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Die Stadtpolizei Zürich lässt Zanetti eiskalt abblitzen. bild: keystone/watson

SVP-Nationalrat Zanetti verpfeift Bettler – doch die Polizei lässt ihn eiskalt abblitzen



SVP-Nationalrat Claudio Zanetti ärgert sich wieder mal. Und wie so oft lässt er seinen Gefühlen freien Lauf und lässt die Welt über die sozialen Medien daran teilhaben. Auf Twitter postet er ein Foto eines Bettlers und schreibt dazu: «Ist die Stadtpolizei in der Vorweihnachtszeit nur mit den Bettlern kulant, oder profitieren auch die Autofahrer?»

Prompt meldet sich die Stadtpolizei zurück, ignoriert den gehässigen Unterton von Zanetti gekonnt und schreibt nüchtern: «Wir arbeiten auch während der Festtage wie gewohnt – sollte Sie der Randständige in irgendeiner Weise stören, melden Sie sich via die Nummer 117. Wir wünschen Ihnen schöne Weihnachten

Doch damit war die Sache für Zanetti nicht gegessen. «Sie kennen die Rechtslage. Kleiner Tipp: Es ist ganz in Ihrer Nähe.» Doch so leicht ist die Stadtpolizei nicht aus der Ruhe zu bringen. Höflich bedanken sie sich für die Belehrung durch Zanetti und schreiben, natürlich sei ihnen die Rechtslage bekannt. «Es handelt sich dabei um eine Übertretung, dafür extra eine Fahndung aufzuziehen, wäre nicht verhältnismässig.» 

«Ebenfalls dort finden Sie die Bewerbungsunterlagen.»

Stadtpolizei Zürich

Zanetti ist offenbar nach Streiten zu Mute. Er tippt: «Es braucht keine Fahndung. Es reicht, mit offenen Augen das warme Büro zu verlassen. Genau wie Sie das machen, um Autofahrer zu bestrafen.» Wieder bedankt sich die Stadtpolizei höflich für Zanettis «Input». Man interpretiere seine Sticheleien als Interesse an dem Berufsstand der Stadtpolizei und empfehle daher die Website für weitere Infos. «Ebenfalls dort finden Sie die Bewerbungsunterlagen.»

Damit war Zanetti vorläufig zum Schweigen gebracht. Die Stadtpolizei sicherte sich mit den gelassenen Antworten die Sympathie der User. Zanetti hingegen bekam in der Folge sein Fett weg. 

(sar)

In London bezahlt man Strassenmusiker mit der Kreditkarte

Video: srf

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