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Tierquälerei oder Tradition?

In Spanien erneut umstrittene Stierhatz durchgeführt



epa04402764 People look at the 'Elegido' (Chosen One), the bull chosen for the annual Toro de la Vega tournament in Tordesillas, Spain, 16 September 2014. Over 200 activists have tried to stop the traditional Toro de la Vega tournament, a medieval event that up to 40,000 people attend and that consists in a pack of hundreds trying to kill a bull, that runs free through the town, with lances.  EPA/R.GARCIA

Bild: EPA/EFE

Die wohl umstrittenste Stierhatz Spaniens hat trotz heftiger Proteste erneut stattgefunden. Hunderte mit langen Lanzen bewaffnete Männer hetzten am Dienstag einen Stier auf einer Wiese in der Stadt Tordesillas zu Pferde und zu Fuss.

Die Hatz dauerte so lange, bis der Sieger dem Tier den entscheidenden Stoss versetzen konnte. Vor 40'000 Zuschauern sei der 600 Kilogramm schwere Stier dann von mehreren Männern getötet worden, berichtete die spanische Nachrichtenagentur EFE.

Zuvor hatten rund 200 Demonstranten die aus dem Mittelalter stammende Veranstaltung zu sabotieren versucht. Sie bildeten Menschenketten, um das traditionelle Treiben des Stiers auf die Wiese zu verhindern. Sie demonstrierten lautstark mit Gesängen wie «Tortur ist nicht Kultur». Es seien auch Steine geflogen, so EFE. Die Polizei nahm zwei Demonstranten fest.

Vier Männer wurden vom Stier verletzt. «Das war ein sehr gefährlicher Gegner», sagte der Sieger des «Toro de la Vega»-Turniers, der 28-jährige Maurer Álvaro Fernández Martín, über den Stier «Elegido» (Auserwählter).

Am Wochenende hatten bereits Hunderte Menschen – darunter Politiker, Schauspieler, Sänger und Intellektuelle – in Madrid gegen die Veranstaltung protestiert, die 1980 vom Staat zum «Fest von touristischem Interesse» erklärt wurde. (sda/dpa)

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