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Brisant: Der Alarmknopf am Spitalbett, mit dem Patienten um Hilfe rufen können, war in vielen Schweizer Spitälern ausser Betrieb. symbolbild: shutterstock 

Schweizweite Mega-Panne: In zahlreichen Spitälern streikte nach Silvester der Notfallknopf

watson-Recherchen zeigen: In zahlreichen Spitälern konnten Patienten in den letzten Tagen nicht mehr vom Bett aus Alarm schlagen. Das System streikte – und tut dies in gewissen Krankenhäusern bis heute. Es patrouillieren Mitarbeiter auf den Korridoren, Babyphones und Handglocken sind im Einsatz.



Stell dir vor, du liegst im Spital, hast Schmerzen und möchtest das zuständige Pflegepersonal um Hilfe bitten. Du drückst den Notrufknopf neben dem Bett, wartest und wartest – doch es kommt niemand.

Das erlebten in den vergangenen Tagen sicher einige Patienten. Wie Recherchen von watson zeigen, streikte in zahlreichen Schweizer Spitälern ab genau einer Minute nach Mitternacht am 1. Januar das Patientenrufsystem. Betroffen sind die Universitätsspitäler Zürich, Basel und das Inselspital Bern, das Luzerner Kantonsspital, das Kantonsspital Aarau, das Zuger Kantonsspital, ein Standort des Freiburger Spitals HFR sowie vereinzelte Abteilungen der Solothurner Spitäler sowie des Kantonsspitals St.Gallen. 

In gewissen Spitälern ist die Panne mittlerweile behoben. Nicht so am Universitätsspital Basel. Sprecher Thomas Pfluger sagte am Donnerstagnachmittag: «Inzwischen können etwa 80 Prozent der Patienten den Patientenruf wieder verwenden». Auch im Kantonsspital Aarau dauerte die Panne am Donnerstag noch an. 

Software-Fehler ist schuld

Die Krankenhäuser sind in unterschiedlichem Ausmass betroffen. In manchen Abteilungen fiel das ganze Patientennotrufsystem aus. Die Patienten konnten also so oft Alarm schlagen, wie sie wollten, niemand bekam es mit.

Einige Spitäler hatten Glück im Unglück und nicht das ganze System streikte. In diesen Fällen war nur die Ton- und Leuchtfunktion in den Korridoren betroffen. Über die Monitore in den Stationszimmern konnte das Personal theoretisch weiter sehen, wenn jemand das Notfallsystem betätigte.

Schuld ist ein Software-Fehler des Systems, das in einer Vielzahl Spitälern schweizweit im Einsatz ist. Um derartige Vorfälle künftig auszuschliessen, läuft laut mehreren Spitalverantwortlichen derzeit eine detaillierte Untersuchung.

Babyphones im Einsatz

Um die Sicherheit der Patienten zu gewährleisten, baten einige der genannten Spitäler zusätzliches Personal auf. Mitarbeitende patrouillierten auf den Korridoren, um Bedürfnissen und dringlichen Rufen der Patienten beizukommen. 

In vielen Stationen wurden extra die Türen zu den Patientenzimmern offen gelassen. Das Luzerner Kantonsspital hat das «Dispositiv besondere Lagen» (Notfall-/Krisenmanagement) aktiviert. In einigen Fällen schlugen Patienten in Luzern notgedrungen auch per Babyphone Alarm, wie eine Sprecherin mitteilt. Und an den betroffenen Standorten der Solothurner Spitäler erhielten die Patienten Glocken, um nach den Pflegern und Ärzten zu rufen. 

Die Lokalzeitung «La Côte» berichtet von ähnlichen Fällen in der Romandie, namentlich im Lausanner Universitätsspital CHUV und den Spitälern Nyon, Rolle und Morges. Das Pflegepersonal des CHUV wies die Patienten laut der Zeitung an, sicherheitshalber mehr Zeit im Gang zu verbringen.

Trotz der brisanten Situation beschwichtigen die Spitäler gegenüber watson: Es sei zu keinen Zwischenfällen gekommen, die auf die Störung zurückzuführen waren. Die Patienten seien «zu keiner Zeit gefährdet gewesen».

Warst du von der Panne betroffen? Schreib uns auf redaktion@watson.ch

Kein Systemausfall, aber eine «unglückliche Verkettung verschiedener Umstände»:

700'000 Patienten infizieren sich jährlich im Spital

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Stierhatz in Pamplona: 14 Männer im Spital. 

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Stierhatz in Pamplona. 14 Männer im Spital. Selbst schuld!
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