DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Falschaussagen?

Razzia bei Berlusconis Gespielinnen Ruby & Co.

Italiens Ex-Premier Silvio Berlusconi wurde im vergangenen Jahr im «Ruby»-Prozess überraschend freigesprochen. Jetzt ermittelt die Mailänder Staatsanwaltschaft wegen Zeugenbestechung.



Die Mailänder Staatsanwaltschaft hat am Dienstag die Wohnung der ehemaligen Nachtklubtänzerin Karima El Marough alias Ruby durchsuchen lassen. Die junge Marokkanerin stand wegen ihrer Beziehung zu Italiens Ex-Premier Silvio Berlusconi im Mittelpunkt eines Skandals um Prostitution und Amtsmissbrauch. 

Berlusconi streicht seine Models von der Gehaltsliste

1 / 8
Berlusconi streicht seine Models von der Gehaltsliste
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Durchsucht wurden auch die Wohnungen von circa 20 weiteren jungen Frauen, die in den vergangenen Jahren in Berlusconis Luxusresidenz verkehrten. Ihnen wird Falschaussage vorgeworfen. Ihre Bankkonten wurden kontrolliert. Durchsucht wurde auch das Büro eines Rechtsanwalts, dem Korruption vorgeworfen wird, wie italienische Medien berichteten.

Die Durchsuchungen erfolgten im Rahmen einer dritten Untersuchung im Fall Ruby, die die Mailänder Staatsanwaltschaft führt. Der Verdacht lautet auf Zeugenbestechung. Die Ermittlungen betreffen insgesamt 45 Personen, darunter Berlusconis Rechtsanwälte Niccolo Ghedini und Piero Longo sowie eine Reihe von Zeugen, die in den vergangenen Monaten beim «Ruby»-Prozess in Mailand vor Gericht ausgesagt hatten.

Ausschweifende Partys

Berlusconi wird verdächtigt, Zeugen bezahlt zu haben, um sie vor Gericht zur Falschaussage zu bewegen. Bei den Zeugen handelt es sich mehrheitlich um junge Frauen, die in den vergangenen Jahren an ausschweifenden Partys in Berlusconis Mailänder Residenz teilgenommen hatten. 

Der 78 Jahre alte Berlusconi war im «Ruby»-Prozess im Juli in einem Berufungsprozess überraschend freigesprochen worden. In erster Instanz war der dreimalige Regierungschef zu sieben Jahren Haft und zu einem lebenslangen Verbot öffentliche Ämter auszuüben verurteilt worden. (whr/sda/apa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Urteil rechtskräftig

Hier wird Berlusconi Behinderte und Alte betreuen – ob er will oder nicht

Die Spatzen pfiffen es bereits von den Dächern, dass Silvio Berlusconi in einem Altersheim Sozialdienst leisten muss. Nun ist klar wo: Der Ex-Regierungschef muss einmal wöchentlich für ein Jahr in die «Fondazione Sacra Famiglia» fahren. Das Altersheim liegt südwestlich von Mailand.

Nachdem ein Mailänder Gericht am Dienstagmorgen das Urteil gegen Silvio Berlusconi bestätigt hat, wird jetzt bekannt: Der ehemalige Regierungschef muss zweieinhalb Jahre nach seiner Entmachtung im Altersheim seine Strafe abstottern. 

Von den ursprünglich verhängten vier Jahren Haft wurden Berlusconi altershalber drei Jahre erlassen. Das letzte Jahr seiner Strafe wird der «Cavaliere» in der «Fondazione Sacra Famiglia» verbringen. Zumindest gelegentlich. Die Auflagen seines Sozialdiensts …

Artikel lesen
Link zum Artikel