwaffenabwehr. Der Feind ist nicht an der Grenze aufzuhalten. Um ihn aus dem Lande hinauszujagen, benötigen wir hinter jedem Gebüsch Kampfhelikopter, leichte Panzer und eine gut gerüstete Bodentruppe.
    • Ueli der Knecht 05.08.2020 23:29
      Highlight Highlight "Der Feind ist nicht an der Grenze aufzuhalten. Um ihn aus dem Lande hinauszujagen, benötigen wir hinter jedem Gebüsch Kampfhelikopter, leichte Panzer und eine gut gerüstete Bodentruppe."

      Im zweiten Weltkrieg gelang es General Guisan, die Gegner erfolgreich an der Grenze aufzuhalten, indem er die Luftware groundete, und alles schwere Gerät in die Berge verbannte (was er der gutgläubigen Bevölkerung als "Reduit" verkaufte). Seine Armee wäre aber jederzeit in der Lage gewesen, sämtliche wichtigen Infrastrukturen und Industrien zu zerstören, falls feindliche Kräfte die Schweiz besetzen würden.
  • Lowend 05.08.2020 18:36
    Highlight Highlight Kann mir bitte jemand erklären, welche Luftwaffe eines angegriffenen Landes in den letzten 50 Jahren auch nur den Hauch einer Chance gehabt hat, ihre Flugzeuge in die Luft zu bringen, als sie angegriffen wurden?

    Eine Luftwaffe macht nur Sinn für den Angreifer. Für eine Verteidigungsarmee wie die Schweizerische sind solche Jets aber nur sündhaft teure Bodenziele, die meist mit der ersten Angriffswelle in Grund und Boden gebombt werden.

    Also warum braucht die Armee genau solche teuren Superjets ausser für Luftpolizei oder die Partouille Suisse, wo kleinere aber auch reichen würden?
    • DemonCore 06.08.2020 11:31
      Highlight Highlight Israel, mehrfach, Ukraine, Vietnam, Nordkorea.

      Das Argument ist völlig sinnbefreit. Warum sollte ein Waffensystem nur erfolgreich sein wenn es im Angriff eingesetzt wird? Die Waffe hat keine Ahnung ob sie dem Agressor oder dem Verteidiger dient.
    • Knacker 06.08.2020 12:27
      Highlight Highlight "auch nur den Hauch einer Chance gehabt hat, ihre Flugzeuge in die Luft zu bringen, als sie angegriffen wurden?"
      zB die israelische Luftwaffe im Jom Kippur Krieg, sie erlitten zwar starke Verluste, wurden aber nicht bereits am Boden zerstört.
    • Lowend 06.08.2020 12:36
      Highlight Highlight Die letzten 50 Jahre beginnen 1970. Zudem wurde die Ukraine nicht angegriffen, sondern ist das Opfer eines asymmetrischen Krieges der Russen gegen das Land.
  • Abendländer 05.08.2020 18:01
    Highlight Highlight Dann, ja dann liebe Freunde ist die Schweiz nach 2030 Geschichte.
    • Ueli der Knecht 05.08.2020 23:30
      Highlight Highlight Die Schweiz ist doch schon seit 1291 Geschichte.
  • TheKen 05.08.2020 15:45
    Highlight Highlight Mich stört, dass die US Flieger ernsthaft noch in Erwägung sind. Der F35 ist nicht fertig, hat mehr Pannen, das erinnert an den Gripen. Der Fa18 ist jetzt noch länger grösser, das war beim alten schon ein Problem, er wurde für das Meer entwickelt, nicht für die engen Alpentäler.
    • Bärner728 05.08.2020 18:47
      Highlight Highlight Die F-35 ist das einzige Flugzeug der 5. Generation. Alle anderen wurden zwar weiterentwickelt, basieren aber auf Grundlagen aus den 80er Jahren. Wäre sie so schlecht, warum ist sie dann, neben den USA, unter anderem in Italien, UK, Dänemark, Niederlande, Norwegen, Australien, Israel und Japan im Einsatz?
    • Cremetörtchen 05.08.2020 19:04
      Highlight Highlight https://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/passives-radar-deutsche-technik-enttarnt-us-kampfjet-f-35-a-1289333.html
  • MarGo 05.08.2020 15:29
    Highlight Highlight Für die Luftraumsicherung braucht es keine 30 Jets... das ist einfach immer noch meine Meinung dazu. Und etwas anderes werden diese Jets nie machen!
    Auch wenn Trainings, Reparaturen und Services eingerechnet sind, es braucht keine 30 Jets... :)
    Und das Gegenargument für die leichteren, günstigeren Jets, dass "diese zu wenig schnell seien"... Luftlinie einmal durch die Schweiz sind wieviel... schlappe 300km? was brauchen wir da die Schnellsten??
    • DemonCore 05.08.2020 15:55
      Highlight Highlight Ok. Du verstehst offensichtlich nicht was Luftraumsicherung heisst. zB während dem WEF wird der Luftraum der Schweiz gesichert. Dann sind permanent vier Flugzeuge in der Luft und vier am Boden startbereit. Das sind zusammen 8, schon über ein Drittel der angestrebten Flotte.

      Das zweite was du nicht verstehst, ist die Tatsache dass ein kleiner Luftraum schnellere Flugzeuge braucht, weil du weniger Strecke zur Verfügung hast, ein Ziel einzuholen.

      Informiere dich bitte, bevor du abstimmt.
    • Eine_win_ig 05.08.2020 16:06
      Highlight Highlight MarGo: Dann rechnen Sie mir bitte mal vor, wie Sie Trainings, Wartung und 24/7 Luftraumschutz mit weniger als 30 Jets machen.

      Dazu kommen dann noch die Konferenzen. Ich bin auf Ihre Rechnung gespannt.
    • SR 210 05.08.2020 18:05
      Highlight Highlight Kurz bzgl. der Anzahl:
      1/3 der Flotte wird im Normalfall nie einsatzbereit sein. Dies auf Grund von regelmässigen kleineren und grösseren Servicearbeiten.
      Da, auch auf Druck der Politik, die "Bürozeiten" bis Ende dieses Jahres abgeschafft werden, sind 24/7 Jets bereit und zwar Abflugbereit in weniger als 10 min, heisst gewisse Systeme laufen schon. Einmal in Payerne und einmal in Alpnach. Dafür allein werden schon gut 12-18 Jets gebraucht, je nach Modell.
      Dann kommt noch die Ausbildung der neuen und das Training der alten Piloten dazu. Braucht auch wieder Maschinen.
      So ist man schnell bei 30.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Andi Weibel 05.08.2020 15:06
    Highlight Highlight Wenn die Nidwaldner Kantonspolizei 30 Masaratis als Streifenwagen kaufen will, dann muss man nicht Sicherheitsexperte sein, um zu wissen, dass da gewaltig Steuergeld verpulvert wird.
    • DemonCore 05.08.2020 15:14
      Highlight Highlight Was ist deiner Expertise nach denn das Äquivalent von 30 Maseratis bei der Flugzeugbeschaffung?
    • Bärner728 05.08.2020 18:52
      Highlight Highlight Aber auch nur, weil sich die Polizei in der Schweiz bei der Verfolgung von Straftätern an die Geschwindigkeitslimite halten muss. Da reicht auch ein VW Käfer...
    • Tivo 05.08.2020 19:30
      Highlight Highlight Du scheinst andeuten zu wollen, dass die Schweiz eine Luxuslösung ("Maserati") anstrebt, während sich alle anderen Länder um die Schweiz herum mit weniger luxuriösen Flugzeugen begnügen. Tatsächlich setzen aber praktisch alle Länder in Westeuropa genau auf die Flugzeugtypen, die auch in der Schweiz zur Auswahl stehen: F-35 (Niederlande, Belgien, Norwegen etc.), Eurofighter (DE, IT, GB, ESP), Rafale (Frankreich). Um bei deinem Vergleich zu bleiben: Die nidwaldner Kantonspolizei will einfach solche Streifenwagen beschaffen, wie sie auch von allen anderen Kantonspolizeien eingesetzt werden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • NotWhatYouExpect 05.08.2020 15:05
    Highlight Highlight Ja. Sie brauchen neue Flugzeuge um unseren Luftraum zu schützen.

    Es wäre ja schön, wenn dem nicht so wäre aber in dieser Traumwelt leben wir nunmal nicht.

    @Watson: Könntet Ihr mal bitte noch nachfragen wie viele richtige Einsätze Sie pro Tag fliegen?
    • ninolino 06.08.2020 00:09
      Highlight Highlight "@Watson: Könntet Ihr mal bitte noch nachfragen wie viele richtige Einsätze Sie pro Tag fliegen?"

      Mit '...pro Jahrzehnt...' wäre die Frage wohl passender formuliert, dann wären als Antwort vielleicht Zahlen grösser als 1 möglich.

      ... und nein, die WEF-VIP-Eskorten zählen nicht als richtige Einsätze.
    • Makatitom 06.08.2020 01:11
      Highlight Highlight Unter einem richtigen Einsatz für Kampfjets verstehe ich Waffen Einsatz, alles andere istNasewasser, welches auch Pilatusporter meisten können
    • SR 210 06.08.2020 01:48
      Highlight Highlight Hab nur Zahlen für 2018 und bis September 2019 gefunden:

      2018:
      16 "hot missions" (Abfangen von Flugzeugen, welche die Luftverkehrsregeln oder den Schweizer Luftraum in erheblichem Mass verletzt haben, oder aber solchen, die sich in einer Notsituation befinden) und 245 "live missions" (stichprobenartige Kontrolle von ausländischen Flugzeugen, die eine diplomatische Sonderbewilligung für die Passage über Schweizer Hoheitsgebiet haben müssen)

      Bis 2019 bis und mit Mitte September:
      11 "hot missions" und 166 "live missions"
  • Doppelpass 05.08.2020 14:52
    Highlight Highlight Ich verstehe immer noch nicht, wozu die Flugzeuge genau gut sein sollen. Sollte die Schweiz aus der Luft angegriffen werden, muss die Abwehr ja vom Boden ausgehen. "Wenn fremde Parteien im Schweizer Luftraum ihren Konflikt austragen", was tun unsere Jets? Aufsteigen und Handzeichen machen?
    Ich würde es wirklich gerne verstehen.
    • DemonCore 05.08.2020 15:16
      Highlight Highlight Kampfflugzeuge können dazu eingesetzt werden dem Gegner den Luftraum zu verweigern, d.h. andere Flugzeuge zu bekämpfen. Sie können das besser als bodengestützte Waffen, da sie mobil sind, und einen Piloten an Bord haben, der intelligent reagieren kann.
    • Sharkdiver 05.08.2020 18:53
      Highlight Highlight Mit der Bodenwaffen kannst du nur abschiessen nicht warnen und behindern
    • Francis Begbie 05.08.2020 19:27
      Highlight Highlight @demon: „den Gegner“? Ernsthaft?
      Luftpolizeidienst mag ja eine glaubwürdige Aufgabe sein, aber das ist doch lächerlich.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Geo1 05.08.2020 14:43
    Highlight Highlight "Das Geld sei im Budget und würde sonst anderweitig für die Armee verwendet."
    Eine brisante Aussage der Armee. Im Klartext heisst das: Entweder man vernachlässigt durch den Kauf der Kampfjets essentielle Schutz- und Verteidigungsaufgaben, oder man würde bei einer Ablehnung der Jetbeschaffung Geld für Unnötiges ausgeben.
    Der aktuelle Zahlungsrahmen für die Verteidigungsaufgaben läuft übrigens 2024 aus. Ein Grossteil der für die Jets veranschlagten Mittel stünde demnach ganz grundsätzlich zur Disposition, nicht nur im Rahmen des Armeebudgets.
    • RDC 05.08.2020 18:45
      Highlight Highlight Was ist daran brisant?
      Ganz Europa vernachlässigt seit zwei Jahrzehnten die Verteidigungs-Ausgaben.
    • Froggr 05.08.2020 19:10
      Highlight Highlight Fazit: Die Armee hat zu wenig Geld zur Verfügung. Oder was wollen Sie mit Ihrer Aussage bezwecken?
    • Geo1 05.08.2020 22:38
      Highlight Highlight Die Armee hat für die Erfüllung ihrer Aufgaben genau so viel Geld zur Verfügung, wie es der Souverän als nötig erachtet. Wenn nun der Souverän findet, dass sie für eine ihrer Aufgaben weniger Geld bekommen soll, woher nimmt sie die Rechtfertigung, dieses Geld anderweitig einzusetzen?
  • dbass20 05.08.2020 14:43
    Highlight Highlight Danke für diesen objektiven Artikel.👍
    Seit der ersten Abstimmung ist scheinbar jeder zu einem Aviatik-Experten befördert worden und kann somit auch belegen, dass seine Hobbydrohne diese Überwachungstätikgeit ebenfalls ausführen kann.😅
    Für mich fehlt hier noch die Information, woher diese 6Mia kommen, dann würde vielen klar, dass dieses Geld nicht einfach umverteilt werden kann.
    • RicoH 05.08.2020 19:36
      Highlight Highlight Sag mir doch einfach, warum das Geld nicht umverteilt werden kann. Budgets sind immer verhandelbar und kein institutionelle Grösse – auch wenn das immer wieder als Argument beim Militär auftaucht.
    • K1aerer 05.08.2020 21:26
      Highlight Highlight @RicoH weil das Budget bis 2024 gilt! Daher bleibt das Geld im der Armee und wenn man in der Armee war, weiss man auch, wie sie das Geld ausgibt. Ansonsten dürfte man nach dieser Logik auch Umverteilung vom Sozialwesen, Bildung etc. zulassen.
    • Froggr 05.08.2020 22:52
      Highlight Highlight RicoH: Genau. So wie das Budget für die Entwicklungshilfe extrem verhandelbar ist mit den extremen Befürwortern.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hugo Hugentobler 05.08.2020 14:42
    Highlight Highlight Wer braucht schon die Kontrolle über seinen Luftraum? Ist ja alles gut und friedlich. Ich brauche eigentlich auch keine Krankenkasse mehr zu zahlen. Ich bin ja gesund. Und mein Auto muss ich auch nicht versichern. Ich und alle anderen können ja gut Fahren und das ändert sich auch nicht so schnell.
    • Doppelpass 05.08.2020 17:38
      Highlight Highlight Die Kontrolle des Luftraums geschieht durch Radar. Die Verteidigung durch bodengestützte Flugabwehr. Das sind quasi Krankenkasse und Versicherung.
      Ein Kampfflugzeug ist so ähnlich, wie wenn Du Dir zum Einbruchschutz eine alte Kanone in den Garten stellst.
    • Fandall 05.08.2020 17:58
      Highlight Highlight Wenn's nach dir geht sollte man also an der Grenze überall Boden-Luft Raketen aufstellen? Na das würden unsere Nachbarn sicher gern sehen...
      Die Beobachtung des Luftraums geschieht mit dem Radar, kontrollieren kann man damit aber nix, sieht man jedes Jahr während dem WEF.
    • SR 210 05.08.2020 18:07
      Highlight Highlight @Doppelpass: Wollen sie mit einer Boden-Luft Rakete etwa nicht identifizierte Flugzeuge oder Flugzeuge mit Funkverlust identifizieren? Oder bspw. beim WEF gleich alles abschiessen was den Luftraum verletzt, weil ein österreichischer Renter mal wieder vergessen hat, dass der Luftraum gesperrt wurde?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Wenzel der Faule 05.08.2020 14:41
    Highlight Highlight "...fremde Parteien einen Konflikt über dem Schweizer Luftraum austragen"

    Wollen sie denn gleich beide Parteien abschiessen oder mit ihren neuen Jets zwischen den beiden Parteien menschliches Schutzschild spielen?
    Dieses Szenario ist wohl genauso unwahrscheinlich wie eine Wochenlanger Beschuss aus der Luft.

    Also Nein! Brauchen wir nicht.
    Lass uns an der altbewährten Strategie festhalten und allen Parteien in den Arsch kriechen damit sie uns in Ruhe lassen.

    Eine Kostengünstige paramilitärische Spezialeinheit namens "braune Zunge" würde uns am ehesten retten.
  • Domimar 05.08.2020 14:41
    Highlight Highlight Ich finde, die Schweiz sollte an ihrer Wehrhaftigkeit arbeiten. Meinetwegen dürften es auch die 100 Kampfjets sein. Meine Meinung, akzeptiert sie oder nicht, ist Euch überlassen.

    Egal wie man es dreht und wendet. Ob die Schweiz nun ein Hort der einsamen Glückseligkeit bleiben soll oder ob die Schweiz Teil von etwas grösserem wird, spielt dabei keine Rolle. Im ersten Fall soll die Souveränität gewährleistet werden, im zweiten Fall soll dadurch unser Beitrag an das Grössere geleistet werden.
    • ThisNameWasTaken 05.08.2020 17:45
      Highlight Highlight Souveränität ist was für Supermächte. Aber ja, das haben noch nicht alle bemerkt.
  • [CH-Bürger] 05.08.2020 14:40
    Highlight Highlight Die Schwierigkeit der Argumentation zeigt die Grenzen unserer Demokratie.

    Ich bin gespannt, welches Modell die Gegner meinen, wenn sie von "leichteren + unweltfreundlicheren Jets" sprechen...

    Ich masse mir auch nicht an, der Kantonspolizei vorzuschreiben, welchen Autohersteller sie zu berücksichtigen hat. Oder wieviele Fahrzeuge sie kauft. Und wie deren Ausstattung aussieht.

    Ich will nur die Leistung - nämlich die Sicherheit!
    • Der Hund muss schnell raus! 05.08.2020 14:57
      Highlight Highlight "Ich will nur die Leistung - nämlich die Sicherheit!"

      Sorry, das klingt nach schlimmsten Stammtisch gelabber!
      Was bringt mir es wenn ich 100 solche Flugzeuge Kaufe aber die Selbe Partei die immer nach Sicherheit schreit, wie im Kanton Luzern um Steuern zu Senken bei der Polizei Spart und den Personal Stand Reduziert! Das ist die Sicherheit die wir spüren und brauchen. Aber dafür hat man kein Geld. Aber diese 40 Flugzeuge geben mir null Sicherheitsgefühl!
      P.S. im Kt. Luzern hat die SP, Grünen, GLP und CVP die Reduktion verhindert. Die FDP war bereit das zu Unterstützen!
    • wasps 05.08.2020 15:27
      Highlight Highlight Innere Sicherheit wird am Gescheitesten durch Investitionen in Bildung und Forschung bzw. in zukunftsträchtige Arbeitsplätze sichergestellt. Kriegerische Auseinandersetzungen, in denen die Schweiz involviert ist, wird es auch künftig nicht geben. Es sei denn, Europa ist im Krieg. Kommt es soweit, ist eh finito, da nützen uns die Flugis dann auch nichts mehr.
    • bruuslii 05.08.2020 15:39
      Highlight Highlight ch-bürger, das sehe ich ähnlich, aber etwas differenzierter. es braucht klare rahmenbedingungen, die auch kommuniziert werden.

      mMn soll die auswahl auf europäische produkte begrenzt werden.

      1. weil ich der usa keinen milimeter vertraue (gilt auch für andere grossmächte ausserhalb europas)

      2. weil europa zwangsläufig im ernstfall unser nächster partner sein wird.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Psychonaut1934 05.08.2020 14:31
    Highlight Highlight Die Schweiz hat internationale Flughäfen und Luftwege, die Schweiz ist verpflichtet für einen sicheren Luftraum zu sorgen. Wenn wir keine Luftwaffe mehr besitzen, gibt es nur zwei Möglichkeiten. 1. Die ganze Luftfahrt inklusive Flughäfen einstellen oder 2. Der Luftraum wird durch eine fremde Luftwaffe geschützt. Keine Ahnung ob diese Option besser ist.
    • tobler-max 05.08.2020 18:20
      Highlight Highlight Ganz Europa ist militärisch und zivil radarmässig vernetzt. Ein über die Schweiz fliegendes nicht angemeldetes Flugzeug wird längstens von umliegenden Radarstationen erfasst, und in Kürze findet man auch heraus, woher es kommt. Was soll denn jetzt die Luftpolizei machen? Eine Passagiermaschine abschiessen, oder einfach ein Föteli eines Transporters der US Air Force, der in geheimer Mission unterwegs ist? Zur Landung kann niemand gezwungen werden, der nicht einverstanden ist.
    • RicoH 05.08.2020 19:43
      Highlight Highlight Ja stimmt: aktuell kreisen immer mindesten 3 Kampfjets über den Flughäfen um die Sicherheit zu gewährleisten 🤦‍♂️
    • Elmas Lento 05.08.2020 19:49
      Highlight Highlight Dritte Option: Neue Ausschreibung mit dem Fokus auf die Aufgaben der Luftpolizei ohne das ganze "ein bisschen Krieg müssen sie auch können".
      Diesen Weg konsequent durchziehen und die Armee auflösen da eine Armee ohne Lufthoheit nutzlos ist. Das freigewordene Geld sinnvoller einsetzen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • N. Y. P. 05.08.2020 14:19
    Highlight Highlight Die Gegner wollen Pappflieger für den Luftpolizeidienst kaufen. Und sie wollen umweltfreundliche Jets. Im Cockpit soll es auch noch für Tomatenstauden Platz haben.

    Ich denke, wir sollten Kampfjets beschaffen, die diesen Namen verdienen. Bei den Kampfjets sollte relevant sein, ob sie was taugen und nicht, ob sie ein Biozertifizat bekommen, wegen minimen Spritverbrauchs.
    • Fandall 05.08.2020 18:02
      Highlight Highlight Ja, kaum würden die "leichteren und umweltfreundlicheren" Jets gekauft, würde die Gsoa kritisieren dass die Flieger nicht das können was von Ihnen verlangt wird...
    • RicoH 05.08.2020 19:43
      Highlight Highlight Und für was genau willst du sie einsetzen?
    • N. Y. P. 05.08.2020 23:20
      Highlight Highlight @RicoH

      Ich kann nicht in die Zukunft sehen.

    Weitere Antworten anzeigen
  • DemonCore 05.08.2020 14:15
    Highlight Highlight Ohne Jets keine Luftwaffe, ohne Luftwaffe keine Armee. So einfach ist das.

    Die Armee ist die einzige Reserve auf Bundesebene für alle möglichen Fälle. Von Pandemie, Überschwemmung, Terror, Unruhen, Flüchtlingswellen bis zu Katastrophen, nahen und fernen grossen und kleinen Kriegen haben wir fast nichts ausser der Armee. Sie auf's Spiel setzen können nur völlig verantwortungslose Mitbürger, die die Welt gerne brennen sehen.
    • Andi Weibel 05.08.2020 17:43
      Highlight Highlight Die Armee ist die Reserve für eine Pandemie?

      Warum hat sie dann quasi alle Notspitäler eingemottet? Und wie sollen Kampfjets gegen "Pandemie, Überschwemmung, Terror, Unruhen, Flüchtlingswellen" genau helfen?

      Verantwortungslos ist es, Milliarden für völlig unrealistische Szenarien zu verscherbeln, die dann zur Bekämpfung der wahren Bedrohungen fehlen.
    • ThisNameWasTaken 05.08.2020 17:48
      Highlight Highlight "Pandemie, Überschwemmung, Terror, Unruhen, Flüchtlingswellen bis zu Katastrophen"?

      Was macht da ein Kampfjet genau?

      "nahen und fernen grossen und kleinen Kriegen"

      So, so, und wann hatten wir mal einen Krieg?
    • Eidg. dipl. Kommentarspalter 05.08.2020 17:57
      Highlight Highlight Und wie retten Kampfjets im Katastrophenfall?

      Ja, die Schweizer Armee braucht Flugzeuge. Löschflugzeuge. Sie helfen gegen die grösste Bedrohung, den Klimawandel.

      Österreich hat übrigens 12 Eurofighter für den Schutz des Luftraums, der zudem grösser als jener der Schweiz ist.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Philboe 05.08.2020 14:10
    Highlight Highlight Danke für eine neutrale Berichterstattung. Bitte ergänzt doch auch dass der Schutz des Luftraumes ein verfassungsmässiger Auftrag der Armee ist. Ein leichteres Flugzeug reicht auch nicht für den Luftpolizeidienst. Das wäre als würde die Polizei auf Smart setzen für eine Autobahnpatrouille. Dass die Kosten hoch sein sollen ist auch klar aber rechnet Ihr den Kaufpreis bei einem Auto oder alle Folgekosten für die nächsten 20 Jahre? Ohne Dach von Oben rollt kein Panzer und läuft keine Infanterie. Somit haben wir keine Luftwaffe brauchen wir auch den Rest nicht mehr auszurüsten.
    • RicoH 05.08.2020 20:05
      Highlight Highlight Also was sagt unser Armeechef Süssli?
      - Gegner greifen nicht über Wochen die Schweiz aus der Luft an.

      Wieviel ist es denn – einen Tag oder zwei, oder etwa eine Woche? Mehrere Wochen schliesst er offensichtlich aus. Woher weiss er das und ist ein Tag mit einem Angriff von 500 Kampffliegern nicht relevant?
      Kurz: das Militär will die Flieger, kann aber nicht wirklich begründen, wieso.

  • Hades69 05.08.2020 14:08
    Highlight Highlight Nein
    - - - > Besinnung
    - - - > Reformation
    - - - > Erkenntnis
    - - - > Abschaffung der Armee
    - - - > Gründung Katastrophen und Bevölkerungsschutz.
    • Fandall 05.08.2020 18:04
      Highlight Highlight Für den Katastrophen und Bevölkerungsschutz ist die Armee ja jetzt schon da (zusammen mit dem Zivilschutz) 🤦‍♂️
    • Glaedr 05.08.2020 20:10
      Highlight Highlight @Hades
      Das Schweizer Volk will eine Armee.
      Was sie also wollen ist nicht das was das Volk dieses Landes will und wir sind nun mal eine Demokratie.
      Nur weil sie die Armee nicht wollen ändern es nichts daran.
      Über diesen Punkt zu sprechen ist einfach nur dämlich.
    • RicoH 06.08.2020 09:55
      Highlight Highlight @ Glaedr

      Woher weisst du, dass das immer noch so ist?
  • De-Saint-Ex 05.08.2020 14:03
    Highlight Highlight Mein Dank an Bernhard Müller... für seine Ehrlichkeit bei der Beantwortung der Frage 3, die eigentlich Bestandteil der Frage 1 sein sollte...
    Jetzt kann ich mit noch viel besserem Gewissen mit NEIN stimmen...
    • [CH-Bürger] 05.08.2020 14:34
      Highlight Highlight @desaint:
      dann wäre Ihr Ansatz eher, dass man sich für den extrem unwahrscheinlichen Maximal-Ernstfall rüsten und die Anzahl auf 100 Flugzeuge erhöhen würde?
    • De-Saint-Ex 05.08.2020 14:49
      Highlight Highlight Wenn eine Analyse ergibt, dass die Schweiz nur ab 100 Flugzeuge eines gewissen Typs sich verteidigen könnte, absolut: Dann könnte ENDLICH mal eine richtige Diskussion stattfinden, ob wir uns eine Verteidigungsarmee leisten wollen oder nicht. Was hier abläuft ist die übelste Form der Vera....ung...
    • Der Hund muss schnell raus! 05.08.2020 14:49
      Highlight Highlight @CH Bürger
      Auch 100 sind doch zu wenig. Es müssen eher 200 bis 300 sein.
      Sagen wir mal Russland kämpft gegen die Nato im Schweizer Luftraum.
      Dann sind 100 Flugzeuge, nichts. 1/3 Kämpft, 1/3 Wartung und 1/3 in Reserve.
      Also was soll man mit 33 Flugzeuge gegen die 200-300 Nato oder gegen die 200-300 der Russen? Da ist man Kanonenfutter. Mehr nicht. Und bei einem Verhältnis von 1 - 10 ist der Kampfeinsatz auch gleich ein Kamikaze Einsatz!
      Also besser wir kaufen 600 Flugzeuge dann traut sich keiner in unseren Luftraum! Aber eben sind wir bereit 90Mia für die Beschaffung auszugeben?
    Weitere Antworten anzeigen
  • insert_brain_here 05.08.2020 13:59
    Highlight Highlight Diese an den Haaren herbeigezogene Argumentation, wenn "fremde Parteien einen Konflikt über dem Schweizer Luftraum austragen" sagt doch schon alles. Das ist so als wenn ich mir eine Panzerfaust kaufen möchte, um kämpfende Nilpferde in meinem Wohnzimmer zu vertreiben, man weiss ja nie...
    • [CH-Bürger] 05.08.2020 14:43
      Highlight Highlight @insertbrain:
      ... und wenn Du im Dezember 2019 gesagt hättest "ich kaufe mir 500'000 Schutzmasken"?
    • insert_brain_here 05.08.2020 15:10
      Highlight Highlight @[CH-Bürger]: Eine globale Pandemie ist ein von so ziemlich allen Experten auf dem Gebiet schon seit vielen Jahren prophezeites Szenario, das allerdings von der Politik stets ignoriert wurde, während ein konventioneller Krieg in Mitteleuropa nur in in den Köpfen eingefleischter Berufsmilitärs möglich ist: Aufgrund von Arbeitslosigkeit kommt es in Deutschland und Frankreich (die verwendeten Phantasienamen fallen mir gerade nicht ein) zu Unruhen wobei die Aufständischen sich militärischer Ausrüstung bemächtigen, einen Krieg anzetteln und beschliessen den in der Schweiz auszutragen. Ganz bestimmt
    • [CH-Bürger] 05.08.2020 15:20
      Highlight Highlight @insert:
      kenne dieses Szenario nicht, es scheint mir ebenfalls sehr unwahrscheinlich...
      aber wer sagt, dass das in 20 Jahren nicht möglich ist?
      oder in 15?
      oder in 10?
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