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Asylbewerber in Luzern wehren sich gegen Benimm-Flyer: «Sie haben uns als Wilde hingestellt»



Ende Januar stellte die Luzerner Regierung einen Benimm-Flyer für Asylsuchende vor, darunter auch Verhaltensregeln gegen sexuelle Übergriffe wie in der Silvesternacht in Köln.

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Luzern: Benimm-Regeln für Asylsuchende
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Die Zielgruppe hat nun in einem offenen Brief auf den Flyer reagiert. Darin heisst es:

«Wir fühlen uns gekränkt durch Ihre Aktionen der letzten Wochen. (...) Sie haben uns als Wilde hingestellt, die aufgeklärt werden müssen. Damit giesst die Regierung zusätzlich Öl ins Feuer und provoziert uns gegenüber Rassismus. Ja, wir wollen uns sehr gerne in das lokale Leben integrieren und die lokalen Menschen und Werte kennenlernen. Aber viele von uns sind über Monate in Bunkern untergebracht und es fällt uns tatsächlich schwer, in Kontakt zu kommen und einen Zugang zu finden.»

Offener Brief Flüchtlinge im Kanton Luzern
quelle «neue luzerner zeitung»

Mitunterzeichner des Briefes ist Süleyman Özbayhan, ein anerkannter Flüchtling, der seit fünf Jahren in der Schweiz lebt. Gegenüber der Tagesschau sagte Özbayhan am Samstagabend: «Die Regierung stellt uns unter Generalverdacht. Sie werfen uns alle in einen Topf und das stört uns.»

Der Luzerner Regierungsrat Guido Graf bestritt gegenüber der «Tagesschau», dass sich der Flyer explizit an Asylsuchende richte. «Der Auslöser war Köln und verschiedene Rückmeldungen aus der Bevölkerung.» (kri)

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