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LAVAL, QC - FEBRUARY 05: Utica Comets left wing Sven Baertschi (47) tracks the play during the Utica Comets versus the Laval Rocket game on February 05, 2020, at Place Bell in Laval, QC (Photo by David Kirouac/Icon Sportswire) AHL: FEB 05 Utica Comets at Laval Rocket Icon200205103

Sven Bärtschi will noch nicht mit Schweizer Klubs sprechen. Bild: IMAGO / Icon SMI

Eismeister Zaugg

Sven Bärtschi – keine Gespräche mit Schweizer Klubs bis Mitte August

Sven Bärtschi ist keine «Rolex», sondern eine «Graff Diamonds Hallucination» auf dem Transfermarkt. Aber bis Mitte August ist Funkstille. Hingegen gibt es für Sebastian Schilt, sozusagen eine «Swatch» auf dem Transferwühltisch, bald eine Lösung.



Mirco Müller (26) möchte nach einem Jahr Absenz noch einmal zurück in die NHL. Für den Fall, dass es nicht klappt, hat er mit einem Sechsjahresvertrag in Lugano schon einen Plan B. Die vergangene Saison hatte er mit einem Temporär-Gastspiel in der höchsten schwedischen Liga überbrückt.

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Die «Graff Diamonds Hallucination» kostet 55 Millionen US-Dollar.

Sven Bärtschi (28) befindet sich in einer ähnlichen Situation: Der NHL-Vertrag ist zwar erst jetzt ausgelaufen. Aber auch er ist in der letzten Saison in der NHL nicht mehr zum Zuge gekommen und durfte nur bei Vancouvers Farmteam stürmen. Wie Mirco Müller kann er den neuen Arbeitgeber in der NHL frei wählen und wer ihn unter Vertrag nimmt, muss keine Kompensation leisten. Aber er verzichtet auf einen «Plan B» in der Schweiz.

Sein Agent André Rufener stellt ausdrücklich klar: «Svens Ziel ist ein neuer Vertrag in der NHL. Ohne ‹wenn› und ‹aber›. Deshalb lehnt er jegliche Gespräche mit Schweizer Klubs ab. Erst wenn klar ist, dass er in der NHL keinen neuen Job findet, ist er bereit, den Schweizer Markt zu prüfen und bis dahin führe auch ich keinerlei Verhandlungen in dieser Richtung. Die Schweiz wird im Falle eines Falles frühestens Mitte August ein Thema sein.»

André Rufener sagt, das Geld stehe nicht im Vordergrund. Unter Umständen sei es denkbar, für weniger als eine Million pro Saison zu unterschreiben. Allerdings sei ein Einweg-Vertrag die Voraussetzung.

Sven Bärtschi hat in elf Jahren in Nordamerika knapp 10 Millionen Dollar brutto verdient. Gut doppelt so viel wie Mirco Müller. Da kann er es sich eher leisten, alles für die NHL-Romantik zu tun. Ohne Plan B in der Schweiz. Denn eines ist klar: Ein in diesem Frühjahr und Sommer abgeschlossener Vertrag in der Schweiz reduziert die NHL-Marktchancen erheblich. Nicht ganz zu Unrecht wird sich ein NHL-General Manager sagen: Wer sich schon in der Schweiz abgesichert hat, wird nicht alles Menschenmögliche tun, um in der NHL zu bestehen.

Wenn Sven Bärtschi im August oder September auf dem Schweizer Markt kommen sollte, wird es zwar theoretisch zwölf Interessenten geben – aber höchstens zwei oder drei, die zu diesem Zeitpunkt das Geld für diesen Transfer haben. Eigentlich sind es nur die ZSC Lions, Zug und Lugano.

Dafür steht André Rufener bei einem anderen seiner Klienten vor einer Lösung: Sebastian Schilt (34) dürfte nun doch bei den SCL Tigers verlängern. Sportchef Marc Eichmann hatte ihm zwar ganz offiziell mitgeteilt, dass das Arbeitsverhältnis nicht mehr verlängert wird und Ajoie war am rauen, erfahrenen Verteidiger interessiert.

Langnaus Sebastian Schilt, links, und Berns PostFinance Top Scorer Dustin Jeffrey, rechts, kaempfen um den Puck, beim Eishockey Meisterschaftsspiel der National League zwischen dem SC Bern und den SCL Tigers, , am Freitag, 12. Maerz 2021, in der Postfinance Arena in Bern. (PostFinance/KEYSTONE/Anthony Anex)

Schilt bleibt den Tigers erhalten. Bild: keystone

Aber Sebastian Schilt und sein Agent haben einfach geduldig gewartet. Und siehe da: Die Welt ist schon nicht mehr die gleiche wie im Frühjahr. Harri Pesonen (32) kam auf den Markt und die Chance, den finnischen Weltmeister von 2019 zurückzuholen, durften die Langnauer nicht verpassen. Sie haben ihn für zwei Jahre verpflichtet.

Das Problem: Harri Pesonen ist ein Flügel. Und damit ist der ursprüngliche Plan, die Ausländerpositionen mit einem Verteidiger und drei Stürmern zu besetzen, Makulatur geworden. Marco Eichmann braucht die vierte Ausländerlizenz nun für einen klassischen Center neben Pesonen – und braucht deshalb nun doch einen Schweizer Verteidiger. Und der steht mit Sebastian Schilt sozusagen vor der Haustüre.

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