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Rekruten der Territorial Infanterie RS in Belchen nach dem 40km Marsch im Ziel in Muemliswil, aufgenommen im Maerz 2000. Rekrut bei der Zerlegung und Reinigung der Waffe nach der Ueberlebenswoche. (KEYSTONE/Martin Ruetschi)

Die Häfte der Rekrutinnen und Rekruten muss sich das Grundwissen zu Hause aneignen. Bild: KEYSTONE

So soll die Home-Office-RS funktionieren

Die Januar-Rekrutenschule beginnt wegen der Corona-Pandemie gestaffelt. Knapp die Hälfte muss sich von zu Hause aus vorbereiten. Die Armee setzt dabei auf Eigenverantwortung.



Knapp 12'000 Rekrutinnen und Rekruten treten am 18. Januar ihre Ausbildung in der Armee an. Tatsächlich einrücken müssen davon jedoch nur 60 Prozent. Dazu gehören etwa jene der Infanterie-, Spital oder Sanitätsrekrutenschule sowie Fallschirmaufklärer und die Truppenköche. Die vollständige Liste der ersten Staffel hat das Bundesamt für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) Anfang Januar publiziert.

Wer in der Kaserne mit der Ausbildung beginnt, soll möglichst bald im zivilen Bereich eingesetzt werden können, sagt Daniel Reist, Mediensprecher der Armee. «Etwa die Infanteristen werden als ‹Helping Hand› für einfachere Pflegearbeiten in den Spitälern und Altersheimen ausgebildet.»

«Wir haben festgestellt, dass die Rekruten nach einer Woche sensibilisiert sind. Die Ansteckungsgefahr am Wochenende ist erfahrungsgemäss niedrig.»

Daniel Reist, Kommunikationschef Verteidigung

Am Anfang wird durchgetestet

Die übrigen 40 Prozent bleiben vorerst zu Hause. Erst am 8. Februar – drei Wochen später – kommen die restlichen rund 4800 Rekrutinnen und Rekruten in die Kasernen. Der Grund für die Staffelung: Die Coronavirus-Pandemie. «Wir gehen davon aus, dass einige Rekrutinnen und Rekruten beim Einrücken positiv getestet werden und isoliert werden müssen. Nach drei Wochen ist die Quarantäne durch und wir können den zweiten Teil bewältigen», sagt Daniel Reist, Mediensprecher der Armee.

Die 12'000 Rekruten dürfen dann, anders als noch zu früheren Pandemie-Zeiten, am Wochenende nach Hause. Dass die Corona-Fälle dadurch zunehmen, bestreitet Reist. «Wir haben festgestellt, dass die Rekruten nach einer Woche sensibilisiert sind. Die Ansteckungsgefahr am Wochenende ist erfahrungsgemäss niedrig», sagt Reist. Ausserdem habe die Armee ein funktionierende Schutzkonzept. «Wir hatten sehr tiefe Zahlen letztes Jahr», so der Armee-Sprecher.

Total Covid-19-Fälle ist nicht bekannt

Wie die Zahlen tatsächlich aussahen, lässt sich nicht eindeutig beantworten. Das VBS publiziert die Covid-19-Fälle im Militär zwar regelmässig auf ihrer Website. Eine Übersicht über alle Ansteckungen lässt sich jedoch nicht finden.

Die Armee hat im letzten Sommer die antretende Rekrutenschule erstmals vollständig durchgetestet, wie die Nachrichtenagentur SDA mitteilte. Dabei fielen 38 von knapp 12'000 Tests positiv aus. Das war im Juli 2020. Kurz zuvor wurde eine Studie publik, die belegt, dass es in zwei Kompanien in Airolo mit 354 Männern zu 102 positiven Covid-19-Fällen kam.

Auf die Frage, weshalb die Armee einen Teil der Rekruten nicht mit dem nächsten RS-Zug im Sommer aufbietet, sagt Mediensprecher Reist: «Diese Leute haben sich darauf eingestellt. Das sind 12’000 Rekruten und 2800 Kaderleute, die jetzt anfangen mit der Ausbildung.» Sie hätten ein Anrecht auf die Ausbildung, auf ihre Diensttage, den Sold und die Versicherung durchs Militär. Reist fügt an: «Der Aufwand ist so viel kleiner.»

Zweite Staffel lernt im Home Office

Während die erste Staffel von Rekruten nun bald ihre Ausbildung in den Kasernen antritt, bereitet sich die übrigen 40 Prozent zuhause vor. Das Programm für die Home-Office-Rekruten besteht aus vier Stunden Sport pro Wochen und sechs Stunden Theorie lernen pro Tag.

Die Theorie wird online vermittelt und umfasst hauptsächlich die Grundkenntnisse des Militär. Etwa, wie man mit dem Sturmgewehr oder der Pistole umgeht, wie eine Abwehr von atomaren, biologischen und chemischen Kampfmitteln funktioniert oder wie im Brandfall richtig vorzugehen ist.

«Rekruten können Abstand aufholen»

Allfällige Wissenslücken, die im Home-Office entstehen könnten, sollen dann im Februar aufgeholt werden. «Sobald die Rekrutinnen dann in der Kaserne sind, rechnen wir damit, dass sie den Abstand aufholen und ihr Wissen praktisch festigen können», so Reist.

Die Armee setzte hier auf Eigenverantwortung. «Es kommt darauf an, wie selbständig die Rekrutinnen und Rekruten ihre Verantwortung wahrnehmen und lernen», sagt Reist. Beim Einrücken gäbe es einen Test, in dem Wissen und Fitness geprüft werden. Wer ihn nicht besteht, muss in der Kaserne nochmals lernen.

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Diese 20 Ausdrücke werden alle Rekruten in der RS lernen

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