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Kursierendes Bild des Valser Turmbauprojekts. bild: mir

Valser Turm: Auch diese 11 Bauprojekte wurden gross angekündigt – aber nie realisiert

Ein Rekordturm in Vals, ein «Leuchtturm» in Basel, Wohnungen über der Autobahn: Grosse Bauprojekt bergen oft grosse Risiken – und scheitern. Eine Übersicht der grössten (noch) nicht realisierten Schweizer Bauten – inklusive Beispiele unserer User!



Ein 380-Meter-Turm für ein 1000-Einwohner-Bergdorf? Das Turmbau-Projekt des Investors Remo Stoffel und des Valser Unternehmers Pius Truffer hat am Wochenende für Schlagzeilen gesorgt. In Vals soll der grösste Turm Europas entstehen – doch Fachleute haben bereits Zweifel angemeldet: Ein Hochhaus in den Alpen? Passt nicht ins Panorama! Der Bau-Untergrund? Rutschgefährdet! 

Zudem gibt es mittlerweile Ungereimtheiten über das kursierende Bild des angeblichen Sieger-Projektes: Viele Medien – auch watson – hatten das hier gezeigte Motiv als Siegervorschlag präsentiert. Doch das scheint offenbar falsch zu sein. Klarheit wird wohl erst der offizielle Vorstellungstermin mit Stoffel am 23. März geben. Unter den gegebenen Umständen sind die Chancen hoch, dass der Valser Turm endet wie die folgenden Bauprojekte.

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Ist das der geplante Turm von Vals? bild: mir

1. User-Input von «kuhrix» - Swissmetro

Es ist eine über 40 Jahre alte Idee – die aber immer noch nicht realisiert wurde: die Swissmetro. 1974 lancierte der Lausanner Ingenieur Rodolphe Nieth das Projekt einer unterirdischen Magnetschwebebahn durch die Schweiz, um den öffentlichen Fernverkehr zu verbessern. 1992 wurde dafür die Fördergemeinschaft Swissmetro AG in Bern gegründet. Es begann eine Odyssee durch die Instanzen – ohne Erfolg: 2009 wurde die AG wegen fehlender finanzieller Mittel liquidiert. Immerhin: Es gibt noch ein Forschungsprojekt, dass sich mit der Bahn beschäftigt.

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Eine Skizze des Swissmetro-Projekts. bild: swissmetro.ch

2. User-Input von «Coppoletti» - Calatravas Wettsteinbrücke in Basel

Als die Basler Wettsteinbrücke in den 1980er erneuert werden sollte, brachte ein privates Komitee einen Entwurf des berühmten spanischen Architekten und Brückenbauers Santiago Calatrava ins Spiel. Brücken des Spaniers stehen etwa in Barcelona, Berlin und Dublin – auch der Bahnhof Stadelhofen in Zürich ist von ihm. Doch das Basler Stadtdepartment befand sein Modell als zu instabil, Gegner kritisierten zudem die hohen Kosten. In einer Abstimmung votierten die Basler gegen den Entwurf des Spaniers.

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Skizze der Basler Brücke von Calatrava. Bild: Thomas Fischer

3. «Leuchtturm» Dreiländereck

Was ist ein Hafen ohne einen anständigen Leuchtturm? Das haben sich wohl auch die Initiatoren von «Pro Leuchtturm Basel» gedacht. An den Rheinhäfen sollte ein 132 Meter hoher Büroturm mit Sitzungsräumen, Atelierflächen und einem integrierten Hotel entstehen. Doch ob das Projekt von Louis Conzett je realisiert wird? Das Baudepartement zeigte sich noch im Dezember «nicht begeistert» von dem vom Architekturbüro Himmelsbach konzipierten Hochhaus an der Einfahrt zum Hafen Kleinhüningen. Auch Finanzierungsfragen sind noch offen.

HANDOUT - Das neue Wahrzeichen von Basel soll den Namen der Stadt vom Dreilaendereck aus in die Welt tragen. Mit einer Hoehe von 132m, 26 Stockwerken, einer durchschnittlichen Nutzungsflaeche von 432m2 pro Stockwerk und einer Nettogesamtnutzflaeche von 11'240m2 wird der Leuchtturm Basel zum hoechsten Leuchtturm Europas und zu einem der hoechsten Leuchttürme weltweit. Am 10. Juni 2014 stellt die Pro Leuchtturm Basel AG gemeinsam mit dem gleichnamigen Verein das Projekt geladenen Gaesten aus der Politik und Wirtschaft aus der Schweiz, dem Elsass und Baden- Wuerttemberg sowie den Medien vor. (OTS.Bild/Pro Leuchtturm Basel AG) *** NO SALES, DARF NUR MIT VOLLSTAENDIGER QUELLENANGABE VERWENDET WERDEN ***

«Leuchtturm» von Basel. Bild: OBS

4. Stadion FC Aarau

Für Fans und Verantwortliche ist es eine nervenaufreibende Sache: Eigentlich soll der Spatenstich für das neue Stadion des FC Aarau bereits im Herbst diesen Jahres erfolgen, doch das Bauvorhaben verzögert sich immer wieder wegen Rechtsstreitigkeiten. Ende Februar hatte eine Privatperson die vom Regierungsrat im Januar abgewiesene Beschwerde vor das kantonale Verwaltungsgericht gebracht – und so die Bagger erneut gestoppt. 

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Stadion-Entwurf für den FC Aarau. Bild: Burkhard meyer architekten

5. Stadion auf dem Hardturm-Areal 

2013 gab es die Bruchlandung: Die Zürcher lehnten das geplante Fussballstadion auf dem Hardturm-Areal ab – ein Schock für die Fussballclubs Grasshopper und FC Zürich. Im Herbst vergangenen Jahres regte der neu zusammengesetzte Stadtrat dann einen neuen Anlauf des Projekts an. Diesmal sollen auf dem Areal mehr Wohnungen gebaut werden, um eine bessere Rendite zu erzielen. Hochhäuser sind jetzt im Gespräch. In der zweiten Hälfte dieses Jahres soll ein Investoren-Wettbewerb starten.  

Blick in das Stadion anlaesslich des Fahnenaufzuges im Hardturm am Donnerstag, 11. April 2013 in Zuerich. Als Zeichern der Freude und der Dankbarkeit haben die beiden Zuercher Fussballclubs den positiven Entscheid des Zuercher Gemeinderats zum neuen Fussballstadion in Zuerich zum Anlass bei einer kleinen Zeremonie ihre Clubfahnen auf dem Gelaende des Hardturms zu hissen. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Hardturm-Areal in Zürich. Bild: KEYSTONE

6. Schweiz am Meer

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts herrschte Aufbruchstimmung in der Schweizer Seefahrt. Statt bis nach Basel sollten Boote bald durch die ganze Schweiz – und sogar bis ans Mittelmeer fahren. Da man die Kapazitäten der Eisenbahn als erschöpft ansah, sollten Wasserstrassen von Westen nach Osten und von Norden nach Süden gebaut werden und die Schweiz mit der Welt verbinden. Technisch wäre es eine Meisterleitung gewesen, wirtschaftlich war es jedoch nicht tragbar. Und so wanderten die Pläne in die Schublade.

schweiz am meer

Seefahrer-Nation Schweiz. Bild: keystone 

Das höchste Gebäude Europas: Ist das Bündnerland bereit für diesen Rekord?

7. Seepark und Parkhaus

In den 70er-Jahren sorgte der Zürcher Architekt Werner Müller mit seiner Vision für den Zürichsee für grosses Aufsehen: Er wollte am Seeufer einen Park für die Bevölkerung anlegen. Eine 100'000 Quadratmeter grosse Grünfläche mit Hochbauten war geplant, der Verkehr wäre unter die Erde verlagert worden, zudem hätte unter dem See ein riesiges Parkhaus entstehen sollen. Müller bekam viel Zuspruch, doch die Idee wurde nicht bewilligt. Sein jahrzehntelanger Kampf um sein Projekt bescherte ihm den Beinamen «Seepark-Müller».

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Seepark-Projekt von Werner Müller. bild: Baugeschichtliches Archiv der Stadt Zürich

8. City im See

1961 machte der Architekt André E. Bosshard den Vorschlag, das gesamte untere Zürcher Seebecken zu überbauen – und so eine «City im See» zu erschaffen. 700'000 Quadratmeter sollten aufgeschüttet werden, um darauf Büro-Hochhäuser zu errichten. Die Vision schaffte es jedoch nicht ins öffentliche Bewusstsein, es blieb bei wenigen Artikeln in der NZZ und in Fachzeitschriften.

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Modell der «City am See» von André E. Bosshard. bild: NZZ

9. Wohnungen über der Autobahn

Wohnen, wo andere Leute Auto fahren: Pläne für Autobahnüberbauungen im Aargau existieren schon länger, irgendwo muss die stetig wachsende Bevölkerung des Kantons ja untergebracht werden. Der Clou bei der Autobahn-Variante: Die Wohnungen dämpfen den Lärm und es werden zudem keine neuen Bauflächen benötigt. Auch das Bundesamt für Wohnungswesen beschäftigte sich mit der Idee – und stellte für den Aargau ernüchternd fest: zu komplex, zu schwierig, zu teuer. Für Investoren nicht attraktiv. Immerhin: Die Idee sei generell zukunftsträchtig, hiess es. Vor allem, weil der Wohnraum immer teurer wird.

The highway rest stop near Wuerenlos in the canton of Aargau, Switzerland, the so-called

Autobahn im Aargau. Bild: KEYSTONE

10. Turm auf der Schatzalp

Das Modell des Hochhauses der Schatzalp ist schon mehr als zehn Jahre alt, die Schweizer Stararchitekten Herzog & de Meuron haben es entworfen. Das Gebäude aus Holz und Metall soll 105 Meter hoch werden, Wohnungen und Appartements sollen hier entstehen. Doch die Baugenehmigung fehlt, wahrscheinlich wird sie auch nie erteilt werden. Der Grund: Der Neubau von Zweitwohnungen in Gemeinden wie Davos, die bereits mehr als 20 Prozent Zweitwohnungsbestand haben, ist verboten.

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Der Turm auf der Schatzalp. bild: Herzog & de Meuron

11. Tunnelbau am Zürichsee

Der frühere SP-Politiker Bruno Kammerer sorgte vor knapp drei Jahren für rege Diskussionen, als er vorschlug, den Strassenring um den Zürichsee unter die Erde zu verlagern. Die vierspurige Strasse zwischen dem Utoquai und dem Hafen Enge sollte im Boden verschwinden – und so Platz am Ufer geschaffen werden. Kammerer bekam viel Zuspruch für seine – sehr teure – Idee. Doch sie wurde nicht realisiert. In Zürich gab es bereits einige Tunnelbau-Vorschläge: Die Idee eines grossen Seetunnels wurde 2002 beerdigt, ein Stadttunnel von der Brunau bis nach Dübendorf ebenfalls nicht gebaut.

Zürichsee Yonnihof

Der Zürichsee. Bild: keystone

Die höchsten Gebäude der Schweiz

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Die höchsten Gebäude der Schweiz
quelle: roche
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