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Robbe

Bild: Shutterstock

Heute ist RS-Start – darum gibt's jetzt 11 Fakten zum Thema Robben



Durch den Dreck robben gehört genauso zur Rekrutenschule wie die Schutzmaske zu Corona. Und da heute viel junge Schweizer und Schweizerinnen trotz Corona in die Sommer-RS einrücken müssen, gibt's jetzt elf Fakten zum namensgebenden Tier dieser Aktivität.

So viele Robbenarten gibt es

Robbe

Bild: Shutterstock

Weltweit sind bisher 33 Robbenarten bekannt. Sie werden in drei Familien eingeteilt:

Die kleinste Robbe

Baikalrobbe

Die Baikalrobbe. Bild: Shutterstock

Die Baikalrobbe gilt als kleinste Robbenart. Ihre Körperlänge beträgt etwa 140 Zentimeter, bei einem Gewicht von maximal 90 Kilogramm. Sie lebt als einzige Robbe ausschliesslich im Süsswasser – nämlich im Baikalsee. Damit ist die Baikalrobbe auch eine der wenigen Robbenarten, die in Binnengewässern heimisch ist. Die Baikalrobbe gehört zur Familie der Hundsrobben.

Die grösste Robbe

Südlicher See-Elefant

Der Südliche See-Elefant (Penguin for scale). Bild: Shutterstock

Der Südliche See-Elefant ist nicht nur die grösste Robbenart, sondern auch das grösste Raubtier. Männliche Tiere können eine Länge von über sechs Metern und ein Gewicht von über vier Tonnen erreichen. Weibchen sind mit einer Länge von etwa vier Metern um einiges kleiner. Der Südliche See-Elefant gehört zur Familie der Hundsrobben.

Krasse Tauchkünstler

Robbe

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Robben sind wahre Tauchkünstler. Sie können mehrere Minuten unter Wasser bleiben und viele von ihnen tauchen mehrere hundert Meter tief. Zu den Spitzenreitern in dieser Disziplin gehört die Klappmützenrobbe. Sie kann bis zu 60 Minuten am Stück tauchen und erreicht so Tiefen von bis zu 1000 Metern.

Manche Robben mögen's warm

Hawaii-Mönchsrobbe

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Robben sind vor allem dafür bekannt, in den kalten Regionen unserer Erde zu leben. Doch es gibt auch einige wenige Arten, die es wärmer mögen. Beispielsweise der Südafrikanische Seebär oder der Australische Seelöwe. Selbst auf Hawaii gibt es mit der Hawaii-Mönchsrobbe eine Robbenart. Selbst in der Karibik gab es einst eine Robbenart: Die Karibische Mönchsrobbe gilt heute leider als ausgestorben.

Kolumbus und die Robben

Das erste Säugetier der Neuen Welt, das Christopher Kolumbus auf seiner zweiten Amerikareise 1494 entdecke, war eine Robbe. Dies weiss man, da Kolumbus dies in einem Bericht erwähnt. Er entdeckte die Tiere an der Küste von Santo Domingo (Dominikanische Republik) und nannte sie Seewölfe.

Karibische Mönchsrobbe

Eine Karibische Mönchsrobbe im Zoo von New York, ca. 1910. Bild: Gemeinfrei

Heute weiss man, dass es sich um die Karibische Mönchsrobbe gehandelt hat. Kolumbus' Mannschaft tötete noch am selben Tag der Sichtung acht Tiere, um die Vorräte aufzustocken. Dies war der Beginn einer jahrhundertelangen Jagd auf die Robben, die 1996 damit endete, dass die Robbenart als ausgestorben deklariert wurde. Die letzte bestätigte Sichtung lag da schon über ein halbes Jahrhundert zurück.

Harte Kindheit

Eine junge Sattelrobbe

Eine junge Sattelrobbe. Bild: Shutterstock

Vor allem Robben in den kalten Regionen dieser Welt haben kein einfaches Leben. Sie müssen mit extremen Umweltbedingungen klarkommen. So gebären weibliche Klappmützenrobben ihre Jungen auf treibenden Eisschollen. Dort säugt sie das Junge gerade einmal drei bis vier Tage lang, bevor sie es auf der Scholle zurücklässt.

Richtig fette Milch

Klappmützenrobbe

Eine weibliche Klappmützenrobbe. Bild: Shutterstock

Die Milch, die Robben produzieren, um ihre Jungen zu säugen, kann bis zu 50 Prozent Fett enthalten. Bei der Klappmützenrobbe sorgt diese fette Milch dafür, dass das Jungtier ihr Gewicht in vier Tagen mehr als verdoppelt: von 20 auf 50 Kilogramm.

Schlafen im Wasser

Hawaii-Mönchsrobbe

Am liebsten schlafen Robben auf dem Land. Hier eine Hawaii-Mönchsrobbe. Bild: Shutterstock

Seehunde schlafen nicht nur an Land, sondern manchmal auch im Wasser. Dabei begeben sie sich in Bauchlage und driften langsam nach unten. So können sie mehrere Minuten schlafen. Allerdings bleibt bei dieser Art des Schlafens immer eine Gehirnhälfte wach, um Gefahren rechtzeitig zu erkennen. Erst, wenn sie auf dem Land schlafen, begeben sich beide Hirnhälften in den Schlafmodus.

Brutale Robbenjagd

Robben wurden vom Menschen schon immer gejagt. Zum einen für Nahrungsbeschaffung, oft aber auch nur wegen ihres Pelzes. Noch 2010 wurden alleine in Kanada rund 67'000 Robben getötet.

Robbenjagt

Auch Inuit haben schon immer Robben gejagt. Allerdings nur für den Eigenbedarf, was die Populationen nie gefährdet hat. Bild: Shutterstock

Nach Schätzungen wurden in den letzten 200 Jahren rund zwölf Millionen Robben getötet – die Dunkelziffer dürfte aber weit höher sein. Dabei war es jahrelang Praxis, junge Robben mit einem Knüppel zu erschlagen, um den Pelz nicht zu beschädigen. Heute ist der Handel mit Robbenpelz in vielen Ländern eingeschränkt oder verboten.

Robbeninvasion in Norwegen

1987 berichteten die Medien über eine Robbeninvasion vor der norwegischen Küste. Über 200'000 Sattelrobben tauchten auf und sorgten bei Fischern für Entsetzen. Vorwürfe wurden laut, dass durch Schutzmassnahmen eine Überpopulation entstanden war, die sich selbst und dem Menschen den Fisch wegfressen würden.

Lodde Fisch

Die Lodde. Bild: Shutterstock

Tatsächlich war es aber umgekehrt. Durch jahrelange Überfischung war der Bestand der Lodde auf ein Fünftel seiner ursprünglichen Grösse geschrumpft. Dieser Fisch ist aber Nahrungsgrundlage der Sattelrobbe. Auf der Suche nach Nahrung wanderten immer mehr Robben – entgegen ihrem normalen Verhalten – der Küste entlang, wodurch es zu der riesigen Ansammlung kam.

(pls)

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12Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Dani B. 30.06.2020 23:29
    Highlight Highlight Wenn Robben hinter Robben robben, robben Robben Robben nach.
    Das haben die Tiere mit Fliegen und Schleichen gemeinsam.
  • Mia_san_mia 30.06.2020 04:33
    Highlight Highlight Das Comeback von Arjen Robben hätte man aber schon noch erwähnen können.
  • Dani B. 30.06.2020 03:37
    Highlight Highlight Habe heute gelernt:
    Robben gehören zu den Hundeartigen (Caniformia).
  • goalfisch 29.06.2020 13:09
    Highlight Highlight Es heisst übrigens: Kriechen
    Robben gibt es in der Armee nicht mehr.
    klugscheissermodusbleibton*
    • Pascal Scherrer 29.06.2020 14:10
      Highlight Highlight Nein! Ich hoffe, es gibt wenigstens den Armeepflock 95 noch!

      PS: Dann gibt's nächstes Mal eben 11 Fakten über Kriechtiere.

    • Samurai Gra 29.06.2020 21:56
      Highlight Highlight Man könnte es Gollum nennen 🤔
  • Paddiesli 29.06.2020 13:05
    Highlight Highlight Noch eine Robbenart ging verloren. Die singende Robbe Williams.
  • Hans Jürg 29.06.2020 12:47
    Highlight Highlight Ihr habt noch Arjen Robben vergessen...
    Benutzer Bild
  • Xiakit 29.06.2020 12:27
    Highlight Highlight Eine Art habt ihr vergessen.
    Benutzer Bild
  • Geff Joldblum 29.06.2020 12:22
    Highlight Highlight 11 Fakten über Robben, und nie kommt der Arjen vor. Enttäuschend. 😁
  • Fabian Lehner 29.06.2020 12:13
    Highlight Highlight Die Saimaa Robbe (Finnland) lebt auch nur im Süsswasser. Gilt aber als Unterart deswegen kann man das mit der Baikalrobbe als korrekt ansehen ;)
  • eru 29.06.2020 11:59
    Highlight Highlight Etwas wurde hier vergessen, das Comeback von Arjen Robben...

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