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9 historische Begebenheiten, die bestenfalls wie ein schlechter Scherz klingen



Alles scheint momentan ein wenig absurd. Wie immer aber hilft uns ein Blick in die Vergangenheit, unsere jetzige Situation etwas einzuordnen. Und jap, die Weltgeschichte hat wesentlich Skurrileres als eine globale Quarantäne zu bieten.

Die Zeitreise im philippinischen Dschungel

Stell dir vor, es ist Krieg und keiner geht hin. Schön. Stell dir vor, der Krieg ist vorbei und keiner sagt's dir. Weniger schön. Während Ersteres wohl in der Geschichte der Menschheit niemals Realität werden dürfte, ist Letzteres bereits passiert.

Im Zweiten Weltkrieg wurde der japanische Soldat Hiroo Onoda damit beauftragt, feindliche Hafeneinrichtungen und Landebahnen zu sabotieren. Der auf Guerillakriegsführung spezialisierte Onoda nahm sich dies zu Herzen und versteckte sich im Dschungel.

Und zwar bis 1974:

FILE - In this March, 1974 photo, Hiroo Onoda, center, salutes after handing over his military sword on Lubang Island, Philippines, when he comes out of hiding in the jungle. Onoda, the last Japanese imperial soldier to emerge from hiding and surrender after World War II, has died. He was 91. Onoda died Thursday, Jan. 16, 2014 at a Tokyo hospital. (AP Photo/Kyodo News) JAPAN OUT, CREDIT MANDATORY

Hier ergibt sich Onoda den philippinischen Behörden, indem er seinen Säbel übergibt. Bild: AP Kyodo News

Jegliche Nachrichten des Kriegsendes hielt er für gegnerische Propaganda. Sein Befehl lautete, bis auf Weiteres die Stellung zu halten und zu kämpfen. Das Kriegsende akzeptierte er schliesslich erst, als sein damaliger Kommandant die Reise in den Dschungel antrat, um ihm das Ende seines Einsatzes persönlich zu bestätigen.

Seine Loyalität hatte denn auch unschöne Auswirkungen: Onoda tötete nach Kriegsende noch 30 Inselbewohner, die er fälschlicherweise für Kriegsgegner gehalten hatte.

Die US-Flagge wurde von einem 17-Jährigen gestaltet

Die Flagge der USA veränderte sich im Laufe der Zeit immer wieder. Dies hat vor allem damit zu tun, dass in der Geschichte der jungen Nation kontinuierlich neue Staaten gegründet wurden, welche durch die Sterne repräsentiert werden.

Hier die (ungefähre) Evolution der US-Nationalflagge:

Die heutige, normierte Version der US-amerikanischen Nationalflagge wurde von Robert G. Heft gestaltet. Zum Zeitpunkt des Designs war Heft gerade mal 17 Jahre alt und konzipierte dieses im Rahmen eines Schulprojekts.

Da Heft die Anerkennung der zukünftigen Bundesstaaten Alaska und Hawaii antizipierte, gestaltete er die Flagge bereits mit 50 Sternen, obwohl die USA zu der Zeit de facto aus lediglich 48 Staaten bestand. Aufgrund dieses vermeintlichen Fehlers erhielt er von seinem Lehrer Stanley Pratt die Note B-.

Bild

Robert G. Heft, eigentlicher Urheber der US-Flagge, hier 2009, einige Tage vor seinem Tod. Bild: wikipedia

Als im Zuge der Erweiterung der USA um zwei Staaten dann Flaggen-Designs aus dem ganzen Land ans Weisse Haus geschickt wurden und Hefts Interpretation aus zirka 1'500 Vorschlägen zum Gewinner gekürt wurde, änderte Pratt die Note seines Schülers rückwirkend zu einem A.

Papst Gregor IX. war ein zentraler Faktor in der Verbreitung der Pest

Ob Papst Gregor IX. ein Hundefreund war, ist nicht überliefert. Klar ist hingegen, dass er kein Katzenliebhaber war.

Papst Gregor IX.

Eine Darstellung von Papst Gregor IX. um 1270. Währenddem er gezeichnet wurde, sagte er gemäss unbestätigten Quellen nicht «Pspspsps». Bild: wikipedia

Papst Gregor IX. brachte Katzen nämlich mit Teufelsanbetung in Verbindung, weshalb er sie grossflächig ausrotten liess – gut und gerne auch mal mittels zeremoniellen Katzenverbrennungen bei Festen. Im päpstlichen Schreiben «Vox in Rama» von 1233 wurden schwarze Katzen als «satanisch» bezeichnet.

Und die Katzen damals so:

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gif: steamcommunity

Andere Geistliche vermuteten, dass der Atem der Katze die Pest verbreitet, was im Rückblick natürlich falscher nicht sein könnte. Denn durch die Katzenausrottung im grossen Stil florierte die Rattenpopulation sondergleichen, was die Pestausbreitung im Umkehrschluss begünstigte. Dies ist natürlich wissenschaftlich schwer zu untermauern, der Schluss jedoch liegt nahe.

Lenin, Stalin und Co. waren begnadete Bildbearbeiter

(... oder zumindest deren PR-Beauftragte.) Heutzutage gilt es als bewiesen, dass in der Sowjetunion Bilder mit in Ungnade gefallenen Weggenossen regelmässig retuschiert wurden. Generell waren visuelle Manipulationen im 19. und 20. Jahrhundert weiter verbreitet, als man vermuten würde. Insbesondere auch im Dritten Reich.

In Anbetracht des Umstands, dass wohl kaum einer der Beteiligten über Photoshop verfügte, sind die Retuschen ziemlich beeindruckend.

Zum Beispiel hier:

«Ein Foto von Stalin mit dem sowjetischen Nikolai Yezhov wurde retouschiert, nachdem Yezhov in Ungnade fiel und 1940 exekutiert wurde.»

Hier ein weiteres Beispiel:

Oder aber das hier:

China hat in drei Jahren mehr Zement verbaut als die USA im 20. Jahrhundert

Gemäss den Daten des International Cement Review hat China zwischen 2011 und 2013 rund 6,6 Gigatonnen Zement verbaut. Da Gigatonnen für den Normalbürger eine relativ schwer einzuordnende Masseinheit ist, soll hier ein Vergleich mit einer anderen globalen Supermacht etwas Licht ins Dunkle bringen.

Murica.

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gif: giphy

Das Land des grossen Traums hat gemäss derselben Daten gerade mal 4,5 Gigatonnen verbaut – und zwar zwischen 1901 und 2000. Obwohl die Aussagekraft des Vergleichs sicherlich angezweifelt werden kann, so ist die Vorstellung dennoch beinahe lächerlich, dass China in drei Jahren beinahe anderthalbmal so viel Zement verbaut hat als die Industriemacht USA im 20. Jahrhundert ...

Komplette Zahnentfernung als Hochzeitsgeschenk

Im England des 19. Jahrhunderts waren die Mundhygienestandards vielerorts desaströs. Die Zahnarztskunst war denn auch noch nicht so weit fortgeschritten, als dass sie Löcher und Entzündungen effizient hätte behandeln könne. Zahnschmerzen hiess beinahe unweigerlich auch Zahnentfernung. Da sich auch die Anästhesie noch eher in den Kinderschuhen befand, war dies eigentlich immer schmerzhaft.

Und wir heute nach dem kleinsten Eingriff (ok, vor allem die Amis):

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gif: giphy

Aus diesen Gründen waren komplette Zahnextraktionen ein sehr verbreitetes und durchaus geschätztes Hochzeitsgeschenk, insbesondere als Geschenk für die werdende Braut. Alle Zähne raus, Zahnprothesen rein. So wurde der Schmerz und das Unbehagen auf einen Zahnarzttermin gebündelt, der Rest des Lebens war dann dafür sorgenfrei, immerhin was die Zähne betraf.

Visualisierung eines durch und durch glücklichen Ehepaars im 19. Jahrhundert:

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Bild: imgur

Je nach Zeit und Ort des Eingriffs waren die Zahnprothesen an sich jedoch selbst ... naja ... eher gruselig. Sie wurden, insbesondere in England, nicht selten mit Zähnen von gefallenen Soldaten hergestellt. Gemäss einem BBC-Artikel waren diese Zahnprothesen durchaus beliebt, da sie als bequemer und ästhetisch ansprechender galten als Elfenbein- oder Porzellan-Imitate.

Diese Echtzahn-Prothesen hiessen in England «Waterloo teeth» und sahen so aus:

Bild

Übersetzung: «Bis Mitte des 19. Jahrhunderts wurden Zahnersatze aus Zähnen hergestellt, die von Plünderern auf den Schlachtfeldern der Napoleonischen Kriege gefunden wurden. Das Schlachtfeld von Waterloo erwies sich dabei als besonders ergiebig für Plünderer, da dort rund 47'000 Soldaten auf verhältnismässig wenig Raum gefallen sind. » Bild: wikimedia

Kannibalismus war in Europa zeitweise gang und gäbe

Im 16. und 17. Jahrhundert war der Verzehr von Leichenteilen in Europa besonders bei Adligen, Geistlichen und Wissenschaftlern sehr beliebt. Dies, obwohl der im frisch entdeckten amerikanischen Doppelkontinent angeblich beobachtete Kannibalismus als Akt der Unzivilisiertheit wahrgenommen wurde. Zu diesem Schluss kam das renommierte Wissenschaftsmagazin Smithsonian.

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gif: giphy

Der noble Kannibalismus war denn auch rein medizinischer Art. Knochen, Gewebe, Blut und Muskeln sollten Beschwerden von Kopfschmerzen bis hin zu Epilepsie lindern. Dafür wurden unter anderem Pharaonengräber oder irische Grabstätten geplündert, weshalb der Kannibalismus für Grabräuber zu einem ertragreichen Geschäft wurde.

Den ausführlichen, wirklich sehr lesenswerten Artikel dazu findest du hier (auf Englisch).

Liechtenstein war eine erfolgreiche Kriegsnation

Gut, womöglich ist dies ein wenig überspitzt formuliert, faktisch aber dennoch nicht von der Hand zu weisen. Denn im Jahr 1866 zog eine 80-Mann-starke Truppe aus dem Ländle in den zwischen Österreich und Preussen lodernden Deutschen Krieg.

Die Soldaten aus dem Fürstentum sollten die österreichische Grenze zu Italien verteidigen und standen den feindlichen Truppen schliesslich in Bormio gegenüber. Es kam wider Erwarten nicht zum Gefecht, die 80 Männer wurden anschliessend zurückbeordert und kehrten nach sechs Wochen Kriegseinsatz zurück. Mit 81 Mann.

Und das Empfangskomitee in Liechtenstein so:

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gif: gifer

Der Grund:

«Und die Legende stimmt wirklich: Die 80 Liechtensteiner Soldaten kamen mit einem Soldaten mehr heim, den die Truppe als Freund gewonnen hatte.»

Tagblatt

Beim 81. Mann handelte es sich um einen österreichischen Offizier, der Gefallen an der Ländle-Truppe fand und sich ihnen anschloss. Mit mehr Soldaten zurückkehren als in einen Krieg ausrücken – das ist ganz hohe Kriegskunst ...

Und da man aufhören soll, wenn es am schönsten ist, hat der Fürst das Liechtensteiner Militär im Anschluss auf diesen Einsatz am 12. Februar 1868 offiziell aufgelöst.

Ärzte beglückten scharenweise Frauen und deren Ehemänner fanden's gut

Ein prägender Begriff in der Medizin des 18. und 19. Jahrhunderts war die weibliche Hysterie. Schnell wurde sie zur praktischen Diagnose für jegliche weibliche Beschwerden, wie zum Beispiel Kopfschmerzen oder Schlaflosigkeit.

Seit Hippokrates sah die Behandlung der Hysterie denn auch immer gleich aus: Es muss eine hysterische Krise herbeigeführt werden – wobei ein gängigerer Begriff dafür weiblicher Orgasmus sein dürfte. Die Ehemänner unterstützten natürlich die Heilung der Hysterie. Befriedigt wurde die Frau in ihren Augen ohnehin nur durch Penetration.

Penisse zu jener Zeit:

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gif: tenor

Die klitorale Massage bis zum entladenden Höhepunkt sollte die Beschwerden vorübergehend lindern. Wenig überraschend zeigten im Laufe der Zeit immer mehr Frauen regelmässig hysterische Symptome. Die Ärzte kamen mit dem Stimulieren kaum mehr nach.

Zum Glück entwickelte Joseph Mortimer Granville 1883 einen elektrischen Apparat, der eigentlich für die Massage von verspannten Muskeln gedacht war. Der befriedigenden Ärztegilde war dies piepegal. Sie rissen sich um «Granvilles Hammer» (wie das Gerät anfänglich hiess), um ihre Arbeit effizienter zu gestalten.

Bild

«Granvilles Hammer» (links) mit Batterie (rechts). Bild: wikipedia

«Endlich (...) hatte diese für die behandelnden Ärzte alles andere als lustbringende, zeitraubende und mitunter gar einen schmerzhaften Tennisarm auslösende Aufgabe ein Ende.»

Der Spiegel

Und der Vibrator ward geboren.

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36Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Mingo1983 14.04.2020 00:49
    Highlight Highlight Für Punkt 4 hätte ich gerne verlässliche, wissenschaftlich geprüfte Belege dafür.
  • Hans Jürg 13.04.2020 09:45
    Highlight Highlight Zu 4:
    Owells Roman "1984" iwar von diesen Zuständen in der Sowjetunion von damals inspieriert worden. Es ist eigentlich keine Science Fiction. 1984 schildert die Zustände von 1948. Überspitzt zwar, aber nicht allzu sehr.
  • Matti_St 13.04.2020 09:32
    Highlight Highlight Die Schlange der Gadsden Flag ist auf dem "Black Album" von Metallica abgebildet. Wusste gar nicht, dass die von dort kommt.
  • usbdevice 12.04.2020 21:06
    Highlight Highlight Nummer 8 erinnert mich an die Zeit, in der Liechtenstein noch Test mit Nuklearwaffen machte: https://www.theonion.com/liechtenstein-successfully-tests-teeny-tiny-nuclear-bom-1819594631
  • Stargoli 12.04.2020 19:55
    Highlight Highlight Zu Punkt 9:
    Da gibts einen sehr amüsanten Film der genau dieses „Problem“ und die Entwicklung dieses Geräts aufzeigt. Sehr sehenswert, heisst Hysteria.
    • scherom 13.04.2020 09:22
      Highlight Highlight Kann ich auch empfehlen :)
    • Baldrian Balsamarius 14.04.2020 09:18
      Highlight Highlight Und im Film "The Road to Wellville" wird das Thema auch aufgegriffen: Dort muss ein gewisser "Dr. Spitzvogel" die Arbeit noch von Hand verrichten. Es stört ihn aber nicht so.
  • Red4 *Miss Vanjie* 12.04.2020 19:28
    Highlight Highlight Spricht den Niemand über die Dilden?
    • Piwi 12.04.2020 19:52
      Highlight Highlight Jetzt nur nicht gleich hysterisch werden 😁
    • Red4 *Miss Vanjie* 12.04.2020 21:17
      Highlight Highlight Jetzt macht auch die Herkunft von "Doktor spielen" Sinn...
  • Grave 12.04.2020 19:19
    Highlight Highlight Die nummer 1 erinnert mich an den bud spencer klassiker zwei asse trumpfen auf 😮😀
    • Ich hol jetzt das Schwein 13.04.2020 01:58
      Highlight Highlight Basiert ja auch darauf!
    • Hardy18 13.04.2020 17:57
      Highlight Highlight Hatte ich gedacht. 😄
  • Unicron 12.04.2020 17:56
    Highlight Highlight Gott, man stelle sich mal vor, du gehst am Abend ins Bett, und weisst dass dir am nächsten Morgen ALLE Zähne gezogen werden...

    Nein, man stelle es sich lieber NICHT vor!
    • Kaishakunin 13.04.2020 08:13
      Highlight Highlight Und was ich auch seltsam finde: warum zog man erst die Zähne, um dann aus fremden Zähnen eine Prothese zu machen? Man hätte ja die eben gezogenen verwenden können? ;-)
    • Chrisbe 13.04.2020 08:19
      Highlight Highlight Und das noch ohne Betäubung / Narkose!!
    • cada momento 13.04.2020 10:19
      Highlight Highlight Nicht so hyserisch....
  • Pafeld 12.04.2020 17:43
    Highlight Highlight Schwarze Katzen sind bis heute in Tierheimen schwieriger zu vermitteln und werden überdurchschnittlich oft im Strassenverkehr verletzt. Einmal mehr christlicher Bullshit, der bis heute unnötigerweise seinen Tribut fordert.
    • Nameless Hero 12.04.2020 17:49
      Highlight Highlight Glaube zweiteres hat eher damit zu tun, dass man sie im dunkeln weniger gut sieht. So oder so aber traurig, dass es wegen einem Aberglauben soweit kam. Ich liebte als Kind unsere Schwarze Katze...
    • ast1 12.04.2020 17:53
      Highlight Highlight Die Vermittlung in Tierheimen mal dahingestellt, die höhere Zahl im Strassenverkehr kann man wohl einfach auf die schlechtere Sichtbarkeit zurückführen? Ich sehe da den Zusammenhang mit dem Glauben nicht .
    • Pafeld 12.04.2020 19:09
      Highlight Highlight Das mit der Sichtbarkeit lässt sich kaum bestreiten. Nichts desto trotz. Schwarze Katzen sind geil und es ist nur eine Frage der Zeit, bis ich mir auch einen "Salem" zulege.
    Weitere Antworten anzeigen
  • pamayer 12.04.2020 16:51
    Highlight Highlight Unwissend gepaart mit der eigenen Sicht der Welt ist und war nie ein guter Ratgeber.
  • _Qwertzuiop_ 12.04.2020 16:39
    Highlight Highlight Auch in der CH waren komplette Zahnentfernungen nicht unüblich, da Zahnarztrechnungen teuer waren (sind). Meine Urgrossmutter liess sich vor der Hochzeit alles Zähne ziehen und hat dann ein Gebiss geschenkt bekommen.
    • Pafeld 12.04.2020 17:55
      Highlight Highlight Im 19. Jahrhundert waren in England (vermutlich in anderen europäischen Staaten auch, aber ich kenne nur die Zahlen aus England) Infektionen im Zahnbereich eine der häufigsten Todesursachen. Die plötzliche Verfügbarkeit von "billigem" Zucker in grossen Mengen aus den Kolonien führte zu einem massiven Anstieg von Karies und Diabetes in breiten Teilen der Bevölkerung. Da das Ziehen von Zähnen zwar die Schmerzen beseitigte, jedoch die Infektion nicht bekämpfte, war kariesinduzierte Sepsis ähnlich verbreitet, wie Tod durch ertrinken. Mit einem Gebiss war man davor geschützt.
    • _Qwertzuiop_ 12.04.2020 18:20
      Highlight Highlight Kann gut sein:) bei meiner Urgrossmutter war jedenfalls die Zahnarztrechnung die Hauptsache aber das eine hängt ja mit dem anderen stark zusammen. Sehr interessantes Thema
    • Ylene 12.04.2020 19:27
      Highlight Highlight @Pafeld: Interessant, wusste ich nicht. Zu Tudors Zeiten war Zucker noch absoluter Luxus und darum haben nicht ganz so reiche, aber mode- und statusbewusste Engländer einfach ihre Zähne schwarz gefärbt - nach deinem Kommentar sicher die gesündere Variante 😁 https://www.thevintagenews.com/2016/01/18/tudor-england-the-teeth-of-the-rich-often-went-black-from-sugar-it-was-fashion-among-the-lower-classes-to-blacken-their-teeth-to-show-they-were-rich/
    Weitere Antworten anzeigen
  • KoSo 12.04.2020 16:18
    Highlight Highlight zu Nr. 6

    auch hier in der Schweiz war es lange Zeit für Frauen üblich, saniert, heisst mit einer Totalprothese versorgt, im die Ehe zu gehen.

    ich habe 1990 für solche Frauen, zu beginn meiner Lehre als Zahntechniker, Anpassungsarbeiten am Zahnersatz machen dürfen.
    • Rabbi Jussuf 12.04.2020 19:28
      Highlight Highlight Ich kenne eine Französin aus einfachsten Verhältnissen in der tiefsten Pampa in Zentralfrankreich,ihr wurden mit 18 auch alle Zähne gezogen.
      Das ist aber erst etwa 30 Jahre her!
    • Grötzu 12.04.2020 23:20
      Highlight Highlight Toller Kommentar. Glaube Dir jedes Wort. Mein Vater wurde 1917 geboren. Ich 1950.
    • TERO 13.04.2020 14:53
      Highlight Highlight @Grötzu
      Verstehe dein Kommentar nicht,
      um was geht's bei Dir... 🤔
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