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A security guard opens a gate for an empty player bus as it departs Scotiabank Arena in Toronto on Thursday, Aug. 27, 2020. The NHL postponed two days of playoff games Thursday after withering criticism from Black players who said the league was slow to acknowledge the police shooting of Jacob Blake in Wisconsin. (Frank Gunn/The Canadian Press via AP)

Die NHL-Bubble stand gestern still und pausiert auch heute – aus Protest gegen Polizeigewalt und Rassismus. Bild: keystone

Spielboykott als Kampf gegen Rassismus – so reagieren die NHL-Spieler auf den Stillstand



Ein Tag nachdem in der NBA, der WNBA, der WTA-Tour, der MLS und der MLB bereits Spiele aus Protest gegen Polizeigewalt an Schwarzen und Rassismus in den USA verschoben wurden, zog auch die NHL mit. Alle Partien von gestern Donnerstag und heute Freitag wurden verschoben – auf Drängen der Spieler, nicht der Liga.

Angeführt wurden die Spieler von Ryan Reaves (Vegas Golden Knights), Evander Kane (San Jose Sharks) und Matt Dumba (Minnesota Wild) waren von ausserhalb der Bubble federführend. Es war ein starkes Zeichen, das die Athleten mit dieser Entscheidung aussandten.

Dementsprechend zahlreich fielen auch die Reaktionen aus. Natürlich gab es auch negative Stimmen, die sagten, man solle Politik und Sport nicht mischen. Doch die Reaktionen von Spielern und Trainern waren durchs Band positiv.

«Wenn man verdaut hat, um was es geht, war das ein grossartiges Statement der Spieler.»

Barry Trotz, Trainer New York Islanders

«Ich bin stolz darauf, dass die Spieler sich gemeinsam engagieren. Nicht nur hier, auch in der Bubble im Osten. Wenn man gemeinsam als Gruppe auftritt, ist das ein stärkeres Zeichen», sagte Jared Bednar, Trainer der Colorado Avalanche.

Barry Trotz, Trainer der New York Islander stösst ins selbe Horn: «Die Spieler wissen, dass die Playoffs wichtig sind. Sie sind sich aber auch dessen bewusst, was draussen in der Welt abgeht. Wenn man verdaut hat, um was es geht, war das ein grossartiges Statement der Spieler.»

«Auf Pause drücken und die Aufmerksamkeit auf Rassenungerechtigkeiten richten, ist im Moment viel wichtiger. Ich bin stolz auf die Entscheidung der Spieler.»

Noch deutlicher wird Kurtis Gabriel. Der AHL-Spieler der Lehigh Valley Phantoms nimmt vor allem die Leute aufs Korn, welche die Spieler kritisieren, weil die sich politisch äussern. Er sagt:

«Es ist Zeit, aufzuwachen. Wenn du einer dieser Menschen bist, der glaubt, Menschenrechte und diese Diskussionen hätten keinen Platz im Sport, dann geh doch Hunde-Beweglichkeitswettbewerbe schauen. Wir sind Menschen und nicht nur Profisportler. Was gerade passiert, ist unglaublich. Und es ist lange überfällig.»

Jason Dickinson, Stürmer von den Dallas Stars meinte: «Löst nicht zu spielen irgendwelche Probleme? Nein. Aber es rückt die Probleme in den Fokus. Heute nicht zu spielen, war der richtige Entscheid.»

Die in diesem Frühling gegründete Hockey Diversity Alliance (HDA) will es aber nicht bei Worten belassen. Die Vorsitzenden Akim Aliu und Evander Kane forderten von der NHL die folgenden konkreten Massnahmen im Kampf gegen Rassismus:

Die NHL hat der «Hockey Diversity Alliance» und der Spielergewerkschaft zugestimmt, als es um die Verschiebung der Spiele ging. Zu den Forderungen der HDA hat die Liga bislang noch keine Stellung bezogen. (abu)

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Jadon Sancho und Co. protestieren gegen Rassismus

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