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Letzter Wille eines Norwich-Fans: 100 Pfund, damit das Team eins trinken geht



Kurz vor Silvester verstarb Barrie Greaves, der ein Leben lang Fan von Norwich City gewesen war. 83 Jahre alt wurde der frühere Geschichtslehrer. Eine seiner Töchter verriet den «North Norfolk News», dass er vor seinem Ableben ans Team gedacht habe: «Er sagte mir immer, dass die Mannschaft 100 Pfund erhalten soll. Er wollte sich damit für die Unterhaltung bedanken, die sie ihm während Jahrzehnten beschert haben, in guten wie in schlechten Zeiten.» Das Team solle mit dem Geld eins trinken gehen, so der letzte Wille.

Als seine schönste Erinnerung habe er jeweils den Lauf im FA Cup 1959 bezeichnet, erinnert sich die Tochter. Damals stürmte der Drittligist Norwich City nach Siegen über Manchester United und Tottenham Hotspur bis in die Halbfinals. 1962 und 1985 gewannen die «Canaries» den League Cup.

Nach Jahrzehnten mit einer Saisonkarte gab Greaves diese 2018 nach einer schweren Nierenerkrankung ab, seither hörte er sich Norwichs Partien bis zu seinem Tod im Radio an.

Seine Angehörigen gehen nach wie vor ins Stadion und setzen damit eine lange Tradition fort. Der verstorbene Barrie Greaves war als Zehnjähriger mit seinem Grossvater erstmals live mit dabei, längst besitzen seine beiden Töchter und alle drei Grosskinder Saisonkarten für den Klub mit den beiden Schweizern Timm Klose und Josip Drmic.

Greaves' Geste wird von vielen Fussballfans gefeiert. Seine Tochter meint dazu bloss: «Mein Vater würde all die Aufmerksamkeit eintauschen für drei Punkte am Samstag. Come on, you Yellows!» Kurz nach Saisonhälfte ist Aufsteiger Norwich das Schlusslicht der Premier League, morgen geht es zum Auswärtsspiel bei Manchester United. (ram)

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