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Grüne wollen dritten Zürcher Stadtratssitz holen



Raphael Golta, SP, Vorsteher Sozialdepartement, Andreas Hauri, glp, Vorsteher Gesundheits- und Umweltdepartement, Karin Rykart, Gruene, Vorsteherin Sicherheitsdepartement, Filippo Leutenegger, FDP, Vorsteher Schul- und Sportdepartement, Corine Mauch, Stadtpraesidentin und Vorsteherin Praesidialdepartement, Daniel Leupi, Gruene, Vorsteher Finanzdepartement, Andre Odermatt, SP, Vorsteher Hochbaudepartement, Michael Baumer, FDP, Vorsteher Technische Betriebe, und Richard Wolff, AL, Vorsteher Tiefbau- und Entsorgungsdepartement, von links, nach der konstituierenden Sitzung des Zuercher Stadtrates, im Zuercher Stadthaus, am Mittwoch, 16. Mai 2018 in Zuerich.
(KEYSTONE/Patrick Huerlimann)

Der aktuelle Zürcher Stadtrat. Bild: KEYSTONE

Die beiden bisherigen Grünen Stadträte, Daniel Leupi und Karin Rykart, wollen Stadträte bleiben: Sie treten bei den Wahlen 2022 erneut an. Bei zwei Grünen soll es aber nicht bleiben. Die Partei peilt einen dritten Sitz in der Stadtregierung an.

Dass Sicherheitsvorsteherin Karin Rykart und Finanzvorsteher Daniel Leupi weitere vier Jahre mitregieren wollen, ist keine Überraschung. Beide blieben bisher von Skandalen und grossen Niederlagen verschont. Die beiden hätten einen tadellosen Leistungsausweis, teilten die Grünen am Mittwoch mit.

Interessant ist jedoch, was die Grünen etwas weiter unten in ihrer Medienmitteilung ankündigten: Sie wollen einen dritten Sitz dazugewinnen. Im Stadtrat seien grüne Themen untervertreten.

Die Klimabewegung zeige, dass starker Handlungsbedarf bestehe. Das Klimaziel «Netto-Null» rufe nach verstärkter grüner Kompetenz, auch in der Regierung. Wer diese Verstärkung nun sein soll, ist offen. Die Partei setzt eine Findungskommission ein, um einen Kandidaten oder eine Kandidatin zu finden.

Der Entscheid fällt dann am 6. Juli, wenn die Mitglieder die Kandidierenden offiziell nominieren. Die Grünen waren bei den nationalen Wahlen im Jahr 2019 bereits zweitstärkste Partei in der Stadt Zürich, hinter der SP.

Auch GLP prüft zweiten Sitz

Auf die Fortsetzung der «grünen Welle» hofft auch die GLP. Sie nominierte den bisherigen Gesundheits- und Umweltvorsteher Andreas Hauri am Dienstag für eine weitere Amtszeit - und prüft ebenfalls, ob sie einen weiteren Sitz holen will. Dieser Entscheid wird zu einem späteren Zeitpunkt gefällt.

Ebenfalls für eine zweite Amtszeit kandidiert Michael Baumer (FDP). Keine Lust mehr hat hingegen AL-Stadtrat Richard Wolff. Er gab vergangene Woche bekannt, 2022 nicht mehr anzutreten.

Noch offen ist, wie sich FDP-Stadtrat Filippo Leutenegger entscheidet. Auch die SP hielt sich bisher bedeckt. Ob André Odermatt, Raphael Golta und Stadtpräsidentin Corine Mauch erneut antreten, ist noch offen. (aeg/sda)

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