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epa05942704 Juventus players celebrate after winning the UEFA Champions League semi final, first leg soccer match between AS Monaco and Juventus at Stade Louis II in Monaco, 03 May 2017.  EPA/GUILLAUME HORCAJUELO

Sie haben Grund zum Jubeln: Juve steht mit einem Bein im Champions-League-Final. Bild: GUILLAUME HORCAJUELO/EPA/KEYSTONE

Routine, perfekte Einstellung und Buffon – das sind die 5 Gründe für die Juve-Dominanz

Juventus besticht im Moment durch Souveränität und absolute Spielkontrolle. Egal, was die Gegner versuchen, nichts scheint den italienischen Meister aus der Ruhe zu bringen. Hier sind fünf Gründe für das dominante Auftreten der Turiner.



«So geht Betonmischen 2.0: Juventus zeigt uns, dass auch Verteidigen Spass machen kann» schrieb watson vor zwei Wochen nach dem Weiterkommen im Viertelfinal gegen Barcelona. Nun, am Mittwochabend hat Juve wieder Beton 2.0 gemischt. Der Spass war aber nur noch begrenzt vorhanden – zu dominant und ungefährdet war der Auftritt der Turiner.

Monaco kam zu Chancen und war dennoch irgendwie chancenlos. Zu keinem Zeitpunkt hatte man das Gefühl, dass der (zu Recht) hochgelobte Sturm um Shootingstar Kylian Mbappé und Falcao die Abwehr der Italiener knacken könnte. Das sind die Gründe für die Dominanz von Juventus.

epaselect epa05942627 Juventus goalkeeper Gianluigi Buffon (L) reacts with Kylian Mbappe (R) of AS Monaco during the UEFA Champions League semi final, first leg soccer match between AS Monaco and Juventus at Stade Louis II in Monaco, 03 May 2017.  EPA/GUILLAUME HORCAJUELO

«Guter Versuch, Junge. Aber nicht bei mir.» Das Wunderkind Mbappé fand keinen Weg am Juve-Bollwerk vorbei. Bild: GUILLAUME HORCAJUELO/EPA/KEYSTONE

Die perfekte Einstellung

Trainer Massimiliano Allegri liess im Hinspiel in Monaco mit einem 4-2-3-1 spielen (wobei es am Ende trotzdem auf das gewohnte 3-4-3 hinauslief). Dani Alves wurde als nomineller Flügel aufgestellt. Waren die Monegassen in Ballbesitz, war der Brasilianer aber einer der ersten, der die Abwehr unterstützte.

Aber auch die anderen Juve-Offensivkräfte beteiligten sich an der Defensivarbeit und machten Monaco so das Leben extrem schwer. Juve war körperlich präsent, stand seinen jungen Gegnern in nichts nach. Im Rückspiel werden die Turiner zudem wieder auf Sami Khedira zählen können – so werden sie nochmals einen Tick besser und unberechenbarer.

Die Effizienz

Viele Chancen hat sich auch Juventus nicht erarbeitet. Dafür waren sie einerseits hochwertig und andererseits jeweils auch wunderbar herausgespielt. Bei beiden Toren war die Vorarbeit von Dani Alves zum Geniessen – beim 1:0 zelebrierte er einen tollen Hackentrick, beim 2:0 schlug er eine perfekte Flanke.

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Alves mit der Hacke, Higuain versenkt. Video: streamable

Mit Gonzalo Higuain verfügen die Turiner über einen Stürmer von Weltklasseformat, der solche Chancen zu nutzen weiss. Verteidiger Giorgio Chiellini lobt nach dem Spiel seine Teamkollegen: «Das Team war heute extrem stark. Dani Alves und Gonzalo Higuain waren brillant bei den Toren.»

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Alves mit der Flanke, Higuain versenkt. Video: streamable

Die Verteidigung

Es war einmal mehr tadellos, das Abwehrbollwerk mit Giorgio Chiellini, Leonardo Bonucci und Andrea Barzagli. Einerseits, weil sie, wie schon erwähnt, von den Mitspielern perfekt unterstützt wurden. Andererseits weil sie schlicht und einfach das Prädikat Weltklasse verdienen. Sie standen vor keiner einfachen Aufgabe: «BBC» musste jene Offensive neutralisieren, die bereits Manchester City und Borussia Dortmund aus dem Wettbewerb geschossen hat.

«Wir haben ein starkes Team. Die Defensive ist nur ein Teil davon.»

Giorgio Chiellini

Sie schafften es mit Bravour. Chiellini liest das Spiel gewohnt stark und grätscht wie kein Zweiter. Nationalmannschaftskollege Bonucci hat das geschehen ebenfalls jederzeit im Griff und auch an Barzagli gibt es kaum ein Vorbeikommen. «Es ist ein grossartiges Resultat, das lässt sich nicht leugnen», sagt Chiellini nach dem Spiel. Sie hätten bei Juventus ein starkes Team und die Defensive sei nur ein Teil davon. Die «Alte Dame» hat seit über 600 Minuten in der Champions League kein Tor mehr kassiert – die Defensive ist das Herzstück dieser Mannschaft.

Die Erfahrung

Verglichen mit dem Team von Monaco wirken die Juve-Spieler schon fast wie (Jung-)Senioren. Alleine Torhüter Gigi Buffon zieht das Durchschnittsalter der Mannschaft um etwa ein Jahr nach oben. Auch Higuain (29), Mandzukic (30), Dani Alves (33), Bonucci (30) oder Chiellini (32) sind nicht mehr die Jüngsten. Umso erfahrener ist dafür das ganze Team und das war auch im Hinspiel zu sehen. Egal, was Monaco versuchte, die Turiner liessen sich nicht aus der Ruhe bringen. Das wirft die Frage auf: Ist es überhaupt möglich, dieses Juventus Turin nervös zu machen?

Die Legende

«Mein Ziel ist es, dass die Leute mich vermissen, wenn ich zurücktrete.»

Gigi Buffon

Den oben genannten Satz hat Gianluigi Buffon nach dem Spiel zu Protokoll gegeben. Man darf wohl mit Sicherheit sagen: Das wird er erreichen. Die 39-jährige lebende Legende war auch gestern Abend wieder ein sicherer Rückhalt. Er wurde nicht oft gefordert, aber wenn es ihn brauchte, war er da – auch noch in der 90. Minute.

Kurz vor Schluss klärt Buffon nochmals mit einem genialen Reflex.

«Buffon ist der beste Torhüter der Welt.»

Massimiliano Allegri

In 100 Spielen in der Champions League spielte der Torhüter 60 Mal zu Null – eine schier unfassbare Quote. «Deshalb bin ich hier: Ich will beweisen, dass ich auch in meinem Alter auf diesem Niveau spielen kann», sagt Buffon. Trainer Massimiliano Allegri lobt seinen Keeper in den höchsten Tönen: «Buffon ist der beste Torhüter der Welt, das hat er auch im Hinspiel wieder gezeigt.» Viele dürften dem Italiener zustimmen.

Die Karriere von Gianluigi Buffon in Bildern

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Die Karriere von Gianluigi Buffon in Bildern
quelle: juventus.com
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