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Paul Gascoigne (li.) und Alan Shearer (beide England) - Schlussjubel - PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxHUNxPOLxUSAxONLY; Vdia, quer, Aufmacher, premiumd, close, Jubel, WM Quali 1996, Nationalteam, Nationaltrikot, Harmonie,  Freude, Kameradschaft,  Fußball Länderspiel Herren Mannschaft Gruppenbild optimistisch Randmotiv Werbemotiv Personen

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Küsschen für Alan Shearer: An dieser Stelle wird von Körperkontakt von Paul Gascoigne mit einem anderen Mitspieler die Rede sein. Bild: imago/Colorsport

Mein Weihnachtsgeschenk nur für dich: Diese 11 wunderbaren Fussball-Anekdoten

Einige habe ich selber nicht gekannt!



Ein Sammelsurium kurzer Geschichten rund um unseren Lieblingssport – möglichst solche, die noch nicht hundert Mal durchgekaut wurden. Wenn du eine Anekdote trotzdem schon kennst, scrolle einfach weiter zur nächsten.

Viel Vergnügen!

Na, wie taufen wir ihn?

Die Grosseltern der englischen Nationalspieler Gary und Phil Neville besassen einen besonderen Sinn für Humor. Ihrem Sohn, dem Vater der Fussballer, gaben sie den Vornamen Neville. Er hiess tatsächlich Neville Neville.

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Phil und Neville Neville im Jahr 2013. Bild: imago/Sportimage

Erst in diesem Mai lüftete Gary Neville das Geheimnis, weshalb sein vor fünf Jahren verstorbener Vater so getauft wurde:

«Meine Grossmutter war die sturste und streitlustigste Person, der ich in meinem ganzen Leben begegnet bin. Man erzählt sich, dass sie am Tag nach der Geburt meines Vaters im Spital lag und dabei Besuch von ihrer Schwester erhielt. Das kleine Baby hatte das Namensschild ‹Neville› über dem Bett und als eine Krankenschwester hereinkam, fragte sie, ob ‹Neville› der Vorname dieses Kindes sei.

Die Schwester meiner Grossmutter verneinte, doch der gefiel der Klang, den ‹Neville Neville› hat. Je mehr ihre Schwester sich darüber beklagte, wie lächerlich diese Kombination sei, umso mehr stand für meine Grossmutter fest, dass ihr Kind genau so heissen soll.

Sein Name half meinem Vater zumindest in einer Hinsicht: Wer ihn einmal getroffen hatte, vergass ihn nie mehr.»

Der Pass des Jahrhunderts

Nach dem Tod von Diego Armando Maradona wurde es auf der ganzen Welt wieder und wieder gezeigt: Sein fabelhaftes Solo gegen England an der WM 1986, das «Tor des Jahrhunderts». Und besonders in Argentinien wurde dabei oft das Bonmot seines Mitspielers Hector Enrique wiedergegeben:

«Mein Pass war so gut, dass es für Maradona schwierig war, dieses Tor nicht zu erzielen.»

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Das Tor, erzählt von Hector Enrique. Wirklich ein sagenhaftes Zuspiel über acht oder möglicherweise sogar neun Meter. Video: YouTube/teleSUR tv

Der Posterboy

Egal ob Christian Fassnacht aufläuft, ob er gesperrt, verletzt oder spielfrei ist – beim SRF ist er immer mit dabei. Als der heutige YB- und Nationalspieler als 20-Jähriger für den FC Thalwil in der 1. Liga kickte, deutete offenbar wenig auf seinen Werdegang hin.

Für das Intro, das vor Fussballübertragungen des Schweizer Fernsehens oder vor dem Sportpanorama ausgestrahlt wird, war Fassnacht damit ein idealer Kandidat: ein junger Fussballer mit Talent, den niemand gleich erkennt. «Eine coole Erfahrung für einen Amateursportler», sagte Fassnacht rückblickend im «Blick» und das SRF freute sich über den rasanten Aufstieg des Darstellers: Dass dieser heute Profi sei, «ist eine tolle Geschichte, die das Leben schreibt.»

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Video: streamable

Leroy (P)Fer(d)

Der elffache niederländische Nationalspieler Leroy Fer war als junger Profi bei Twente Enschede beschäftigt und besuchte mit einem Freund eine Versteigerung von Rennpferden. Was man halt so macht, um die freie Zeit zwischen zwei Trainings zu überbrücken.

Einige der Galopper seien für 500'000 Euro verkauft worden, schilderte Fer Jahre später: «Dann war da ein Pferd, von dem sie sagten, es sei sicher nicht das beste, aber in Ordnung. Ich spielte auf meinem Telefon herum, hörte ‹30'000 Euro› und sagte, das sei nun etwas für mich. Ich rechnete ja damit, dass der Preis noch steigen wird. Doch das tat er nicht. Ich hatte ein Pferd und begann zu schwitzen, schliesslich wollte ich gar keines. Ich lebte in einer Wohnung und hatte keinen Platz.»

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Twente-Spieler Fer fragt sich, was er bloss getan hat. Bild: imago sportfotodienst

Fer blieb nur für etwa zehn Minuten ein mehr oder weniger stolzer Pferdebesitzer: «Jemand kam und fragte mich, ob ich das Pferd wirklich wolle. Ich gestand ihm, dass ich eigentlich nur aus Blödsinn geboten habe. Er offerierte mir 35'000 Euro und so zog ich schlussendlich sogar mit Gewinn davon.»

Gazzas Glücksgriff

Von Paul Gascoigne gibt es jede Menge wilder Geschichten. Das Enfant Terrible der 1990er-Jahre erzählte einst von einem aussergewöhnlichen Aberglauben: Vor Länderspielen nahm er in der Kabine den Penis seines Mitspielers Les Ferdinand in die Hand. An einem Benefizanlass erzählte «Gazza» 2017:

«Wenn Les Ferdinand sich auszog, ich schwöre es, hätten Sie die Grösse seines Dings sehen sollen. Meiner sah daneben ganz schön mickrig aus. Ich rief: ‹Les, lass ihn mich bitte, bitte einmal in die Hand nehmen! Das bringt mir Glück.›

Er liess mich gewähren, ich machte danach ein Riesenspiel, schoss ein Tor und dachte mir, dass mir das Glück gebracht hat. Beim nächsten Länderspiel ging ich also wieder zu Les und wies ihn an: ‹Los, lass ihn raus!› So ging das fortan jedes Mal, wenn wir mit England spielten. Er sagte bloss: ‹Los Gazza, bringen wir's hinter uns.›»

So hat das also Gascoigne in Erinnerung. Es ist jedoch gut möglich, dass sein massiver Alkoholkonsum einige Hirnzellen zerstört hat. Ferdinand jedenfalls verwies die Erzählung ins Reich der Märchen: «Das ist absoluter Nonsens, so etwas hat es nie gegeben.»

Les Ferdinand England & Tottenham Hotspur FC 22 April 1998 PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxONLY Copyright: MaryxEvansxAllstarxGrahamxWhitbyxBoot 12125932 editorial use only

17 Länderspiele, 5 Tore: Les Ferdinand. Bild: www.imago-images.de

Totti auf dem Töffli

786 Spiele bestritt Francesco Totti für die AS Roma. Das ist ebenso Klubrekord wie die 307 Tore. Titel gewann er in einem knappen Vierteljahrhundert mit seiner Liebe nur wenige: 2007 und 2008 den Cup – und in der Saison 2000/01 die Meisterschaft. Von jener Feier schildert der «ewige Captain» der Römer in seiner Biografie unter anderem dies:

«Kaum trete ich in die Kabine ein, knallt der Korken einer Champagnerflasche. Der Stimmung nach zu schliessen ist es nicht der erste. Ich stimme sofort in die Gesänge und Tänze ein, stosse mit allen an und bin wie alle erstaunt und später mehr als amüsiert über meinen japanischen Mitspieler Hidetoshi Nakata. Der hat sich in diesem irren Chaos in eine Ecke gesetzt, um dort ein Buch zu lesen.»

Bildnummer: 04537586  Datum: 05.06.2009  Copyright: imago/Ulmer/Lingria
Francesco Totti (AS Rom 2001) in einem römischen Gladiatorenwagen anlässlich Vincent Candelas Abschiedsspiel 2009 - PUBLICATIONxNOTxINxITA; Roma, quer, Römerwagen, Pferde, Wagen, Römer, Triumphwagen, Einmarsch, einlaufen, auflaufen o0 kurios AuRevoir 32, Au Revoir, Vincent Candelas Abschiedsspiel 2009, Vdig Rom Fußball Herren Mannschaft Einzelbild Randmotiv Personen Objekte Tiere

Image number 04537586 date 05 06 2009 Copyright imago Ulmer Lingria Francesco Totti AS Rome 2001 in a Roman Gladiator cars during Vincent Candelas Farewell Game 2009 PUBLICATIONxNOTxINxITA Roma horizontal Roman wagons Horses Dare Romans Triumph cars Invasion Arrive accumulating o0 funny  32 Au Revoir Vincent Candelas Farewell Game 2009 Vdig Rome Football men Team Single Rand motive Human Beings Objects Animals

Unterwegs mit vier Pferdestärken: Der römische Kaiser Francesco Totti. Bild: imago/Ulmer/Lingria

Die Stimmung in «seiner» Stadt sei gewaltig gewesen in jener Nacht, beschreibt Totti. Das habe er einfach mit eigenen Augen sehen müssen. Bloss: Wie soll das gehen, wenn du der Superstar des Teams bist, das alle feiern?

«Ich bin Römer und konnte in jener Nacht nichts anderes tun, als eine Runde mit dem Roller in der Stadt zu drehen, natürlich mit Helmvisier, um an der Glückseligkeit der Leute teilzuhaben. Tatsächlich war es sehr unvernünftig, denn ich habe zu viel getrunken und sehe nun alles doppelt. Aber ich fahre, begleitet von Freunden und Verwandten, langsam, um das Fahnenmeer zu geniessen, die Farben – Gelb und Rot –, die ganz Rom zieren, diese grenzenlose Freude, die schönste Nacht meines Lebens und im Leben vieler, die an meiner Seite fahren und keine Ahnung davon haben, wer da unter dem Helm steckt.»

Die schönste Nacht seines Lebens – wohlgemerkt, da spricht einer, der später auch Weltmeister wurde. Aber was ist das schon dagegen, mit der einen, ganz grossen Liebe den Scudetto zu holen?

Die unmögliche Saison

In Schottland dominieren seit eh und je zwei Klubs aus Glasgow: Die Rangers und Celtic. Gemeinsam holten sie 105 Mal die Meisterschaft. Alle anderen Klubs kommen zusammen auf 19 Titel, keiner hat mehr als vier. Wenn es ein historisches Tief über Schottland gibt, das nicht im Wetterbericht erwähnt wird, sondern im Fussball, dann findet man dieses 1964/65. Es ist bis heute die einzige Meisterschaftssaison, in der es keines der beiden Glasgower Topteams in die ersten drei schaffte. Rekordmeister Rangers (54 Titel) landete auf Platz 5, Celtic (51) wurde nur Achter.

Der Meistertitel ging – zum ersten und bis heute auch letzten Mal – an den FC Kilmarnock. Er triumphierte auch deshalb, weil ein seltsamer Modus zur Anwendung kam: Bei Punktgleichstand wurde nach Torquotient (geschossene Tore geteilt durch erhaltene Tore) abgerechnet. Vor der letzten Runde war klar, dass Kilmarnock den Leader Heart of Midlothian in der Finalissima genau mit zwei Toren Unterschied schlagen muss. «Killie» gelang diese Punktlandung: Es schlug den Rivalen, starke Goalie-Parade in der Nachspielzeit inklusive, mit 2:0 und überholte die Hearts mit dem Schlusspfiff der Saison.

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Torschütze Davie Sneddon erinnert sich an den historischen Match. Video: YouTube/cb76kfc

Die Abschlusstabelle:

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Die Hearts hatten eine Tordifferenz von +41 gegenüber einer von +29 von Kilmarnock und schossen 28 Tore mehr – spielte beides keine Rolle. tabelle: wikipedia

Papa Alaba, der Indianer

David Alaba ist als langjähriger Abwehrspieler von Bayern München der aktuell berühmteste Fussballer Österreichs. Schon sein Vater George brachte es in der Heimat zu Bekanntheit – abseits des Fussballplatzes, dafür zweifach. Zum einen deshalb, weil der gebürtige Nigerianer nach der Einbürgerung zum ersten dunkelhäutigen Gardesoldat im österreichischen Bundesheer wurde. Eine grosse Sache, die medial entsprechend begleitet wurde.

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Soldat Alaba und bei 6:40 Min. im Video sein kleiner Sohn, der später gross rauskommt. Video: YouTube/J. K.

Das war 1995. Zwei Jahre später war George Alaba der männliche Teil des Musikduos «Two In One». Deren Hit «Indian Song» schaffte es bis auf Platz 2 der österreichischen Charts.

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Der Song wäre ideal als Titellied des Films «Die Indianer von Kapfenberg», den es leider noch nicht gibt. Video: YouTube/bill6581

Wo der Widerstand Wurzeln schlug

Der Resistencia Sport Club aus Paraguays Hauptstadt Asuncion ist wahrlich keine grosse Nummer. Vier Meistertitel in der zweiten Liga sind das höchste der Gefühle. Bekannt wurde «Resi» deshalb über die Stadtgrenzen hinaus durch sein weltweit wohl einzigartiges Vereinsmitglied: einen Baum, der auf der Tribüne Wurzeln geschlagen hat. Zum 100-Jahr-Bestehen des Klubs im Jahr 2017 kam dieser aussergewöhnliche Fan, der auch bei Wind, Regen und miesen Leistungen immer, wirklich immer da ist, zu seiner Ehre.

Baden3

Hübsche Idee nach dem Zweiten Weltkrieg: Der FC Baden (Aargau), der SC Baden-Baden (Deutschland) und der Badener AC (Österreich) trugen einige Male den «Thermal Cup» aus. Kurios endete dieser Wettstreit der Kurbäder-Teams im Jahr 1952. Alle drei Spiele gingen unentschieden aus, es siegte aber nicht der Badener AC, welcher die meisten Tore schoss. Der Pokal ging an den SC Baden-Baden – weil er die beste Corner-Differenz der drei Mannschaften aufwies. Ob im Jahr darauf die Einwürfe gezählt wurden, ist unklar …

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tabelle: rsssf.com

Ein Streich mit Folgen

Man schrieb das Jahr 2000, als Arsenals Captain Tony Adams verletzt ausfiel und Trainer Arsène Wenger nach einem Ersatz für seine Abwehr suchte. Er lud Igors Stepanovs vom Fussball-Leichtgewicht Skonto Riga zum Probetraining ein, in welchem sich der Lette jedoch nicht wirklich aufdrängen konnte. Doch weil die Mitspieler ihren Kollegen Martin Keown foppen wollten, lobten sie Stepanovs trotzdem in den höchsten Tönen – bis Wenger zu glauben begann, der Innenverteidiger könne sein Mann der Zukunft sein.

Ray Parlour verrät in seiner Biographie: «Eine Woche später sitzt Igors in der Kabine und als ich ihn frage, was er da noch mache, antwortet er mir, er habe einen Vier-Jahres-Vertrag unterschrieben. Unglaublich!» Stepanovs spielte bei Arsenal kaum und wechselte 2004 nach der überraschenden EM-Teilnahme Lettlands in die Schweiz, wo er als GC-Verteidiger zwei solide Saisons absolvierte.

Igors Stepanovs Arsenal FC 30 December 2000 PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxONLY Copyright: AllstarxPicturexLibrary 12173377 editorial use only

Bild: www.imago-images.de

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Und jetzt: Österreicher mit Supernamen

Sie imitieren die grossen Stars – diese Tiere haben zu oft Fussball geschaut

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