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Fusion hat Folgen: LafargeHolcim baut in Holderbank 130 Manager-Stellen ab



Weitere Restrukturierung: Der Zementkonzern LafargeHolcim vereinfacht seine Konzernstruktur und baut darum bis Ende des nächsten Jahres insgesamt 250 Stellen ab. In der Schweiz gehen 130 Stellen verloren. Die Stellen werden am Gründungssitz von Holcim, in Holderbank AG, abgebaut.

Im französischen L'Isle d'Abeau streicht der Konzern 80 Arbeitsplätze. Den Rest des Abbaus verteile sich über weitere Standorte der Konzernfunktionen in anderen Teilen der Welt, schreibt der Zementkonzern in einer Mitteilung vom Donnerstag.

Die Streichungen betreffen nur die Konzernfunktionen und nicht die operativen Einheiten. Von den weltweit 1600 Beschäftigten in den Konzernfunktionen, arbeiten 700 in der Schweiz und davon 400 in Holderbank, wie ein LafargeHolcim-Sprecher auf Anfrage sagte.

Kein Einfluss auf Produktion

LafargeHolcim begründet den Abbau mit einer Anpassung der Unternehmensorganisation, die der Konzern nach dem Abschluss der Integration der früheren zwei Unternehmen vornimmt. Konkret plant der Konzern eine Vereinfachung der Struktur und eine Anpassung der technischen Supportfunktionen für die Ländergesellschaften.

Der Konzern werde in der Folge eine schlankere zentrale Organisation haben, welche sich verstärkt um die Themen Strategie, Governance und Transformation kümmere, heisst es in der Mitteilung. Die angekündigten Massnahmen werden dabei keine Auswirkungen auf die Produktionsstandorte von LafargeHolcim in den betroffenen Ländern haben. Ebenfalls unverändert wird in L'Isle d'Abeau das Forschungs- und Entwicklungszentrum weitergeführt.

LafargeHolcim hat die Arbeitnehmervertretungen an allen betroffenen Standorten bereits über die geplante Reorganisation informiert. Der Konzern strebt gemäss Mitteilung an, die Auswirkungen der Massnahmen so gering wie möglich zu halten. Die erforderlichen Konsultationsprozesse seien eingeleitet.

Schliessung von Werken möglich

Mit dem jetzt bekannt gegeben Umgestaltung setzt der Zementkonzern die Restrukturierungen und den Abbau von Stellen fort. Nach der Fusion hatte der Konzern 2015 bereits die Zahl der Beschäftigten um 1600 auf 100'000 reduziert.

Der Zementriese verfügt jedoch nach wie vor über Überkapazitäten. LafargeHolcim-Chef Eric Olsen hat darum Anfang Jahr angekündigt, dass der Konzern die Schliessung von Werken prüfen. Am grössten seien die Überkapazitäten in China, Indonesien, Brasilien und Griechenland.

Bereits kurz nach der Fusion der zwei Konzerne, im Mai 2015 hatte LafargeHolcim einen ersten Stellenabbau in Zürich und Holderbank angekündigt. Bis Februar 2016 wurden an diesem zwei Standorten 120 Stellen gestrichen. Mit dem Bau einer Zementfabrik im aargauischen Holderbank war 1912 der Grundstein des Unternehmens Holcim gelegt worden.

(sda)

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