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Liveticker

In Genf werden erneut 1600 Essenssäcke an Arme verteilt



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Liveticker: Corona National 09.05.

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19:58
Erneut über 1600 Essenssäcke an Arme in Genf verteilt
Das Genfer Hilfswerk «Caravane de la Solidarité» hat am Samstag zum zweiten Mal in Folge hunderte von Essenssäcken an Bedürftige verteilt. Die 1683 Taschen mit Essen und Hygieneartikeln reichten dabei nicht aus. Die Spendenaktion soll nächste Woche weitergehen.

Die Stadt Genf als Koordinatorin teilte mit, die Organisatoren der Aktion seien besorgt über die wöchentlich steigende Zahl der Bedürftigen durch die Coronavirus-Krise. Einzelne Menschen hätten in der Eishalle Les Vernets teilweise bis zu sechs Stunden lang in der Schlange gestanden für einen Essenssack.

Die Organisatoren würdigten weiter die Solidarität der Spender. Rund 800 Private hatten am Freitag die Pakete hinterlegt. Die Organisation «Partage», die Lebensmittel an Arme verteilt, stellte zudem rund acht Tonnen Teigwaren, Reis, Öl, Zucker, Konserven und Hygieneprodukte zur Verfügung. In den Taschen wurde auch Hafer, Kakao und Kaffee ausgegeben. Lokale Produzenten steuerten zudem vier Tonnen Frischprodukte in separaten Paketen zur Verfügung. (sda)
17:51
Berset spricht über Contact Tracing und Essens-Warteschlangen
Am kommenden Montag werden einige der Corona-bedingten Einschränkungen aufgehoben. In einem Interview mit den Tamedia-Zeitungen sagte Bundesrat Alain Berset, die Kantone seien in der Pflicht, sich bei der Nachverfolgung von Infektionsketten (Contact Tracing) zu engagieren. Es bestehe ansonsten das Risiko, dass die Schweiz die Kontrolle über die Infektionsketten verliere.

Berset äusserte sich im Interview auch über die Menschen, die in Genf stundenlang fürs Gratis-Essen anstehen mussten. «In solchen Krisen werden traurige Realitäten sichtbar, die sonst verborgen bleiben. Und das ist es: leider eine Realität, auch in unserem Land. In der Schweiz leben gegen 8 Prozent der Menschen in Armut. In dieser Krise trifft es besonders die Sans-Papiers», so Berset.

Die Frage zu einem möglichen Rücktritt beantwortete der Gesundheitsminister nicht: «Die Frage stellt sich für mich so nicht. Ich habe als Bundesrat immer alles gegeben ohne Berechnung. Ich habe mein Privat- und Familienleben nicht teilweise geopfert, bloss um den Titel Bundesrat zu tragen.»
17:33
Überblick zu den Anti-Lockdown-Demos
In mehreren Schweizer Städten haben am Samstag hunderte Personen gegen die Massnahmen zur Verhinderung der Ausbreitung des Coronavirus demonstriert. Die Polizei verzichtete auf die gewaltsame Räumung. Einen Überblick zu den Anti-Lockdown-Demos in Bern, Zürich und Basel gibt es hier.
Anti-Lockdown-Demo am 9. Mai 2020
7 Bilder
Polizisten halten Absperrbänder, um Demonstranten vom Bundesplatz fernzuhalten.
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16:06
Hunderte an verbotener Corona-Demo in Bern – Nause irritiert
Mehrere hundert Menschen haben am Samstag in Bern gegen die Corona-Massnahmen demonstriert. Sie forderten «mehr Eigenverantwortung». Weil viele ältere Menschen, Familien und Kinder unter den Teilnehmern waren, verzichtete die Polizei auf eine gewaltsame Auflösung. Über Lautsprecher forderten die Sicherheitskräfte die Demonstrierenden am Rande des Bundesplatzes und auf dem Bärenplatz mehrmals auf, die Kundgebung zu beenden. Die Durchsagen wurden mit Pfeifkonzerten und Buhrufen quittiert.

Die Polizei beschränkte sich schliesslich darauf, Personen zu kontrollieren und Wegweisungen auszusprechen. «Es wird auch Verzeigungen geben», kündigte der Stadtberner Sicherheitsdirektor Reto Nause an.

Im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Keystone-SDA zeigte er sich «irritiert» über das Verhalten der Demonstrierenden: «Aus epidemiologischer Sicht blutet mir das Herz.» Die Abstandsregel sei missachtet worden, Leute hätten sich umarmt und um die Vorschriften foutiert. Er gehe davon aus, dass es zu Neuansteckungen gekommen sei.

Die Berner Polizei hatte an diesem Samstagmittag den Bundesplatz abgesperrt. Die Kundgebung verhindern konnte sie mit dieser Massnahme aber nicht. Unter der Woche war sie wiederholt gegen Einzelpersonen und Aktivisten vorgegangen, die mit Kartonschildern beispielsweise für mehr Klimaschutz demonstrierten. Die Polizei berief sich dabei auf das «absolute» Versammlungsverbot des Bundes. (abu/sda)
Reto Nause, Gemeinderat und Praesident Casa Segura Bern, spricht an einem Point de Presse, am Montag, 1. Juli 2019, in Bern. Mitte Juni 2017 wurde der Verein CasaSegura Bern gegruendet. Er sorgt für besseren Brandschutz in der unteren Berner Altstadt, indem er Eigentuemerinnen und Eigentuemer von Altstadtliegenschaften beim Einbau und Betrieb eines modernen, funkvernetzten Rauchwarnmelder-Systems unterstuetzt.(KEYSTONE/Peter Schneider)
15:41
Berner Polizei räumt den Bärenplatz
Nachdem Gesprächsversuche seitens der Berner Polizei mit den Corona-Demonstranten nichts brachten, ist nun die Räumung des Bärenplatzes im Gange. Weil beim Wegweisen der Demonstranten die Sicherheitsabstände nicht immer eingehalten werden können, tragen die Einsatzkräfte teilweise Masken.
15:19
Protest auch auf dem Zürcher Sechseläutenplatz
Auch auf dem Sechseläutenplatz in der Stadt Zürich haben sich am Samstagnachmittag über hundert Menschen versammelt und gegen den Lockdown demonstriert. Die Polizei rückte mit mehreren Streifenwagen zum Einsatz aus.

Auf dem beim Bellevue gelegenen Sechseläutenplatz laufe ein entsprechender Einsatz, sagte ein Sprecher der Zürcher Stadtpolizei auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Ansammlungen von mehr als fünf Personen sind gemäss der Covid-19-Verordnung des Bundesrats derzeit nicht erlaubt. Auf dem Sechseläutenplatz versammelten sich schätzungsweise hundert bis zweihundert Personen. Sie forderten unter anderem die Aufhebung der Notstandsmassnahmen. (abu/sda)
14:29
Fachhochschule Westschweiz stellt Nothilfe für Studierende bereit
Fachhochschule Westschweiz (HES-SO) stellt für Studierende, die finanziell von der Corona-Pandemie betroffen sind, Nothilfe im Umfang von 1,7 Millionen Franken zur Verfügung. Finanziert wird sie von den Partnerkantonen Bern, Jura, Neuenburg, Freiburg, Genf, Waadt und Wallis.

Mit der Hilfe solle eine Verschlechterung der finanziellen Situation der Studierenden verhindert und sichergestellt werden, dass sie ihr Studium unter guten Bedingungen fortsetzen könnten, heisst es in einer Medienmitteilung der HES-SO. Zwei Drittel der rund 21'000 Studierenden arbeiteten parallel zu ihrem Studium oft mit temporären und befristeten Arbeitsverträgen.

Studierende, die im Zuge der Corona-Krise ihre Arbeitsstelle verloren haben, können eine vorübergehende monatliche Finanzhilfe von maximal 600 Franken beantragen. Zudem kann Studierenden für die Bezahlung von Arztrechnungen im Zusammenhang mit der Pandemie für sich selbst oder Personen, deren Unterhalt sie bestreiten, eine einmalige Unterstützung von maximal 600 Franken gewährt werden. Möglich ist ausserdem eine einmalige Finanzhilfe von maximal 600 Franken für den Kauf von IT-Material oder -Dienstleistungen, die notwendig sind, um die Lehrveranstaltungen online zu verfolgen. (abu/sda)
14:20
Neuerliche Anti-Lockdown-Demo in Bern
In Bern haben sich erneut mehr als hundert Lockdown-Gegner vor dem Bundeshaus versammelt. Die Polizei forderte die Protestierenden per Lautsprecher auf, sich aufzulösen. Die Antwort war ein gellendes Pfeifkonzert, wie ein Reporter vor Ort berichtete. Viele trugen Transparente mit sich, auf denen Parolen wie «Freiheit Ja - Keine Zwänge» zu lesen waren. Die Polizei war mit einem Grossaufgebot vor Ort. (abu/sda)
13:51
Berset bereitet die Schweiz auf Lockerungen vor
Mit Videos auf Twitter bereitet Bundesrat Alain Berset die Schweiz auf die Lockerungen vom Montag vor. Dabei wird noch einmal erwähnt, welche Institutionen in welchem Masse ab nächster Woche wieder geöffnet haben. Gleichzeitig macht der Innenminister aber auch darauf aufmerksam, dass die Bevölkerung weiterhin dazu aufgerufen ist, Abstand zu halten, die Hygieneregeln zu befolgen und dass Ansammlungen von mehr als fünf Personen weiterhin nicht erlaubt sind. (abu)
13:13
Berner Polizei trifft Vorkehrungen gegen Corona-Demonstration
Die Kantonspolizei Bern will eine weitere Kundgebung von Lockdown-Gegnern auf dem Bundesplatz unbedingt verhindern. Sie traf am Samstagmittag beim Bundeshaus bereits Vorkehrungen, um Menschenansammlungen zu vermeiden.

Vor Wochenfrist hatten sich mindestens 100 Menschen auf dem Bundesplatz versammelt, um gegen die Einschränkungen im Zuge der Corona-Pandemie zu demonstrieren. Sie schlossen sich der Mahnwache eines Aktivisten an, der auch am (heutigen) Samstag gegen die «Einschränkung der Bürgerrechte» protestieren will. Im Internet kursieren verschiedene Aufrufe, den Aktivisten Gesellschaft zu leisten. Sollte dies nicht gelingen, solle man einzeln oder in Kleinstgruppen in Bern und anderswo seinen Unmut äussern. Der Protest richtet sich auch gegen 5G-Antennen, Impfzwang, Globalisierung und staatliche Überwachung.

Die Berner Polizei lässt aber nicht einmal «Einerkundgebungen» zu, bei denen jemand ein Plakat in die Höhe hält. Der Stadtberner Sicherheitsdirektor Reto Nause verteidigte dieses Vorgehen am Samstag erneut. Er beruft sich auf das «absolute» Versammlungsverbot in der Notverordnung des Bundesrats. Wenn jemand ein Transparent dabei habe, ziehe er rasch weitere Personen an, sagte Nause. (abu/sda)
Demonstranten protestieren auf dem Bundesplatz gegen die Coronavirus Massnahmen am Samstag, 2. Mai 2020 in Bern. (KEYSTONE/Manuel Lopez)
13:05
Petra Gössi: Unternehmen sollen mehr Eigenkapital aufbauen können
Unternehmen sollen, um für künftige Krise besser gerüstet zu sein, mehr Eigenkapital aufbauen. FDP-Präsidentin Petra Gössi zeigte sich in der «Samstagsrundschau» überrascht, dass unzählige Unternehmen bei einem Umsatzrückgang die Löhne nicht einmal einen Monat weiter zahlen konnten.

Einige Firmen hätten immer alles Kapital aus dem Unternehmen herausgenommen. Das habe zu wenig mit verantwortungsvollem Handeln zu tun. Viele Unternehmen hätten aber extrem sorgfältig gehandelt und könnten ein halbes bis vielleicht ein Jahr ihren Verpflichtungen nachkommen.

Die Unternehmen müssten sich beim Eigenkapital stärker aufstellen. Das sei auch bei der Bankenkrise als Lösungsansatz gewählt worden, erklärte die Schwyzer Nationalrätin gegenüber Radio SRF. (abu/sda)
FDP-Parteipräsidentin Petra Gössi (FDP SZ)  fordert vom Bundesrat beim Exit aus der Coronakrise eine klare Strategie. Die Landesregierung dürfe sich nicht in Details verheddern. (Archivbild)
12:30
10-Jähriger liegt im Tessin auf Intensivstation
Wie die Tageszeitung La Regione berichtet, liegt im Kanton Tessin ein 10-jähriger Junge auf der Intensivstation, weil er sich mit dem Coronavirus infiziert hat. Der junge Patient sei am Donnerstag eingeliefert wurden. «Im Moment ist er stabil. Mir ist nicht bekannt, dass er Vorerkrankungen hatte», so der Kantonsarzt Giorgio Merlani. Es handelt sich dabei um das erste Kind in der Schweiz, das wegen des Virus auf intensivmedizinische Betreuung angewiesen ist.
11:54
Bund führt Polizeistunde ein
Ab Montag dürfen Restaurants und Bars wieder geöffnet sein. Doch wer gedacht hat, er kann sich dann wieder auswärts die Nächte um die Ohren schlagen, irrt sich. Auf Verordnung des Bundesamts für Gesundheit (BAG) müssen Gastronomiebetriebe nämlich zwischen 24 und 6 Uhr geschlossen bleiben.

Das BAG will damit verhindern, dass «sich Gästegruppen vermischen und das Einhalten der sozialen Distanz weniger beachtet wird». Auch die Wirkung von Alkohol will der Bund so bekämpfen. Nach Mitternacht steige die Möglichkeit «eines übermässigen Alkoholkonsums» und dadurch auch das Risiko, dass sich die Leute nicht mehr an die behördlichen Vorgaben halten. (abu)
Coronavirus Schweiz: Wann öffnen Restaurants und Bars?
11:17
Weniger Ansteckungen – 44 neue bestätigte Coronavirus-Fälle
In der Schweiz und in Liechtenstein haben sich innerhalb eines Tages 44 Personen neu mit dem Coronavirus angesteckt, etwas weniger als am Vortag. Am Freitag hatte das Bundesamt für Gesundheit (BAG) 81 zusätzliche Fälle gemeldet. Insgesamt gab es nach Angaben des BAG vom Samstag 30'251 laborbestätigte Fälle. Die Fallzahlen unterliegen einer wöchentlichen Schwankung mit jeweils tieferen Zahlen am Wochenende.

Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit der Lungenkrankheit Covid-19 in allen Kantonen zusammen betrug am Samstagmittag 1823. Bisher wurden insgesamt 306'223 Tests durchgeführt. Davon waren nach Angaben des BAG zwölf Prozent positiv. Eine Person kann mehrere Male getestet worden sein. Das BAG empfiehlt Tests für alle Patienten mit Symptomen von Covid-19. (abu/sda)
Das BAG empfiehlt Tests f
8:58
Schweizerisch-kanadische Studie warnt: Sommer hilft nicht gegen Corona
Die warmen Sommermonate werden nicht die erhoffte Linderung im Kampf gegen das Coronavirus bringen. Auf dieses Ergebnis kommt eine Studie eines schweizerisch-kanadischen Forschungsteams. Die Forscher hätten keine Hinweise darauf gefunden, dass sich im März die Lage in wärmeren Gebieten verbessert hätte, gegenüber Regionen mit kälterem Klima.

«Wenn wir glauben, das warme Wetter kommt uns zu Hilfe, könnte dies zu einem massiven Rückschlag führen», warnt Peter Jüni, Professor für Epidemiologie und Medizin an der Universität Toronto und Hauptautor der Studie. Das Coronavirus brauche keine günstigen Bedingungen, um zu gedeihen, weil der Mensch nicht immun dagegen sei.

Eine weitere Erkenntnis sei, dass eine hohe Luftfeuchtigkeit möglicherweise dazu beitragen könnte, die Verbreitung des Virus etwas zu verlangsamen. Aber diese Wirkung sei im Vergleich zu Social-Distancing-Massnahmen gering. (abu)
epa08401282 View of lab equipment at the Wielkopolska Center for Advanced Technologies (WCAT) at the Adam Mickiewicz University in Poznan, Poland, 04 May 2020. The WCAT is where the only SARS-CoV-2 screening test used in Poland was developed, as well as where the first pilot study to detect COVID-19 antibodies was conducted.  EPA/JAKUB KACZMARCZYK POLAND OUT
08:15
Berset: «Nun können wir ein bisschen cooler werden»
In einem Interview mit dem Tages-Anzeiger zeigt sich Bundesrat Alain Berset optimistisch. Er gehe nicht davon aus, dass sich die Situation in den nächsten Wochen dramatisch verschlechtern würde und der Schweiz unmittelbar eine zweite Welle bevorstehe. «Nun können wir ein bisschen cooler werden», so der Gesundheitsminister. Man müsse nun eine gute Balance zwischen Normalität und Vorsicht finden.
Bundesrat Alain Berset, rechts, und Daniel Koch, Delegierter des BAG fuer COVID-19, kommen zu einer Medienkonferenz des Bundesrates ueber die Situation des Coronavirus, am Freitag, 8. Mai 2020 in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)
07:46
Taskforce-Chef sieht rasche Öffnung mit Sorge
Die zahlreichen Lockerungen der Massnahmen zur Eindämmung des Coronavirus ab kommender Woche beobachtet der Leiter der Covid-19-Taskforce, Matthias Egger, mit einer gewissen Sorge. Er befürchte, dass sich einige Leute nicht an die nach wie vor gültigen Regeln hielten.

Es bestehe das Risiko, dass es wieder mehr Coronavirus-Fälle gebe, sagte Egger in einem Interview mit dem Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) am Freitagabend. Die Bevölkerung habe es selbst in der Hand, eine zweite Welle von Ansteckungen zu verhindern.

Egger rief die Bevölkerung dazu auf, sich weiter an die Distanz- und die Hygiene-Regeln zu halten. Als Bürger rufe er den Menschen zu: «Haltet Euch an die Regeln. Es ist noch nicht vorbei.»

Neben diesen Regeln seien auch Massnahmen im Gesundheitssystem sehr wichtig: das Contact Tracing, vermehrte Tests und die neue App. Je früher diese App komme, umso besser. Geplant ist die flächendeckende Einführung der App frühestens im Juni. (sda)
Matthias Egger, Präsident der wissenschaftlichen Task-Force des Bundesrats im Kampf gegen das Coronavirus erachtet Einschränkungen von zwei Jahren oder sogar noch länger für möglich. Quelle: KEYSTONE Fotograf: PETER SCHNEIDER
06:15
Schweizer Tourismus befürchtet grosse Konkurswelle
Das Jahr 2020 dürfte für den Schweizer Tourismus nach Ansicht von Martin Nydegger, Direktor des Tourismus-Dachverbandes, schrecklich werden. Eine Welle von Konkursen aufgrund der Coronakrise dürfte unabwendbar sein.

Schweiz Tourismus habe diverse Umfragen gemacht, sagte Nydegger in einem Interview mit den Zeitungen der CH Media (Samstagausgabe). Von rund 4000 Betrieben hätten 23 Prozent angegeben, dass sie nicht unbeschadet aus der Coronakrise herauskommen würden.

Es werde noch lange dauern, bis die Buchungszahlen von 2019 wieder erreicht würden. «Ich befürchte eher fünf als drei Jahre. Der Einschnitt ist so tief», sagte Nydegger weiter. Der Effekt sei immer der gleiche. Runter gehe es schnell und steil, hinauf aber langsam.

Am schnellsten werde das Niveau von vor der Krise in den Bergen erreicht werden. Dann folgten die Städte. Und sehr lange werde es im Geschäftstourismus gehen. Die Prognosen für den Sommer seien intakt. Die Branche hoffe, dass die Gäste Vertrauen hätten.

Allerdings seien die Kapazitäten reduziert. Die Restaurants, Hotels und Bergbahnen könnten nur die Hälfte ihrer Kapazität anbieten. Die Gäste wären daher gut beraten, in den Restaurants, Hotels, Bahnen oder Museen zu reservieren. Nydegger erwartet nicht, dass es zu einer Rabattschlacht kommt. (sda)
Leere Strassen mit dem Jungfraumassiv im Hintergrund, am Sonntag, 3. Mai 2020, in Interlaken. Bedingt durch die Weltweite Coronavirus Pandemie wird in der Schweiz ein deutlicher Rueckgang auslaendischer Touristen erwartet. (KEYSTONE/Peter Schneider)
05:58
Schweiz kann in der Krise ihr Image stärken
Das Image der Schweiz im Ausland ist nach Ansicht von Nicolas Bideau, Direktor von Präsenz Schweiz, durch die Coronakrise gestärkt worden. Die Schweiz sei im Ausland vor allem durch Innovation und starkes politisches Management aufgefallen.

«Im internationalen Vergleich hat die 'Marke Schweiz' in der Krise gut abgeschnitten», sagte Bideau in einem Interview mit der Westschweizer Tageszeitung «Le Temps». Die Eidgenossenschaft habe sich in mehreren Bereichen auszeichnen können.

Sie sei stark in der Innovation. «Die Schweiz ist für ihre Pharmaindustrie bekannt. Und sie hat in der Krise in bemerkenswerter Weise Lösungen präsentiert», sagte Bideau. Er verwies dabei vor allem auf die von Roche entwickelten serologischen Tests.

Contact-Tracing-App als Vorbild
Die von den Eidgenössischen Technischen Hochschulen in Lausanne (EPFL) und Zürich (ETHZ) entwickelte App zur Rückverfolgung von Kontakten infizierter Personen (Contact Tracing) geniesse auch international hohes Ansehen.

Zu überzeugen vermocht habe auch das politische Management in der Gesundheitskrise. In zahlreichen Ländern hätten ungenügende Kapazitäten bei Spitalbetten für Schlagzeilen gesorgt. Das habe es in der Schweiz dank gutem Management nicht gegeben. Es habe sich gezeigt, dass das Gesundheitssystem der Schweiz gut funktioniere.

Lobend erwähnte Bideau ferner die rasche politische Reaktion auf die Wirtschaftskrise, die im Ausland sehr positiv aufgenommen worden sei. Namentlich die unkomplizierte Vergabe von Krediten und Bürgschaften sei für andere Länder wegweisend gewesen.

Auch «kleine Anekdoten» hätten der Schweiz ein gutes Image verschafft, fuhr Bideau fort. Dazu zähle allen voran die vom Basler Tennisprofi Roger Federer lancierte «Tennis at home challenge», die weltweit Begeisterung ausgelöst habe und von der das gute Image der Schweiz im Ausland stark profitiert habe. (sda)
20:38
15 weitere Grenzübergänge ab Montag wieder geöffnet
Mit der schrittweisen Lockerung der Einreise- und Zulassungsbeschränkungen und den wirtschaftlichen Öffnungsetappen erwartet die Eidgenössische Zollverwaltung (EZV) eine weitere Erhöhung des Grenzverkehrs, wie sie am Freitagabend mitteilte.

Um einen möglichst reibungslosen Verkehrsfluss sicherzustellen öffnet die EZV weitere Grenzübergänge in den Kantonen Graubünden, Tessin und Solothurn sowie in der Westschweiz. Gleichzeitig werden die Öffnungszeiten bereits geöffneter Grenzübergänge verlängert.

Dieser Entscheid erfolge in enger Abstimmung mit den in- und ausländischen Partnerbehörden, heisst es weiter. Die risikobasierten Kontrollen an der Grenze würden weitergeführt.

Bei den ab Montag wieder geöffneten Grenzübergängen handelt es sich um Spiess/Samnaun in Graubünden und Flüh in Solothurn. Im Tessin betrifft es Camedo, Ponte Faloppia, Pizzamiglio und Brusata. Im Kanton Genf sind es Certoux, Chancy I, Croix-de-Rozon und Landecy, in Neuenburg Biaufond und im Jura Fahy. In der Waadt öffnen Crassier und L'Auberson, und im Wallis wird der Grenzübergang Morgins wieder für den Verkehr freigegeben.
16:55
21 Angestellte bleiben am Flughafen Lugano-Agno
21 Angestellte werden den Flughafen Lugano-Agno bis zur angestrebten Übernahme durch Private in Schuss halten. Sie sind bei der Stadt Lugano beschäftigt. 41 anderen Mitarbeitern wurde gekündigt. Die Betreiberfirma hatte in der Coronakrise das Handtuch geworfen.

Der Flughafen gab am Freitag bekannt, welche der bisherigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ab dem 1. Juni in der reduzierten Equipe bleiben können. Die Stadt Lugano sicherte zu, den Gekündigten bei der Suche nach einer neuen Stelle zu helfen. Die seit 2013 amtierende Flughafen-Direktorin Julia Detourbet bleibt.

Die Betreiberfirma des Flughafens Lugano-Agno (Lasa) wird bis Ende Mai ordentlich liquidiert. Solange erhalten alle Angestellten noch Lohn. In der Folge übernimmt die Stadt Lugano den Flughafen. Ihr gehören sowohl die Betriebskonzession als auch das Gelände.

Die Tessiner Stimmbevölkerung und die Einwohner Luganos hätten Ende April über ein kantonales und ein kommunales Referendum gegen die weitere Finanzierung des Flughafens durch Kanton und Stadt befinden müssen. Die Abstimmungen waren wegen der im Tessin besonders stark grassierenden Covid-19-Pandemie verschoben worden. Weil die Betreibergesellschaft aber das Handtuch warf, wurden sie hinfällig. Die Linke hatte die Referenden ergriffen. (sda)
ARCHIVBILD ZUR MELDUNG, DASS DIE BETREIBERIN DES FLUGHAFENS LUGANO-AGNO DAS HANDTUCH WIRFT --- Landeanflug eines Kleinflugzeuges auf den Flughafen Lugano-Agno, am Donnerstag, 30. Januar 2020, in Agno. Der Flughafen Lugano-Agno ist zurzeit nur noch mit Privatfluegen aktiv und nicht mehr im Linienverkehr integriert. (KEYSTONE/Ti-Press/Alessandro Crinari)
Sars-Cov-2, Covid-19, Coronavirus – die wichtigsten Begriffe
Coronaviren sind eine Virusfamilie, die bei verschiedenen Wirbeltieren wie Säugetieren, Vögeln und Fischen sehr unterschiedliche Erkrankungen verursachen.

Sars-Cov-2 ist ein neues Coronavirus, das im Januar 2020 in der chinesischen Stadt Wuhan identifiziert wurde. Zu Beginn trug es auch die Namen 2019-nCoV, neuartiges Coronavirus 2019 sowie Wuhan-Coronavirus.

Covid-19 ist die Atemwegserkrankung, die durch eine Infektion mit Sars-Cov-2 verursacht werden kann. Die Zahl 19 bezieht sich auf den Dezember 2019, in dem die Krankheit erstmals diagnostiziert wurde.

Die wichtigsten Fakten zum Coronavirus: Symptome, Übertragung, Schutz.

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quelle: ap / zoltan balogh
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