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So viel verdient dein Lehrer – der grosse Schweizer Lohnreport 2018

Bild: KEYSTONE

In vielen Kantonen beginnt heute für die Schüler das neue Schuljahr. Ihre Lehrer verdienen nicht nur nach Schulstufe massiv unterschiedlich, eindrücklich sind auch die Differenzen zwischen den Kantonen.



Der Lehrermangel bleibt schweizweit ein Problem – und er dürfte sich bis 2025 verschärfen. Dass viele Lehrer Teilzeit arbeiten, ist dafür nur ein Grund. Die Zunahme der Schülerzahlen, die Pensionierung der Babyboomer und eine hohe Fluktuation tragen ihren Teil dazu bei. Und oft auch der Lohn.

Denn insbesondere auf den unteren Stufen sind die Entschädigungen nicht gerade rosig – gemessen an der Ausbildung und der gesellschaftlichen Verantwortung. Dazu kommen massive Unterschiede zwischen den Kantonen.

Wir zeigen die Differenzen in vier Kategorien.

Löhne im Kindergarten

Kindergarten-Lehrpersonen im Kanton Genf verdienen im ersten Jahr mit rund 97'000 Franken schweizweit mit Abstand am meisten. Fast 40'000 Franken weniger erhält dagegen, wer im Kanton Graubünden auf der untersten Stufe unterrichtet.

Im Bündnerland, Neuenburg und dem Tessin liegen selbst die Maximallöhne noch unter dem Genfer Einstiegssalär.

Jahreslöhne bei Kindergarten-Lehrern

Die Karte ist nach Höhe der Anfangslöhne eingefärbt. Verdienste im 11. Dienstjahr und die Maximallöhne findest du in der jeweiligen Kantonsbox.

In den meisten Kantone haben die Löhne in den letzten sechs Jahren zugenommen – wie ein Blick auf die Anfangslöhne im Jahr 2012 zeigt. An der Spitze: der Kanton St.Gallen. Er bezahlt heute jährlich über 20'000 Franken mehr. Der grosse Sprung ereignete sich dabei in den Jahren 2016 (+13'130) und 2017 (+6961). Damals beschloss die Kantonale Regierung die Anhebung, um Lehrermangel vorzubeugen und die Schulqualität zu sichern. 

Bitter sieht es dagegen für Kindergarten-Lehrer im Kanton Schaffhausen aus. Sie verdienen 3612 Franken weniger als noch 2012, liegen mit 72'241 Franken aber immerhin noch im Mittelfeld im Kantonsvergleich.

Veränderung der Jahreslöhne im ersten Jahr seit 2012:

Bild

Die Teuerung seit 2012 ist so klein, dass wir diese hier vernachlässigt haben.

Daten und Quellen

Die Daten der Deutschschweizer Kantone stammen von der Lohndatenerhebung der Deutschschweizer Erziehungsdirektoren-Konferenz (D-EDK). Die Auswertung wird jährlich durchgeführt. Da weder das Syndicat des enseignants romands (SER) noch die Conférence intercantonale de l'instruction publique de la Suisse Romande et du Tessin (CIIP) die Erhebung jährlich durchführen, stammen die Angaben für das Tessin und die Westschweizer Kantone direkt von den entsprechenden kantonalen Bildungsdepartementen.

Obwohl in den Kantonen genaue Einteilungen nach Lohnklassen bestehen (Ausbildung, Stufe und Dienstjahre), kann das tatsächliche Salär abweichen. Im Kanton Waadt beispielsweise werden manchmal auch Erfahrungen in vorherigen Berufen angerechnet. Die angegebenen Maximallöhne sind teils theoretischer Natur und ohne Zusatzämter und Höchstqualifikation nicht zu erreichen.

Löhne auf Primarstufe

Auch auf Primarstufe liegt der Kanton Genf vorne. Hier erhalten Primarlehrer und -lehrerinnen allerdings gleich viel wie die Lehrpersonen auf Stufe Kindergarten. In den allermeisten Kantonen ist dies nicht der Fall. 

Schlusslicht auf Primarstufe bildet das Tessin, wo ebenfalls die gleichen Löhne wie im Kindergarten bezahlt werden.

Während das Tessin auch bei den Maximallöhnen die rote Laterne behält, liegt hier Zürich mit über 140'000 Franken klar an der Spitze.

Jahreslöhne bei Primarschul-Lehrern

Die Karte ist nach Höhe der Anfangslöhne eingefärbt. Verdienste im 11. Dienstjahr und die Maximallöhne findest du in der jeweiligen Kantonsbox.

Die höchste Zunahme bei den Anfangslöhnen erlebte hier nicht St.Gallen, sondern der Kanton Jura mit 9256 Franken. Das Armenhaus der Schweiz rückte damit ins vordere Mittelfeld des landesweiten Vergleichs auf.

Nur drei Kantone bezahlen weniger als 2012. Einmal mehr trifft es die Lehrer aus Schaffhausen mit einer Einbusse von 6566 Franken am härtesten. Aber auch hier muss gesagt werden: Primarlehrer- und -lehrerinnen im nördlichsten Kanton verdienen immerhin noch am achtmeisten.

Veränderung der Jahreslöhne im ersten Jahr seit 2012:

Bild

Löhne auf Sekundarstufe

Die dritte Kategorie – und zum dritten Mal schwingt Genf oben aus: Lehrerinnen und Lehrer verdienen im Stadtkanton schon im ersten Jahr über 100'000 Franken. Dahinter folgen Zürich und überraschenderweise Neuenburg, das auf Kindergartenstufe weit hinten und in der Primarschule im Mittelfeld liegt. 

Schlusslicht bildet für einmal Schaffhausen, das auch hier die Löhne seit 2012 massiv gekürzt hat – wir werden es unten sehen.

Jahreslöhne bei Sekundarschul-Lehrern

Die Karte ist nach Höhe der Anfangslöhne eingefärbt. Verdienste im 11. Dienstjahr und die Maximallöhne findest du in der jeweiligen Kantonsbox.

Während der Jura im Vergleich zu 2012 erneut eine massive Lohnerhöhung ausweist, kassieren Lehrer im Kanton Neuenburg im Gegensatz zu vor sechs Jahren rund 8'000 Franken weniger. Trotzdem belegt der Kanton noch immer Rang 3 im Gesamtvergleich.

Veränderung der Jahreslöhne im ersten Jahr seit 2012:

Bild

Löhne am Gymnasium

Jetzt steht Genf nicht mehr zuoberst: Im ersten Jahr verdienen Gymi-Lehrer in Zug am meisten. Dahinter folgen die Kantone Thurgau und Zürich, dann erst Genf.

Schlusslicht ist hier Neuenburg, das deutlich hinter dem Tessin liegt. Immerhin können die Neuenburger den letzten Platz im Maximallohn den italienischsprechenden Kollegen abtreten.

Jahreslöhne bei Gymnasiums-Lehrern

Die Karte ist nach Höhe der Anfangslöhne eingefärbt. Verdienste im 11. Dienstjahr und die Maximallöhne findest du in der jeweiligen Kantonsbox.

Der letzte Platz von Neuenburg beim Einstiegslohn kommt nicht von ungefähr: Die Löhne wurden seit 2012 um fast 6000 Franken gekürzt. 

Besser haben es die Lehrpersonen im Kanton Glarus: Dank einer Zunahme von 7377 Franken liegen jetzt ihre Löhne im schweizweiten Vergleich an der Grenze zum ersten Drittel.

Veränderung der Jahreslöhne im ersten Jahr seit 2012:

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