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Der Handschlag nach dem Spiel zwischen Craig Shakespeare (l.) und Jürgen Klopp.
Der Handschlag nach dem Spiel zwischen Craig Shakespeare (l.) und Jürgen Klopp.
Bild: Jason Cairnduff/REUTERS

Dank Shakespeare spielt Leicester wieder Meister-Fussball – sehr zu Klopps Leidwesen

Leicester lebt! Der entthronte englische Meister hat im ersten Spiel nach der abrupt zu Ende gegangenen Ära Ranieri einen befreienden 3:1-Sieg realisiert. Ganz zu Lasten der «Reds» aus Liverpool, bei denen sich die Krise zuspitzt.
28.02.2017, 10:41
Donat Roduner
Donat Roduner
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Beginnen wir doch, wie immer wenn es um Leicester geht, mit Über-Fan Gary Lineker:

Klar ist es sehr bedauerlich, dass Meistertrainer Claudio Ranieri, der sympathische Italiener, in die Wüste geschickt wurde. Doch hätte Leicester gestern ohne den Impuls des Trainerwechsels gewonnen? Vielleicht ... aber eher nicht.

Neu verantwortlich ist dieser Mann:

Bild: Jason Cairnduff/REUTERS

Shakespeare. Nicht William, sondern Craig. Folgendes liegt trotzdem auf der Hand:

Unter dem bisherigen Assistenztrainer spielten die «Foxes» wieder den elektrisierenden Meisterfussball, der seit Saisonbeginn schmerzlich vermisst wurde. Exemplarisch dafür das verdiente 1:0 durch Jamie Vardy:

Video: streamable

Dies war der erlösende erste Meisterschaftstreffer für Leicester City im Kalenderjahr 2017.

Völlig klar, dass Danny Drinkwater wenig später das hier gelingt:

Video: streamable

Nach der starken ersten Halbzeit von Leicester ...

... ist der Sieg eigentlich schon eingetütet. Liverpool mimt an dem Abend den perfekten Aufbaugegner: Hinten löchrig wie ein Sieb ...

... und vorne trotz letztlich mehr Spielanteilen abgesehen von Philippe Coutinhos Anschlusstreffer harmlos.

Am besten fasst das Spiel wohl Ex-Liverpool-Verteidiger und TV-Experte Jamie Carragher zusammen:

Jamie Carragher.
Jamie Carragher.
Bild: Peter Cziborra/REUTERS
«Ich glaube, ich habe noch nie ein Fussballspiel gesehen, bei dem beide Teams vom Feld gehen und sich schämen sollten – Liverpool für wie schlecht es gespielt hat und Leicester für wie gut es war nach zuletzt so schwachen Leistungen, nur durch Effort und Commitment.»
Jamie Carragher

Die «Reds» tun sich in der laufenden Saison äusserst schwer gegen die vermeintlich schwachen Teams.

Zum Vergleich: Gegen die anderen Top-6-Mannschaften (Chelsea, Tottenham, ManCity, Arsenal und ManUtd) der Liga ist Liverpool noch ungeschlagen:

Liverpools Bilanz gegen ...

Aktuell am Tabellenende: Leicester, Swansea, Middlesbrough, Crystal Palace, Hull und Sunderland.
Aktuell am Tabellenende: Leicester, Swansea, Middlesbrough, Crystal Palace, Hull und Sunderland.
grafik: infogr.am/watson

Aber kein Wunder wenn man nach/trotz/wegen 16 Tagen Pause so verteidigt:

Jamie Vardys zweiter Treffer des Abends.
Video: streamable

Beim LFC ist die Stimmung aktuell im Keller. Ein paar Beiträge dazu:

Wenn sogar Boring James Milner auf dem Trainer herumzuhacken beginnt, dann ist klar: Es ist Feuer unterm Dach. Jürgen Klopp trägt wohl seinen Teil zur Niederlage bei, ist aber auch das Opfer von mehreren Ausfällen, gerade in der Defensive. Dennoch nimmt der 49-jährige Deutsche kein Blatt vor den Mund:

«Es war nicht gut genug am Anfang, es war nicht gut genug in der Mitte und es war nicht gut genug am Schluss. [...] Für uns ist sehr wichtig zu sagen, dass wir niemandem anderes die Schuld geben können für unsere Leistung – das ist unsere eigene Verantwortung. Das macht es nicht besser, aber wir wollen nicht nach Ausreden suchen.»
Jürgen Klopp
Klopps Miene sagt alles.
Klopps Miene sagt alles.
Bild: Rui Vieira/AP/KEYSTONE

Anders sieht die Gemütslage natürlich bei Craig Shakespeare aus. Dieser gab heute Morgen bekannt, dass er sich bereit sieht, vollamtlich Trainer bei Leicester zu werden:

«Ich habe es schon zuvor gesagt: Denke ich, dass ich fähig dazu bin? Ja. Belastet es mich? Nein.»
Craig Shakespeare
Gut möglich, dass Craig Shakespeare den Leicester-Spielern längerfristig Anweisungen geben wird.
Gut möglich, dass Craig Shakespeare den Leicester-Spielern längerfristig Anweisungen geben wird.
Bild: Jason Cairnduff/REUTERS

Fortsetzung folgt. Am Samstag muss Leicester den Überraschungssieg gegen Liverpool in der Premier League gegen den Zweitletzten aus Hull bestätigen.

Weil Leicester wieder feiern kann: So ging's bei der Titel-Zeremonie zu und her:

1 / 179
So feiert Leicester den Sensationstitel mit dem Pokal
quelle: ap/ap / matt dunham
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