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FILE - In this March 23, 2010, file photo, installers from California Green Design install solar electrical panels on the roof of a home in Glendale, Calif. The Obama administration is boosting the development of solar and wind energy on public lands. A final rule announced by the Interior Department on Thursday, Nov. 10, 2016, would create a new leasing program on public lands and encourage development in areas where it would have fewer effects on the environment.  (AP Photo/Reed Saxon, File)

Eine Photovoltaik-Anlage wird montiert. Bild: Reed Saxon/AP/KEYSTONE

Kommentar

Nein zum Atomausstieg ist bedauerlich, wird die Energiewende aber nicht stoppen

Warum die Ökorevolution ein knallhartes Geschäft geworden ist und sich die erneuerbaren Energien in diesem Markt über kurz oder lang durchsetzen werden. 



Solarziegel, Powerwalls, Elektroautos: Grün ist im Trend. Seit Elon Musk mit Tesla die Autobranche aufgemischt hat, fallen die etablierten Konzerne übereinander her, um ebenfalls Elektroautos anzubieten. Schweizer Energieunternehmen wollen nicht mehr Strom verkaufen, sondern bieten Dienstleistungen an, wie man sein Haus am besten mit einer Photovoltaikanlage bestücken kann. Den Begriff «Smart Grid» kennt inzwischen jeder Primarschüler.  

Die Energiewende steht längst nicht mehr allein für Umweltschutz und Klimawandel. «Die Ökorevolution ist längst ein knallhartes Geschäft geworden», sagt Claudia Kemfert. Sie ist Ökonomin und arbeitet am Deutschen Institut für Wirtschaftswissenschaften, und sie ist weder grün noch links, sondern Mitglied der CDU.

Alle zwei Wochen geht ein solares Gösgen ans Netz

Solarenergie wird billiger und billiger. Die letzten Zahlen zeigen, dass sie mit der Atomenergie konkurrenzfähig geworden ist. Und sie hat beste Zukunftschancen. Atomkraftwerke sind äussert komplex, risikoreich und schweineteuer. Zudem ist die Entsorgungsfrage noch nicht gelöst und der Rückbau wird sehr viel teurer werden als ursprünglich bilanziert. Kein Wunder also, dass Axpo, Alpiq & Co. ihre Atommeiler lieber heute als morgen dem Staat überlassen würden.  

Weltweit wird punkto Solar- und Windenergie aufgerüstet. Alle zwei Wochen geht ein solares Gösgen ans Netz. Beim Atomstrom hingegen wird unter dem Strich mehr ab- als zugebaut. Die kleinen «Kuschel-Atomkraftwerke», die neuerdings ins Gespräch gebracht werden, dürften sich als unwirtschaftliche Illusion erweisen.  

Atombefürworter haben eine Schlacht gewonnen

Umgekehrt sieht es hingegen bei der Solarenergie aus. Solarzellen werden billiger, Batterien effizienter – und Geräte im Zeitalter des Internets der Dinge effizienter und intelligenter. Das lässt sich leider für die Menschen nicht sagen. Nach wie vor steckt in der Mehrheit der Köpfe die Idee, dass nachhaltige Energie zwar wünschenswert, aber leider viel zu teuer und deshalb schädlich für die Wirtschaft sei.  

Das ist paradox, haben doch die meisten Menschen keine Ahnung, wie viel sie jährlich für Strom ausgeben. Es ist vor allem auch falsch. Nachhaltige Energie stärkt die Wirtschaft. Nochmals Claudia Kemfert: «Durch die neuen Technologien und ihre Produktion entstehen ganze Wirtschaftszweige, die unserer Volkswirtschaft neue Arbeitsplätze und damit zusätzlichen Wohlstand bringen.»  

Mit dem Argument, dass Atomstrom bei einem vorzeitigen Ausstieg durch dreckigen Kohlenstrom ersetzt werde, haben die Gegner der Initiative eine Schlacht gewonnen, mehr nicht. Den Siegeszug der nachhaltigen Energie werden sie nicht aufhalten können. Die wirtschaftliche Logik spricht dafür. Gerade für den Atomstrom trifft das legendäre Zitat des amerikanischen Ökonomen Walter Heller zu: «Dinge, die so nicht mehr weiter gehen können, werden es auch nicht tun.»

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