DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Klassenlehrerin Amanda Zuercher spricht mit den Kinder mit Atemschutzmasken im Unterricht im Schulhaus Fluntern, aufgenommen am Montag, 25. Januar 2021 in Zuerich. Schuelerinnen und Schuelern ab der 4. Klasse muessen Masken tragen um die Ausbreitung der neuen Varianten des Corona-Virus einzudaemmen. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Primarschule in Zürich. Für das Infektionsrisiko über Aerosolpartikel in geschlossenen Räumen sei die eingeatmete Dosis entscheidend, heisst es in einer aktuellen Studie. Bild: keystone

Das wissen wir über die vorsorglichen Massentests an Schweizer Schulen



Viele Kantone machen ernst mit vorsorglichen Massentests an ihren Schulen. Der Bund hatte Ende Januar beschlossen, die Kosten für Massentests zu übernehmen.

Wie viele Kantone machen das?

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) nennt keine genaue Zahl.

Bisher hätten rund zehn Kantone ein Konzept für präventive Massentests eingereicht, bestätigte BAG-Sprecher Daniel Dauwalder am Samstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA einen Bericht der Tamedia-Medien. Wie viele genau es sind, gibt die Behörde nicht bekannt. Gemäss Medienbericht haben sich mindestens zwei weitere Kantone ebenfalls dafür entschieden.

Warum vorsorgliche Massentests?

Gesundheitsminister Alain Berset hatte die Empfehlung von Massentest Ende Januar damit begründet, dass sich die epidemiologische Lage zu langsam verbessere und die Ausbreitung der neuen Virusvarianten Sorge bereite. Die neue Teststrategie war in der Vernehmlassung von den Kantonen begrüsst worden, einige bezeichneten den Schritt als überfällig.

Der Lehrerverband hatte am 4. Februar die Ausdehnung der Massentests auf die ganze Schweiz gefordert. BAG-Chefin Anna Lévy hatte dagegen gehalten, es sei richtig, wenn die Kantone entschieden, wann und wo sie solche Tests durchführen.

Welche Kantone sind führend?

Zug und weitere Kantone wollen nach den Sportferien an den Schulen ab Sekundarstufe regelmässige Coronatests mittels Speicheltests durchführen. Der Kanton Waadt startete im Vorfeld der Schulferien mit der Durchführung von Massentests, namentlich in Skigebieten. In den Kantonen Bern und Thurgau sind Pilotprojekte angelaufen. Der Kanton St.Gallen wiederum sah am 9. Februar noch keinen Anlass für solche Massnahmen an den Schulen.

Die grosse Mehrheit der Kantone habe im Fall einer Ausweitung der Strategie verstärkte Tests von asymptomatischen Personen angekündigt, teilte Tobias Bär, Sprecher der Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK) auf Anfrage mit. Die Kantone würden nun erste Erfahrungen damit machen.

Muss das der Bund bewilligen?

Nein. Die Konzepte der Kantone bedürfen keiner Bewilligung durch den Bund. Das BAG nehme sie zur Kenntnis und unterstütze die Kantone bei der Umsetzung, schreibt Dauwalder in der Antwort auf die Anfrage. Zum Einsatz kommen sollen Antigen-Schnelltests oder gepoolte Speichel-PCR-Tests.

Wie wird auf die Skepsis der Taskforce reagiert?

Auf den Einwand der wissenschaftlichen Taskforce des Bundes, vorsorgliche Massentests würden keine Vorteile bringen, verweisen BAG und GDK auf die Ausbrüche an etlichen Schulen in letzter Zeit. Präventive Tests seien durchaus angezeigt, wenn es die Situation erfordere, schreibt das BAG.

Das Auftreten der ansteckenderen mutierten Varianten des Coronavirus sei eine zusätzliche Herausforderung für das Fall- und Ausbruchsmanagement, hält die GDK fest. Es sei deshalb wichtig, Ausbrüche an Schulen frühzeitig zu erkennen und zu kontrollieren. «Dazu kann das systematische Testen einen Beitrag leisten.»

«Massentests bringen nur etwas, wenn sie absolut konsequent durchgeführt werden, damit wir niemanden verpassen. Und wenn man dann ein infiziertes Kind findet, müssten die Contact-Tracer auch zu Hause alles durchtesten lassen, um das extrem übertragbare neue Virus in dem Haushalt zu stoppen. Flächendeckende und sehr häufige Massentests sind über längere Zeit kaum umsetzbar. Ich würde das für die Schweiz nicht empfehlen.»

Epidemiologe Marcel Tanner von der Corona-Taskforce zeigte sich Mitte Januar kritisch. quelle: tages-anzeiger.ch

(dsc/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

24 Kinder, die Anweisungen ihrer Eltern zu wörtlich nehmen

1 / 26
24 Kinder, die Anweisungen ihrer Eltern zu wörtlich nehmen
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Braucht es wöchentliche Massentests an den Schulen?

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Das sagen die Aarauer Skater-Jungs, die sich den Corona-Demonstranten entgegenstellten

Die Kantischüler und Lernenden wollten eigentlich das schöne Wochenende geniessen. Als sie sahen, wie viele Coronaskeptiker zur Demonstration in Aarau eintrafen, konnten sie aber nicht länger auf dem Balkon sitzen bleiben

Die meisten Aarauerinnen und Aarauer nahmen stoisch zur Kenntnis, wie sich der Zug der Corona-Massnahmengegner seinen Weg durch ihre Stadt bahnte. Ein paar zustimmende Kopfinicker hier, ein paar ausgestreckte Mittelfinger da, zudem erstaunte Gesichter – so sahen die allermeisten Reaktionen aus. Aber eben nicht alle.

Insbesondere eine Gruppe Jugendlicher machte in den Sozialen Medien die Runde. Es existieren Bilder, die zeigen, wie Teenager im Schachen am Strassenrand stehen: ihre Skateboards vor …

Artikel lesen
Link zum Artikel