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Seniorin übergibt mehr als 100'000 Franken an falschen Polizisten



Stephanie zeigt ihre neuen 50 Franken Noten in ihrer Geldboerse, aufgenommen am Dienstag, 12. April 2016 in Zuerich. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Bild: KEYSTONE

Am vergangenen Wochenende ist in einer Gemeinde im Schwarzbubenland eine Seniorin Opfer einer perfiden Betrugsmasche geworden. Der Täter gab sich als Polizist aus und bot der Frau an, ihr Geld und ihre Wertsachen zum Schutz vor Einbrechern sicher aufzubewahren. Auf diese Weise erbeutete er weit über 100'000 Franken.

Am Samstagabend kontaktierte laut Angaben der Kantonspolizei Solothurn ein unbekannter Mann telefonisch eine Seniorin, die in einer Gemeinde im Schwarzbubenland wohnt. Er gab sich als Kommissar der Kantonspolizei aus. Der Mann erklärte ihr, dass Diebesbanden unterwegs seien. Im Verlauf des Gesprächs konnte er die über 80-Jährige davon überzeugen, dass ihre Wertsachen und ihr Bargeld im Haus nicht mehr sicher seien und die Polizei diese an einem geschützten Ort aufbewahren könnte.

Die Frau vertraute dem vermeintlichen Polizisten. Noch am selben Abend übergab sie in ihrem Haus einem unbekannten Mann Schmuck und Geld im Wert von weit über 100'000 Franken. Am Folgetag erkundigte sie sich dann bei der echten Polizei nach dem Polizisten und dem Verbleib ihrer Wertsachen. Erst jetzt flog der Betrug auf. Die Kantonspolizei hat entsprechende Ermittlungen aufgenommen.

Beim so genannten «Polizeitrick» handelt es sich um eine Variante des Telefonbetrugs, ähnlich dem Enkeltrick. Die Betrüger erschleichen sich das Vertrauen meist älterer Bürgerinnen und Bürger und gelangen so immer wieder an grosse Deliktsummen. Einmal mehr warnt die Polizei vor dieser Masche des Telefonbetrugs. (pks/az)

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