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epa07555647 Liverpool's Trent Alexander-Arnold celebrates after the UEFA Champions League semi final, second leg soccer match between Liverpool FC and FC Barcelona at Anfield in Liverpool, Britain, 07 May 2019. Liverpool won 4-3 on aggregate.  EPA/PETER POWELL

Der Ballon d'Or für Trent Alexander-Arnold – wenn nur Sri Lankas Stimmen zählen würden. Bild: EPA

Alexander-Arnold statt Messi – Journalist aus Sri Lanka geht's an den Kragen



Mit hauchdünnem Vorsprung hat Lionel Messi den Ballon d'Or 2019 gewonnen. 686 Stimmen holte der Argentinier vom FC Barcelona, der diese Auszeichnung damit zum sechsten Mal gewann. Sein erster Verfolger, Liverpools holländischer Verteidiger Virgil van Dijk, brachte es auf 679 Stimmen.

Wer weiss, wie das Resultat ausgefallen wäre, wenn alle der 176 abstimmenden Journalisten ihre Wahl ernsthaft getroffen hätten. Der Vertreter aus Sri Lanka öffnet jedenfalls Tür und Tor für Spekulationen, denn Hafiz Marikar wählte diese fünf Spieler:

  1. Trent Alexander-Arnold (6 Punkte)
  2. Pierre-Emerick Aubameyang (4 Punkte)
  3. Antoine Griezmann (3 Punkte)
  4. Robert Lewandowski (2 Punkte)
  5. Marc-André ter Stegen (1 Punkte)

Nun ist es zweifellos so, dass jede Wahl zu respektieren ist. Andererseits zeigt der Blick auf die letzten zwei Abstimmungen, dass Marikar vielleicht nicht ganz der Fachmann ist, für den ihn das veranstaltende Magazin «France Football» offenbar hält. So wählte er 2017 Leonardo Bonucci zum besten Fussballer der Welt – vermutlich hätte sogar der italienische Verteidiger selber eine andere Wahl getroffen.

Bild

bild: twitter

Eindrücklich: Bei den drei Wahlen hat Marikar den jeweiligen Sieger nie in seinen persönlichen Top-Five gehabt. Und Messi gab er nie auch nur einen Punkt.

Der Zeitung, in deren Namen Marikar jeweils wählt, ist der nun entstandene Wirbel peinlich. Der Verlag, welcher die «Daily News» herausgibt, distanziert sich von Marikar. «Er gehört nicht der Redaktion an, sondern arbeitet als freiberuflicher Journalist», heisst es in einer Mitteilung. Seine Stimmen entsprächen der persönlichen Meinung und hätten nichts mit Verlag und Zeitung zu tun. Diese hätten ihm auch nicht bewilligt, in ihrem Namen beim Ballon d'Or abzustimmen. «Er ist kein Vertreter der ‹Daily News› und jeder Hinweis von ihm, der das suggeriert, ist eine betrügische Verwendung unserer Marke.»

Von Hafiz Marikar ist keine Stellungnahme bekannt. Zwar wurde umgehend ein Twitter-Account mit seinem Namen eröffnet. Doch besonders echt wirkt er nicht.

Für die Schweiz durfte Christophe Cerf vom Westschweizer Fernsehen wählen. Er setzte Virgil van Dijk auf Rang 1, vor Manchester Citys Bernardo Silva und Lionel Messi. Cerfs weitere Stimmen gingen an Robert Lewandowski und Frenkie de Jong. (ram)

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