DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Christian Constantin, President of FC Sion, gestures prior the Super League soccer match of Swiss Championship between FC Sion and Neuchatel Xamax FCS, at the Stade de Tourbillon stadium, in Sion, Switzerland, Saturday, February 15, 2020. (KEYSTONE/Salvatore Di Nolfi)

Fehlen ihm die Sitten? Sion-Präsident entlässt alle Spieler fristlos. Bild: KEYSTONE

Knall beim FC Sion! Constantin kündet 9 Stars – und zwar fristlos



Christian Constantin hat als Präsident des FC Sion im Zuge der Krise wegen des Coronavirus zu einer drastischen Massnahme gegriffen. Er kündigt neun Spielern den Vertrag fristlos.

Betroffen sind Johan Djourou, Pajtim Kasami, Alex Song, Ermir Lenjani, Xavier Kouassi, Seydou Doumbia, Mickaël Facchinetti, Christian Zock und Birama Ndoye. Sie hatten sich zuvor geweigert, eine neue Vereinbarung mit dem Klub zu unterschreiben, um die Voraussetzungen für die Kurzarbeit zu erfüllen: zum von der Arbeitslosenversicherung vorgesehenen Maximallohn von 12'500 Franken. Sieben der neun Spieler haben befristete Verträge, die im Juni auslaufen.

Les joueurs du FC Sion, lors d'une rencontre amicale de football entre le FC Lausanne-Sport et le FC Sion ce vendredi, 13 mars 2020 au stade olympique de la Pontaise a Lausanne. Le championnat Suisse de football est actuellement suspendu a cause de l'epidemie de Coronavirus (COVID-19). (KEYSTONE/Cyril Zingaro)

Im März 2020 hatte es zwar keine Fans, dafür noch Spieler. Bild: KEYSTONE

Kurzarbeit kann allerdings nach aktuellem Stand nur für Arbeitgeber mit unbefristeten Arbeitsverträgen beantragt werden. Das ist etwa bei Fussballspielern in der überwiegenden Mehrheit nicht der Fall.

Gegenüber «Blick» erklärte Constantin: «Wir sind all unserer Einkommen beraubt. Es ist uns untersagt, ihnen ihre Arbeitsleistung anzubieten und es ist ihnen untersagt, ihre Leistung zu erbringen.»

Johan Djourou le nouveau joueur du FC Sion, centre, pose en compagnie du president du FC Sion Christian Constantin, droite, et du directeur sportif du FC Sion Barthelemy Constantin, gauche, le jeudi 23 janvier 2020 a Martigny. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Ex-Natispieler Johan Djourou kam im Winter und absolvierte ganze 65 Minuten für den FC Sion. Bild: KEYSTONE

Die Entlassungen werden mit grosser Sicherheit ein juristisches Nachspiel haben. Bis dahin spart der FC Sion aber einiges an Lohnkosten. Die entlassenen Spieler gehören zu den am besten verdienenden im Klub.

Die Spieler wehren sich gegen die Kündigung. Die SAFP (Swiss Association of Football Player) habe bei CC eine Protestnote hinterlegt. «Wir erwarten, dass diese missbräuchlichen Kündigungen unverzüglich widerrufen werden, und dass eine Diskussion über mögliche Alternativen eröffnet wird», schreibt SAFP-Präsident Lucien Valloni an den FC Sion.

Problematisch dürfte die Massnahme für den Walliser Super-League-Verein werden, falls die Saison noch zu Ende gespielt wird. Davon geht Constantin offensichtlich nicht aus. Denn bei einer Fortsetzung der vorerst bis Ende April pausierenden Meisterschaft würden Sion wichtige Spieler fehlen. Die Mannschaft belegt 13 Runden vor Schluss den drittletzten Platz mit nur vier Punkten Reserve auf den direkten Abstiegsplatz.

(zap/abu/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Die lange Liste der Sion-Trainer unter Christian Constantin

Coronavirus: Wir erklären dir, warum du jetzt wirklich zuhause bleiben musst

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Unvergessen

England sucht den schnellsten Fussballer – und einer mit Hangover gewinnt

12. April 1992: Wer ist der schnellste Fussballer im Land? Heute schaut man wohl einfach im FIFA-Game nach dem «Speed»-Wert. Aber 1992 ist das noch anders: Da lässt man einen Spieler von jedem englischen Profiklub um 10'000 Pfund sprinten.

1992 ist ein bedeutsames Jahr in Englands Fussball. Nein, nicht weil im Sommer die Premier League ihren Betrieb aufnimmt. Sondern weil ein paar Monate vorher in einem offiziellen Wettkampf über mehrere Runden ermittelt wird, wer der schnellste Fussballer im ganzen Land ist.

10'000 Pfund beträgt die Siegerprämie, welcher der Sponsor des Liga-Cups ausgelobt hat, das entspricht damals rund 25'000 Franken. Viel Geld selbst für Erstliga-Profis und erst recht für einen Akteur aus den drei unteren …

Artikel lesen
Link zum Artikel