DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Steilvorlage: Chemnitz zeigt Pornos auf Infosäule

Mitten in Chemnitz liefen auf einer städtischen Infosäule Pornovideos. Die Stadt selbst sprach von einem «unerwarteten Programm».

Lars Wienand / t-online



Ein Artikel von

T-Online

Peinliche Panne auf einer digitalen Infostele in Chemnitz. Auf dem Bildschirm, der auf dem Marktplatz der Stadt steht, wurden am Donnerstagabend etliche Minuten lang Videos einer Pornoseite aus dem Internet gespielt. Eigentlich sollen die Bildschirme über die Historie in der «Stadt der Moderne» informieren, wie sich Chemnitz nennt.

Viel Bewegung auf der Infostele: Auf dem Bildschirm der Stadt Chemnitz am Marktplatz lief am Donnerstag ein Pornoprogramm.

Viel Bewegung auf der Infostele: Auf dem Bildschirm der Stadt Chemnitz am Marktplatz lief am Donnerstag ein Pornoprogramm. Bild: t-online.de

Die Stadt räumte den Zwischenfall auf Twitter ein: «Wir können bestätigen, dass es ein unerwartetes Programm gab.» Verleugnen liess sich das auch kaum, schnell verbreitete sich ein Foto der wilden Infosäule in den sozialen Medien. Die Stadt bedankte sich für die Hinweise. Die Ursache blieb zunächst unklar.

«Das war so lustig, mit Eis in der Nähe zu sitzen und die Reaktionen der Passanten zu beobachten», berichtete eine Chemnitzerin auf t-online.de. «In den 10 oder 15 Minuten beim Eisessen lief es die ganze Zeit.» Auch der Zugriff auf die Systemeinstellungen sei, neben dem Zugriff aufs Internet, möglich gewesen. «Bestimmt ein Projekt zur Verjüngung des Altersdurchschnitts.»

Die Stadtverwaltung hat ein fast liebevolles Verhältnis zur Infostele. Ziel sei, dass sie «nicht nur Wissen vermitteln, sondern mit digitalen Angeboten zusätzlich Spass und Freude machen», sagte Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig vor der Einführung der Säulen. Trotz einer Reihe von Pannen wurde kürzlich erst die Aufstellung weiterer Informationsstelen Thema.

Bei der Einweihung funktionierte die Säule nicht

Zur Einweihung im März 2018 war der Schirm überhaupt nicht empfänglich gewesen für Tast- oder Streichbewegungen: Der Touchscreen reagierte schlicht nicht. Nach weiteren Aussetzern wurde dann von der Verwaltung angekündigt, «das Computersystem intensiver zu überwachen». 

Das war offensichtlich am Donnerstag, ausgerechnet auch noch Welt-Masturbationstag , nicht der Fall. Die Veranstalter des Christopher Street Days in Chemnitz waren mit dem Programm aber nicht zufrieden. «Habt ihr auch was für uns», schrieb ihr Twitteraccount an die Stadt. 

Seit die Tafel dort steht, sind wegen Fehlfunktionen bereits das Display gewechselt und die Software optimiert worden. Zeitweilig wurde sie abgeschaltet. Dennoch hat die Säule Zuwachs bekommen, zwei Stelen haben zusammen 70'000 Euro gekostet. Im Februar hat es in der Stadt Gespräche über die Aufstellung weiterer Säulen gegeben.

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Alte Glüschtler, die spärlich bekleidete Damen an Erotik-Messen fotografieren

1 / 20
Alte Glüschtler, die spärlich bekleidete Damen an Erotik-Messen fotografieren
quelle: epa / toni garriga
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

BBC-Mitarbeiter schaut Porno während Live-Schaltung

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Einbrechen in Zeiten des Corona – ein Direktbetroffener schildert sein Leiden

Die Coronavirus-Pandemie betrifft uns alle. Manche von uns wesentlich härter als andere. Herr K. ist professioneller Einbrecher und gehört zu Zweiteren. Hier schildert er seine Probleme als Direktbetroffener.

Herr K. verschafft sich hauptberuflich Zugang zu fremden Haushalten, um zu stehlen. Die vom Bundesrat indirekt empfohlene Parole #StayTheFuckHome schlägt sich direkt auf sein Geschäft nieder. Im Interview mit watson schildert er seine Lage und holt zum Rundumschlag aus.

Herr K., wie geht es Ihnen?Herr K.: Naja (hustet). Es ist beruflich eine harsche Zeit. Da muss ich wohl nichts beschönigen.

Sie sind hauptberuflich als professioneller Einbrecher tätig. Schildern Sie uns doch, inwiefern der …

Artikel lesen
Link zum Artikel