DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Der Zuger Sven Senteleler reklamiert nach seiner Strafe2, im Eishockey-Qualifikationsspiel der National League zwischen dem HC Davos und dem EV Zug, am Samstag, 20. Februar 2021, im Eisstadion Davos in Davos. (KEYSTONE/Juergen Staiger)

Sven Senteler war trotz zwei Tore gegen Davos nicht immer zufrieden. Bild: keystone

Zug deklassiert Davos – ZSC mit Kantersieg in Rapperswil – Bern schlägt Ambri



Davos – Zug 2:7

In der Partie Davos – Zug (2:7) nahmen die Davoser den Spielerprotest zu seriös. Derweil Leader Zug nach dem um zwei Minuten verzögerten Spielbeginn loslegte wie die Feuerwehr, streikten die Davoser durch.

Leader Zug führte nach zwölf Minuten mit 2:0 und bei Spielmitte schon 5:0. Alleine mit den Absenzen von Topskorer Andres Ambühl, Dino Wieser, Félicien Du Bois (alle verletzt), David Ullström und Teemu Turunen (beide krank) lässt sich die miese Davoser Leistung nicht erklären. Der erstaunlichste Fakt des Spiels. Der HC Davos, der von allen NLA-Teams bislang in dieser Saison die meisten Tore erzielte, kam bis zum 0:5 nach 30 Minuten bloss zu sechs (!) Torschüssen.

Yannick Zehnder erzielte für Zug das 4:0 und diese Saison schon 15 Goals. Dem 23-Jährigen gelangen zuvor noch nie mehr als sechs Tore in der National League. Vor vier Jahren, in seiner ersten NLB-Saison, hatte er 14 Mal getroffen.

Der Davoser Torhueter Robert Mayer, im Eishockey-Qualifikationsspiel der National League zwischen dem HC Davos und dem EV Zug, am Samstag, 20. Februar 2021, im Eisstadion Davos in Davos. (KEYSTONE/Juergen Staiger)

Bild: keystone

Davos - Zug 2:7 (0:2, 1:3, 1:2)
1 Zuschauer. - SR Piechaczek/Hürlimann, Progin/Duarte. -
Tore: 9. Thorell (Shore, Martschini) 0:1. 13. Senteler (Thorell, Martschini/Powerplaytor) 0:2. 23. Geisser (Kovar) 0:3. 25. Zehnder (Albrecht) 0:4. 31. Bachofner 0:5. 37. Egli (Nussbaumer, Palushaj/Powerplaytor) 1:5. 46. (45:42) Corvi (Nygren/Powerplaytor) 2:5. 47. (46:43) Kovar (Klingberg, Diaz) 2:6. 50. Klingberg 2:7.
Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Davos, 2mal 2 Minuten gegen Zug.
PostFinance-Topskorer: Corvi; Kovar.
Davos: Mayer; Heinen, Guerra; Nygren, Jung; Stoop, Barandun; Marc Wieser, Corvi, Baumgartner; Knak, Nussbaumer, Russo; Kienzle, Egli, Canova; Palushaj, Marc Aeschlimann, Lutz.
Zug: Genoni; Diaz, Geisser; Schlumpf, Stadler; Cadonau, Alatalo; Gross; Klingberg, Kovar, Simion; Leuenberger, Albrecht, Zehnder; Martschini, Shore, Thorell; Langenegger, Senteler, Bachofner.
Bemerkungen: Davos ohne Ambühl, Du Bois, Frehner, Paschoud, Rubanik, Ullström und Dino Wieser (alle verletzt) und Turunen (Corona).

Ambri – Bern 1:4

Zum ersten Mal seit 13 Monaten feierte Bern in der National League drei Siege in Folge. Ambri dagegen verlor zum siebenten Mal hintereinander. Die Leventiner gewannen keines ihrer letzten fünf Heimspiele. Sie erzielten in diesen fünf Heimpartien bloss noch sechs Tore. In der Tabelle fiel Ambri hinter den SC Bern zurück – mit gleich vielen Punkten (34), aber vier mehr bestrittenen Spielen.

Dabei hatte für Ambri dieses Sechspunkte-Spiel optimal begonnen. Die Tessiner gingen nach bloss 82 Sekunden mit dem ersten Torschuss und dem ersten Saisontor von Patrick Incir 1:0 in Führung. Danach lief aber nicht mehr viel für Ambri: Das Heimteam kassierte acht Zweiminutenstrafen hintereinander. Drei dieser Ambri-Strafen führten direkt oder indirekt zu Gegentoren (beim 1:3 hatte Patrick Fohrler unmittelbar vor dem Gegentreffer von der Strafbank aufs Eis zurück dürfen).

Der SC Bern erinnert erstmals diese Saison an den grossen SCB, der so regelmässig in den letzten Jahren Titel holte. Die Berner gewannen vier ihrer letzten fünf Partien. Und bei den letzten drei Erfolgen setzten sie sich jeweils nach Rückständen durch. Und mit Cory Conacher in der Aufstellung, der letzten Montag aus Lausanne zum SCB zurück wechselte, gewann Bern drei von drei Spielen.

Ambri's player Cedric Hächler, left, fight for the puck with Bern's player Tristan Scherwey, right, during the preliminary round game of National League A (NLA) Swiss Championship 2020/21 between HC Ambri Piotta and SC Bern at the ice stadium Valascia in Ambri, Switzerland, Saturday, Februar 20, 2021..(KEYSTONE  / Ti-Press / Davide Agosta)

Bild: keystone

Ambri-Piotta - Bern 1:4 (1:1, 0:1, 0:2)
0 Zuschauer. - SR Stricker/Borga, Fuchs/Steenstra.
Tore: 2. Incir (Trisconi, Kostner) 1:0. 5. Scherwey (Pestoni, Praplan/Powerplaytor) 1:1. 21. (20:24) Andersson (Powerplaytor) 1:2. 53. Olofsson (Jeffrey, Praplan) 1:3. 59. Conacher (Olofsson, Jeffrey) 1:4 (ins leere Tor).
Strafen: 8mal 2 plus 10 Minuten (Perlini) gegen Ambri-Piotta, keine gegen Bern.
PostFinance-Topskorer: Zwerger; Jeffrey.
Ambri-Piotta: Ciaccio; Hächler, Fischer; Ngoy, Zaccheo Dotti; Fohrler, Pezzullo; Isacco Dotti; Kneubuehler, Flynn, Perlini; Zwerger, Müller, Nättinen; Grassi, Novotny, Mazzolini; Trisconi, Kostner, Incir; Joël Neuenschwander.
Bern: Karhunen; Andersson, Henauer; Burren, Beat Gerber; Thiry, Colin Gerber; Untersander, Zryd; Conacher, Jeffrey, Olofsson; Scherwey, Heim, Pestoni; Sopa, Praplan, Moser; Berger, Jan Neuenschwander, Bader.
Bemerkungen: Ambri-Piotta ohne Bianchi, Conz, D'Agostini, Del Ponte, Fora, Goi und Pinana (alle verletzt), Bern ohne Blum und Sciaroni (beide verletzt). Ambri-Piotta von 58:03 bis 58:15 ohne Torhüter.

Rapperswil – Zürich 2:6

Ab der 20. Minute konnten die Rapperswil-Jona Lakers im Heimspiel gegen die ZSC Lions während beinahe sechs Minuten in Überzahl spielen, während 129 Sekunden gar in doppelter. Doch anstatt auf 1:2 zu verkürzen, kassierten die St. Galler das 0:3 (23.), für das Verteidiger Patrick Geering verantwortlich zeichnete. Das Schlussresultat lautete 6:2 zu Gunsten der Lions.

Das 3:0 war nicht der einzige Shorthander der Zürcher in diesem Spiel, 34 Sekunden vor der zweiten Pause traf auch Raphael Prassl während eines Powerplays der Lakers. Die Rapperswiler kassierten bereits die Gegentore 8 und 9 in Überzahl in der laufenden Meisterschaft, wobei sie schon beim 5:7 gegen Davos zwei Shorthander in der gleichen Partie hinnehmen mussten.

Es war nicht so, dass der ZSC die Lakers an die Wand spielte. Auch die Gastgeber hatten viel gute Chancen, sie gingen jedoch zum Teil fahrlässig damit um und trafen erst, als die Begegnung schon vorentschieden war. Bei den Lions schoss Prassl nach dem 5:0 auch noch das 6:1 (58.). Das 4:0 (34.) erzielte Sven Andrighetto, der auch bei den ersten beiden Toren den Stock im Spiel hatte und in der 17. Partie in Folge punktete.

Zuerichs Raphael Prassl, links kaempft um den Puck gegen Rapperswils Torhueter Noel Bader, rechts, im Eishockeyspiel der National League zwischen den Rapperswil-Jona Lakers und den ZSC Lions am Samstag, 20. Februar 2021, in der St. Galler Kantonalbank Arena in Rapperswil-Jona. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Bild: keystone

Rapperswil-Jona Lakers - ZSC Lions 2:6 (0:2, 0:3, 2:1)
1 Zuschauer. - SR Stolc/Urban, Gnemmi/Cattaneo.
Tore: 16. Sigrist (Andrighetto, Noreau/Powerplaytor) 0:1. 20. (19:01) Lasch (Andrighetto, Morant) 0:2. 23. Geering (Unterzahltor!) 0:3. 34. Andrighetto 0:4. 40. (39:26) Prassl (Noreau/Unterzahltor!) 0:5. 54. Rowe (Sataric, Forrer) 1:5. 58. Prassl 1:6. 60. (59:19) Egli (Rowe) 2:6.
Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Rapperswil-Jona Lakers, 7mal 2 plus 10 Minuten (Morant) gegen ZSC Lions.
PostFinance-Topskorer: Cervenka; Andrighetto.
Rapperswil-Jona Lakers: Bader (41. Rochow); Egli, Profico; Vukovic, Jelovac; Sataric, Maier; Randegger, Dufner; Schweri, Dünner, Jeremy Wick; Clark, Lehmann, Cervenka; Moses, Rowe, Eggenberger; Forrer, Wetter, Loosli.
ZSC Lions: Waeber; Noreau, Marti; Phil Baltisberger, Geering; Trutmann, Berni; Morant; Lasch, Andrighetto, Rautiainen; Bodenmann, Sigrist, Hollenstein; Riedi, Diem, Prassl; Hayes, Schäppi, Pedretti.
Bemerkungen: Rapperswil-Jona Lakers ohne Nyffeler, Payr (beide verletzt) und Lhotak (gesperrt), ZSC Lions ohne Chris Baltisberger, Blindenbacher, Krüger, Pettersson, Roe und Roman Wick (alle verletzt).

Biel – Fribourg 1:4

Der EHC Biel findet diese Saison gegen den HC Fribourg-Gottéron kein Rezept. Trotz eines guten Starts kassierten die Bieler gegen Freiburg mit 1:4 im siebenten Direktduell (inklusive Cup) die sechste Niederlage.

Die Weichen wurden im zweiten Abschnitt gestellt: Killian Mottet, der Liga-Topskorer, glich in der 22. Minute zum 1:1 aus. Anschliessend konnte Biel während 110 Sekunden in doppelter Überzahl spielen. Das zweitbeste Powerplay der National League reüssierte nicht. Freiburg, das beste Überzahlteam der Liga, machte es wenig später markant besser: Aus ihrer ersten richtigen Powerplay-Chance machten die Freiburger durch Yannick Herren (10. Saisontor) nach 34 Minuten bereits das 4:1.

Gottéron festigte mit dem Auswärtssieg den dritten Platz. Die Freiburger gewannen zuletzt dreimal hintereinander und sieben der letzten zehn Spiele.

Gotterons Torhueter Reto Berra und seinem Teamkollegen jubeln nach dem Sieg (4-1), beim Eishockey Meisterschaftsspiel der National League zwischen dem EHC Biel und dem HC Fribourg Gotteron, am Samstag, 20. Februar 2021, in der Tissot Arena in Biel. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Bild: keystone

Biel - Fribourg-Gottéron 1:4 (1:0, 0:4, 0:0)
0 Zuschauer. - SR Lemelin/Manuel Nikolic, Altmann/Wolf. -
Tore: 11. Rajala (Fey, Hischier) 1:0. 22. Mottet (Desharnais, Bykow) 1:1. 27. Herren 1:2. 33. Jörg (Walser, Abplanalp) 1:3. 35. Herren (Schmid/Powerplaytor) 1:4.
Strafen: je 5mal 2 Minuten.
PostFinance-Topskorer: Cunti; Mottet.
Biel: van Pottelberghe; Rathgeb, Moser; Fey, Forster; Stampfli, Kreis; Tanner; Hischier, Pouliot, Rajala; Hofer, Komarek, Fuchs; Brunner, Cunti, Künzle; Kessler, Gustafsson, Hügli.
Fribourg-Gottéron: Berra; Gunderson, Chavaillaz; Sutter, Furrer; Kamerzin, Jecker; Abplanalp; Bykow, Desharnais, Mottet; Sprunger, Schmid, DiDomenico; Herren, Walser, Jörg; Schaller, Bougro, Jobin; Gauch.
Bemerkungen: Biel ohne Lindgren, Lüthi und Sartori (alle verletzt), Fribourg-Gottéron ohne Brodin, Marchon, Rossi und Stalberg (alle verletzt).

Lausanne – Genf 2:3nV

Am Lac Léman macht der Genève-Servette Hockey Club dem HC Lausanne die Vorherrschaft streitig. Die Genfer schlossen mit einem 3:2-Sieg nach Verlängerung nach Punkten zu Lausanne auf und gewannen in dieser Meisterschaft drei von vier Direktbegegnungen.

Lausanne, gemäss den eigenen Ansprüchen ein Titelkandidat, findet derzeit immer neue Wege in die Niederlage. Die Waadtländer führten gegen Servette bis zur 46. Minute mit 2:1, kassierten dann aber den Ausgleich durch Linus Omark. In der Verlängerung gelang Noah Rod nach 80 Sekunden das Siegestor.

Lausannes ambitionierter Hockey Club verlor die letzten vier Spiele und alle nach Führungen. Servette dagegen siegte zuletzt viermal hintereinander und gewann sechs der letzten sieben Spiele. Linus Omark, der schon am Freitag gegen die Lakers dreimal getroffen hatte, erzielte erneut zwei Goals.

L?attaquant genevois Eric Fehr, gauche, a la lutte pour le puck avec l'attaquant lausannois Etienne Froidevaux, droite, lors du match du championnat suisse de hockey sur glace de National League LNA, entre le Lausanne HC, LHC et le Geneve Servette HC, ce samedi 20 fevrier 2021 a la patinoire de la Vaudoise Arena a Lausanne. (KEYSTONE/Martial Trezzini)

Bild: keystone

Lausanne - Genève-Servette 2:3 (2:1, 0:0, 0:1, 0:1) n.V.
1 Zuschauer. - SR Hebeisen/Salonen, Schlegel/Burgy.
Tore: 2. Omark (Fehr) 0:1. 11. Hudon 1:1. 19. Kenins (Gibbons) 2:1. 46. Omark (Tömmernes) 2:2. 62. Rod (Richard) 2:3.
Strafen: 8mal 2 plus 10 Minuten (Malgin) plus Spieldauer () gegen Lausanne, 4mal 2 Minuten gegen Genève-Servette. -
PostFinance-Topskorer: Malgin; Omark.
Lausanne: Stephan; Genazzi, Marti; Heldner, Frick; Roth, Grossmann; Krueger, Volejnicek; Gibbons, Malgin, Kenins; Bertschy, Emmerton, Bozon; Hudon, Froidevaux, Douay; Krakauskas, Mémeteau, Schneeberger.
Genève-Servette: Descloux; Jacquemet, Tömmernes; Karrer, Le Coultre; Völlmin, Mercier; Guebey, Riat; Moy, Winnik, Omark; Rod, Richard, Vermin; Miranda, Fehr, Kast; Patry, Berthon, Vouillamoz.
Bemerkungen: Lausanne ohne Antonietti, Barberio, Jooris, Jäger und Maillard (alle verletzt), Genève-Servette ohne Fritsche, Manzato und Maurer (alle verletzt). (abu/sda)

Die Tabelle

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Alle NL-Topskorer der Qualifikation seit 2002/2003

Das Büro steht Kopf, wir sind im Playoff-Fieber

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Eismeister Zaugg

Allen ist klar, dass die Party eigentlich vorüber ist – Kloten wird aufsteigen

Kloten gewinnt den ersten Final gegen Ajoie 5:2. Aber das ist eigentlich unerheblich: Der Aufstieg ist vollbracht.

Früher gab es allerorten Tanzabende. Wenn es Zeit wurde, nach Hause zu gehen (allein oder auch nicht) und sich der Saal langsam leerte, spielte die Band leise noch ein paar Takte.

So ist es irgendwie mit dem Final der Swiss League zwischen Kloten und Ajoie. Die Saison ist eigentlich gelaufen. Unten auf dem Eis spielen die Teams noch ein wenig. So wie damals die Band. Durchaus flott. Aber allen ist klar, dass die Party eigentlich vorüber ist.

Kloten hat die Liga im Frühjahr 2018 nach einem der …

Artikel lesen
Link zum Artikel