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Der Davoser Yannick Frehner, Mitte, muss gegen die Berner Goalie Tomi Karhunen, Vincent Praplan und -b18- einstecken, vl., im Finale vom Eishockey-Pre-Playoff  Qualifikationsspiel der National League zwischen dem HC Davos und dem SC Bern, am Sonntag, 11. April 2021, im Eisstadion Davos in Davos. (KEYSTONE/Juergen Staiger)

An SCB-Goalie Tomi Karhunen war kein Vorbeikommen. Bild: keystone

«Der Biss war entscheidend» – der SCB schlägt Davos und trifft im Viertelfinal auf Zug

Auch die zweite Achtelfinalserie in den Playoffs endet mit einer Überraschung. Der SC Bern gewinnt das entscheidende dritte Spiel beim HC Davos mit 3:0. Vincent Praplan erzielt die ersten beiden Tore.



Die Playoff-Viertelfinals

Zug – Bern
Lugano – Rapperswil
Fribourg – Genf
Lausanne – Zürich​

Damit treffen die Berner in den Viertelfinals ab Dienstag auf Qualifikationssieger Zug. Es ist die Neuauflage des Playoff-Finals von 2019. Vor fünf Jahren gewann der SC Bern vom 8. Startplatz aus unter Notnagel-Trainer Lars Leuenberger den Titel. Ist das auch unter dem 33-jährigen Juniorentrainer Mario Kogler wieder möglich? Zug tut auf jeden Fall gut daran, die Berner nicht zu unterschätzen - obwohl der EVZ in der Qualifikation mehr als doppelt so viele Punkte gewann (119:56).

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Die Highlights des Spiels. Video: YouTube/MySports

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Das sagt SCB-Stürmer Vincent Praplan. Video: YouTube/MySports

Denn Bern kann Playoff! Der Schlittschuhclub Bern mit seinem erfahrenen, routinierten Team weiss, wie wichtige Spiele zu gewinnen sind. Das bewiesen sie trotz aller Probleme auch in dieser Saison schon: beispielsweise im Februar im Cupfinal gegen die ZSC Lions, oder jetzt in den Pre-Playoffs gegen Davos.

«Wir haben ein Schussverhältnis von 53:19. Das ist nicht immer aussagekräftig, aber doch dominant. Aber Karhunen hat einen Bombenmatch gezeigt. Wir hatten viele Ausfälle, aber ich würde die Niederlage nicht den mangelnden Kräften zuschreiben. Wir waren einfach zu wenig zwingend.»

Christian Wohlwend, HCD-Coach

Auch der SC Bern verfügt über einen Trumpf: Der Finne Tomi Karhunen präsentierte sich in der Blitzserie gegen Davos in Topverfassung. Karhunen parierte in Spiel 1 in Davos 57 von 60 Schüsse(n) und am Sonntag in Spiel 3 sogar alle 53 Schüsse auf sein Tor. Karhunen profitierte auch von der leidenschaftlichen Abwehrarbeit seiner Vorderleute, die sich immer wieder in Davoser Schüsse warfen.

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Das sagt SCB-Coach Mario Kogler. Video: YouTube/MySports

Karhunen öffnete mit dem Shutout seiner Mannschaft die Tür zum Sieg – trotz 19:53 Torschüssen. Im Angriff brillierte mit Vincent Praplan ein Nationalspieler: In der 24. Minute gelang Praplan nach einem Abpraller in Baseball-Manier das 1:0. In der 51. Minute stellte Praplan mit dem 2:0 das Weiterkommen sicher.

Es waren die ersten Goals überhaupt für den SC Bern in einer «Belle» gegen Davos. Von den ersten sieben Playoff-Serien zwischen den Traditionsklubs SCB und HCD gingen fünf an Davos. Und die ersten zwei alles entscheidenden Partien gewann Davos gegen Bern jeweils im eigenen Stadion 3:0 (in Spiel 7 des Halbfinals 2003) und 1:0 (im siebenten Final 2007).

Wer so oft aufs Tor schiesst wie Davos am Sonntagabend gegen Bern, dem bieten sich natürlich auch Chancen. Valentin Nussbaumer traf nach drei Minuten den Pfosten. Den Davosern boten sich danach vier Powerplay-Chancen. Und Aaron Palushaj scheiterte in der 38. Minute mit einem Penalty am überragenden Karhunen. Je länger die Partie aber dauerte, je schwerer taten sich die Davoser. Im Schlussabschnitt gelang es Bern ausgezeichnet, einen Davoser Sturmlauf zu verhindern.

Davos Spieler Florian Ritzmann und Benjamin Baumgartner auf der Spielerbank. Hinter ihnen Trainer Christian Wohlwend (L) und Assistenztrainer Johan Lundskog, im ersten Eishockey-Pre-Playoff Qualifikationsspiel der National League zwischen dem HC Davos und dem SC Bern, am Sonntag, 11. April 2021, im Eisstadion Davos in Davos. (KEYSTONE/Juergen Staiger)

Dem HCD bleibt am Ende nur der Frust. Bild: keystone

Davos - Bern 0:3 (0:0, 0:1, 0:2)
1 Zuschauer. - SR Lemelin/Mollard, Obwegeser/Fuchs.
Tore: 24. Praplan 0:1. 51. Praplan (Pestoni, Scherwey) 0:2. 60. (59:03) Olofsson (Conacher) 0:3 (ins leere Tor).
Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Davos, 5mal 2 Minuten gegen Bern.
PostFinance-Topskorer: Corvi; Jeffrey.
Davos: Sandro Aeschlimann; Nygren, Jung; Stoop, Sund; Heinen, Guerra; Hänggi, Barandun; Ambühl, Corvi, Nussbaumer; Palushaj, Baumgartner, Turunen; Frehner, Egli, Herzog; Ritzmann, Marc Aeschlimann, Canova.
Bern: Karhunen; Untersander, Henauer; Andersson, Zryd; Thiry, Beat Gerber; Colin Gerber; Conacher, Jeffrey, Olofsson; Pestoni, Praplan, Scherwey; Sopa, Heim, Moser; Berger, Neuenschwander, Bader; Sterchi.
Bemerkungen: Bern ohne Blum, Ruefenacht und Sciaroni (alle verletzt). Davos von 57:10 bis 59:03 und ab 59:18 ohne Torhüter. (abu/sda)

Der Liveticker zum Nachlesen:

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