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Marvin Wildhage im perfekten Hertha-Trainingsoutfit. bild: screenshot

YouTuber schlich sich ins erste Klinsmann-Training – nach diesem Faux-Pas flog er raus



Wer träumt nicht davon, mal mit den Fussball-Profis auf dem Platz zu stehen? Für den YouTuber Marvin Wildhage ist der Traum wahr geworden. Der 23-jährige Moderator und Entertainer hat sich am Sonntag ins Training von Bundesligist Hertha BSC geschlichen – mit einem selbst bedruckten Trikot.

Marvins Aktion sorgte bundesweit für Schlagzeilen. Denn es war ausgerechnet das erste Training des neuen Hertha-Coachs Jürgen Klinsmann. «Das war meine Chance – es war ja klar, dass der noch nicht alle Gesichter in der Mannschaft kennt», erklärt Marvin gegenüber watson. Wir haben mit ihm über seine Aktion gesprochen.

Marvin sagt:

«Ich hab früher selbst Autogramme gesammelt, daher weiss ich ungefähr, wie es beim Training läuft.»

Marvin Wildhage

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So lief die ganze Aktion ab. Video: YouTube/Marvin

Wie jeder 10-Jährige habe er auch den Wunsch gehabt, Fussballprofi zu werden, so Marvin. «Als Aussenstehender denkt man immer ‹Das kann ich auch! Warum spielen die so scheisse?›», sagt er.

Genau das habe er mit einem lustigen Video unter die Lupe nehmen wollen. Bereits vor einigen Wochen hatte er sich ins Training von Hannover 96 geschlichen. Dort stand er allerdings etwas verloren auf dem Platz – und flog auf, als er als Einziger Dehnübungen vollführte.

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Marvin stellt sich den Hertha-Profis vor. bild: screenshot

Hertha-Profi erkannte ihn – doch er petzte nicht

Entgegen kam ihm nun, dass Hertha nicht einmal einen Security-Mitarbeiter am Eingang zum Trainingsplatz hatte. Bei seinem ersten Prank in Hannover war das noch anders. Aus dem ersten Versuch, bei dem er sein vorher erklärtes Ziel, ein paar Bälle aufs Tor zu schiessen, verfehlte, zog er fürs Hertha-Training seine Schlüsse:

«Ich habe gelernt, dass man sich anscheinend nicht mehr dehnt. Mein Plan war: Möglichst in der Masse untergehen und schnell an den Ball kommen.»

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Bei Hannover 96 berührte Marvin keinen Ball. Video: YouTube/Marvin

Das klappte auch ganz gut. Hertha-Profi Arne Meyer, der ihn von der Aktion bei Hannover 96 erkannte, wollte ihn nicht verpetzen. «Die haben mich mitspielen lassen. Ich habe fünfmal den Ball berührt, das war mehr, als ich mir erträumt hatte.»

Dann allerdings war Schluss mit lustig. Der Fitnesstrainer fragte ihn, wer er sei. Bei Hannover 96 hatte er die Frage, ob er aus der U23 komme, noch verneint. Dieses Mal war er besser vorbereitet – und erklärte direkt von sich aus, zur zweiten Mannschaft zu zählen. Dumm nur, dass er etwas vergessen hatte. Der Fehler, der ihm zum Verhängnis wurde:

«Ich wusste nicht, wie der Trainer der U23 heisst. Das wäre der Schlüssel gewesen. Zumal es auch noch die alte Hertha-Legende Zecke Neuendorf ist.»

So wurde Marvin erneut nicht ganz sanft des Platzes verwiesen. Er nahm's sportlich: «Ich habe nicht daran gedacht, einen Flitzer zu machen oder sowas. Die machen ja letztlich auch nur ihren Job.»

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Marvin wird von Herthas Fitnesstrainer «enttarnt». bild: screenshot

Marvin will kein schlechtes Vorbild sein

Er hat auch durchaus Verständnis dafür, dass nicht alle Beteiligten die Aktion lustig fanden. «Wenn ich am Schreibtisch sitzen und arbeiten würde, fände ich es ja auch nicht so cool, wenn da irgendein Hanswurst ankommt und auf meinem Tisch tanzt.»

Anstiften, es ihm nachzumachen, will er sowieso niemanden. Das stellt er auch am Ende seines YouTube-Videos klar. «Ich mache das als Entertainer, das ist als Witz gedacht. Ich will nicht, dass dadurch ein Security-Chaos entsteht. Ich finde es gut, so wie es jetzt ist, nahbar für die Fans.»

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Marvin wird vom Trainingsgelände verwiesen. bild: screenshot

Beide Vereine reagierten übrigens entspannt auf Marvins Aktionen. Hannover bot ihm ein 15-minütiges Probetraining mit dem Fitnesscoach an. «Wenn ich das überstehe, darf ich auch ein paar Bälle aufs Tor schiessen», sagt er. Und Hertha-Coach Klinsmann erklärte in einem eigenen YouTube-Video, Marvin bekomme ein Trikot – und eine kostenlose Einweisung in die Regeln. Wann es zum Treffen kommt, steht noch nicht fest.

Und welches Team kommt als nächstes? Das fragt auch Marvin unter dem Video. Seine Fans in den Kommentaren sind sich einig: Bayern oder Dortmund sollte es sein.

Er selbst hat andere Pläne – und setzt sich direkt die nächste Herausforderung:

«Eigentlich ist es durch. In der 1. und 2. Liga erkennen mich jetzt wohl alle. Eine Möglichkeit wäre vielleicht, es international zu probieren. Oder beim Frauenfussball.»

(om)

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Schweizer, die in den Top-5-Ligen Meister wurden (ab 1995)

Chefsache: Keine Fussball-Fans im Büro, bitte!

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