DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Barcelona's Luis Suarez (L) celebrates a goal with team mates Lionel Messi (R) and Neymar (C) during their Spanish first division soccer match against Cordoba at El Arcangel stadium in Cordoba, Spain May 2, 2015.  REUTERS/Javier Barbancho

Luis Suarez, Neymar und Lionel Messi: 108 Tore erzielten die drei in dieser Saison bisher. Bild: JAVIER BARBANCHO/REUTERS

Boateng schon fast ehrfürchtig: «Das ist schon ein aussergewöhnlicher Sturm, der da auf uns zukommt»

Mit dem FC Barcelona und Bayern München stehen sich heute Abend die beiden besten FCB des Kontinents im zweiten Halbfinal-Hinspiel der Champions League gegenüber. Ihre Trainer kennen sich zu gut. 



Für Pep Guardiola verlief die erstmalige Rückkehr an den Ort, an dem er nach wie vor verehrt wird, hochgradig emotional. Jeder wollte etwas vom Coach, der einst Balljunge war und den FC Barcelona als Trainer zwischen 2008 und 2012 zu 14 Titeln geführt hat. An familiärem Beistand für den Betroffenen mangelt es nicht: Guardiolas Frau und die drei Kinder sind nach Barcelona mitgereist, in Guardiolas katalanischem Heimatdorf Santpedor drückt sein Vater – im Gegensatz zum Rest der Bevölkerung – den Bayern die Daumen. «Wer selber Kinder hat, kann sich denken, auf wessen Seite ich stehe», sagte Valenti Guardiola der «Marca». «Für mich ist die Familie wichtiger als alles andere.» 

Für Guardiola geht es darum, im Camp Nou seine eigene Vergangenheit zu besiegen, wie die deutsche Nachrichtenagentur DPA passend schrieb. «Es wird zu einer Fussball-Kraftprobe mit speziellen Emotionen.» Es wird ein Coaching-Duell mit Luis Enrique, mit dem er während fünf Jahren bei Barcelona zusammengespielt hat. Mit dem er gemeinsam den Trainer-Lehrgang des spanischen Verbandes absolvierte. Und mit dem er, trotz einigen Reibereien während der Zeit als Coach in Barcelona (Guardiola in der ersten Mannschaft, Enrique im B-Team), nach eigenen Angaben «eng befreundet» ist. 

epa04734356 Bayern Munich's Spanish head coach Josep Guardiola attends a press conference at Joan Gamper sports complex in Sant Joan Despi, near Barcelona, Spain, 05 May 2015. FC Barcelona will face Bayern Munich in the UEFA Champions League semi final first leg soccer match on 06 May 2015.  EPA/ALBERTO ESTEVEZ

Zurück an der Stätte seiner grössten Triumphe: Pep Guardiola. Bild: EPA/EFE

Luis Enrique: «Ich rechne mit Wechseln und Überraschungen»

Luis Enrique ist sich der Schwierigkeit der Aufgabe bewusst. «Zumal ich die Bayern beobachtet habe und Pep kenne, rechne ich mit Wechseln und Überraschungen, die die Dinge für uns kompliziert machen könnten», sagte er. «Während der Saison haben wir Probleme gemeistert, vor die die Gegner uns gestellt haben. Auch wenn nun die Bayern kommen, werden wir das Gleiche wieder probieren.» Enrique, der «eines der attraktivsten Spiele in Europa» erwartet, kann praktisch aus dem Vollen schöpfen. Bis auf Jérémy Mathieu (Achillessehne) sind keine Schlüsselspieler verletzt. Das Duo in der Innenverteidigung dürften deshalb Javier Mascherano und Gerard Piqué bilden. 

Wer erreicht den Champions-League-Final?

Zweites Thema bei den Bayern neben Guardiolas Rückkehr war der Gesundheitszustand von Robert Lewandowski. Nur eine Woche nach seinen schweren Gesichtsverletzungen könnte der Pole bereits wieder auflaufen. Im Training vor dem Abflug probierte es der zuletzt sehr treffsichere Goalgetter (neun Tore in elf Spielen) mit einer furchteinflössenden schwarzen Gesichtsmaske. Lewandowskis Mitwirken wäre in Anbetracht der übrigen Absenzen (Robben, Ribéry, Alaba, Badstuber, Rode) von grosser Bedeutung. «Dass Lewandowski in diesem Spiel unbedingt spielen soll und hoffentlich auch kann, ist Voraussetzung, dass wir mit einer adäquaten Mannschaft auflaufen können», sagte Vereinspräsident Karl Hopfner. 

Football - Bayern Munich Training - Nou Camp, Barcelona - Spain - 5/5/15
Bayern Munich's Robert Lewandowski during training
Reuters / Kai Pfaffenbach

Robert Lewandowski: Der Maskenmann gibt Fragen auf. Bild: Kai Pfaffenbach/REUTERS

20 Tore in 10 CL-Spielen

Barcelonas grösster Trumpf ist das Offensiv-Trio Lionel Messi/Luis Suarez/Neymar. 108 der 159 Tore in allen drei Wettbewerben gehen auf das Konto der drei Südamerikaner. «Das ist schon ein aussergewöhnlicher Sturm, der da auf uns zukommt», zeigte sich Bayerns Weltmeister Jérôme Boateng beeindruckt. In der Champions League haben «MSN», wie sie mittlerweile genannt werden, in zehn Partien 20 Mal getroffen. Zum Vergleich: Bayerns Offensivtrio Thomas Müller/Lewandowski/Götze bringt es nach dem Ausfall von Robben auf 15 Tore. 

Vor zwei Jahren hatten die Bayern mit einem 3:0 im Halbfinal-Rückspiel (nach einem 4:0 zu Hause) Barcelonas filigranes Gebilde in seinen Grundfesten erschüttert. Es war die einzige Heimniederlage in 32 Champions-League-Partien. Aktuell hat Barcelona acht Europacup-Spiele in Folge gewonnen. Zur Egalisierung des Vereinsrekords aus der Saison 2002/03 fehlt noch ein Erfolg. In den beiden internationalen Halbfinal-Duellen setzten sich aber 1995/96 (im UEFA-Cup) und 2012/13 jeweils die Bayern durch – und gewannen später auch den Final. (si) 

Die Champions League im Zeitraffer – 23 Saisons, 130 Teams

1 / 28
Die Champions League im Zeitraffer
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Unvergessen

Christian Gross motiviert Hakaaaan bis in die Zehenspitzen und wir dürfen zuschauen

9. Mai 2002: Das Schweizer Fernsehen strahlt einen Dok-Film über den FC Basel aus, der auf dem Weg zum ersten Meistertitel der Neuzeit ist. In Erinnerung bleibt besonders eine Pausenansprache von Trainer Christian Gross.

Acht Meistertitel in Folge zwischen 2010 und 2017 – bis YB zu seinem Höhenflug ansetzte, war der FC Basel das Mass aller Dinge im Schweizer Klubfussball. Dabei liegen die Zeiten, als Rot-Blau selber zu den Habenichtsen gehörte, noch gar nicht weit zurück.

Erst 2002 holt der FCB den ersten Titel der Neuzeit und aus dieser Zeit stammt auch ein köstliches Video. Es zeigt die Halbzeit-Ansprache von Trainer Christian Gross im Rückspiel des UI-Cup-Finals bei Aston Villa im August 2001, die bei seinem …

Artikel lesen
Link zum Artikel