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Rücktritt des Ministerpräsidenten gefordert

Spanier protestieren mit «Märschen der Würde» gegen die Sparpolitik



Zehntausende Spanier haben am Samstag an landesweiten Demonstrationen gegen die Spar- und Wirtschaftspolitik der konservativen Regierung protestiert. Zugleich forderten viele den Rücktritt von Ministerpräsident Mariano Rajoy.

Die «Märsche der Würde» fanden in mehr als 40 Städten des Landes statt. Nennenswerte Zwischenfälle habe es dabei nicht gegeben, berichteten Medien. Zu den Protesten hatten rund 130 Organisationen und Bewegungen, darunter auch die Linksparteien Vereinigte Linke (IU) und Podemos, aufgerufen.

A mix of protesters and shoppers fill Madrid's landmark Puerta del Sol square during a demonstration which organisers have labelled the

Am meisten Menschen gingen in Madrid auf die Strasse.  Bild: SUSANA VERA/REUTERS

Die Teilnehmer forderten auf Plakaten «Brot, Arbeit, Würde». Die Folgen der langjährigen Wirtschaftskrise seien in Spanien noch sehr deutlich zu spüren. 

Die grösste Kundgebung gab es in der Hauptstadt Madrid. Dort gingen nach Angaben der Organisatoren «mehrere zehntausend» Bürger auf die Strassen. In sechs Marschkolonnen zogen sie zum zentralen Platz Puerta del Sol, wo sie trotz Regens bis zum späten Abend aushielten.

Die spanische Wirtschaftslage hat sich nach sechs Krisenjahren in den vergangene Monaten deutlich verbessert. Die Konjunktur zieht wieder an und die Arbeitslosenquote sank im dritten Quartal dieses Jahres auf 23,7 Prozent, 2 Prozentpunkte weniger als im Vorjahreszeitraum. In den Monaten Juli bis September waren aber immer noch rund 5,4 Millionen Menschen ohne Arbeit. (feb/sda/dpa)

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