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epa07877959 Real Madrid's Eden Hazard (L) in action against Atletico Madrid's Joao Felix during the LaLiga match between Atletico Madrid and Real Madrid at the Wanda Metropolitano stadium, in Madrid, Spain, 28 September 2019.  EPA/Rodrigo Jimenez

Eden Hazard und João Félix kosteten über 100 Millionen Euro, blieben aber hinter den Erwartungen zurück. Bild: EPA

Nur einer erhält eine 6 – die Zeugnisse der 10 teuersten Transfers des letzten Sommers

Die zehn teuersten Transfers des letzten Sommers kosteten zusammen fast eine Milliarde Euro. Ihre neuen Arbeitgeber setzten grosse Hoffnungen in ihre kostspieligen Neuverpflichtungen, doch nicht immer hielten die neuen Stars, was sie versprachen. Vor allem ganz an der Spitze ist die Bilanz ernüchternd.



Romelu Lukaku

Der Inter-Rekordzugang hat auch in Mailand sofort seine Tore gemacht. Mit 23 Treffern aus 34 Liga-Spielen liegt der 27-jährige Belgier hinter Cristiano Ronaldo und Ciro Immobile auf Rang 3 der Torschützenliste, auch dank ihm hat Inter am zweitmeisten Tore der Liga auf dem Konto. Der Stossstürmer ist aber nicht nur torgefährlich, er deckt ausserdem den Ball gut ab und schafft so auch immer wieder Räume für seine Sturmpartner Alexis Sanchez oder Lautaro Martinez. Etwas mehr Mühe hat Lukaku allerdings, wenn es gegen die Grossen geht: Gegen Juve, Atalanta, Lazio, Roma, Napoli und Milan gelangen ihm in 11 Spielen fünf Treffer.

Note: 5,5

Inter Milan's Romelu Lukaku celebrates after scoring his side's opening goal during the Serie A soccer match between Inter Milan and Bologna at the Milan San Siro Stadium, Italy, Sunday, July 5, 2020. (AP Photo/Antonio Calanni)

Lukaku fühlt sich in Mailand sichtlich wohl. Bild: keystone

Rodri

Der defensive Mittelfeldspieler hat sich bei den «Citizens» trotz grosser Konkurrenz (Ilkay Gündogan, Fernandinho) sofort einen Stammplatz erkämpft und ist aus dem Starensemble von Pep Guardiola nicht mehr wegzudenken. Der 24-jährige Spanier erinnert stark an Sergio Busquets – er ist extrem zweikampfstark, passsicher (92,9% erfolgreich) sowie pressingresistent und schaltet sich ab und an gar in die Offensive mit ein.

Note: 6,0

epa08042385 Manchester City's Rodri celebrates scoring the third goal during the English Premier League soccer match between  Burnley and Manchester City held at the Turf Moor in Burnley, Britain, 03 December 2019.  EPA/PETER POWELL EDITORIAL USE ONLY. No use with unauthorized audio, video, data, fixture lists, club/league logos or 'live' services. Online in-match use limited to 120 images, no video emulation. No use in betting, games or single club/league/player publications

Bild: EPA

Frenkie de Jong

Die erste Saison in Barcelona war für den 23-jährigen Niederländer nicht einfach. Seine Position im defensiven Mittelfeld war schon von Sergio Busquets besetzt. Deshalb wurde De Jong – anders als bei Ajax, wo er als Sechser den Spielrhythmus vorgab – viel offensiver eingesetzt, als er es sich gewohnt ist. Als Achter kam der schmächtige Blondschopf aber nie richtig zur Entfaltung: Im Gegenpressing fehlte im die nötige Aggressivität und statt in die Tiefe zu spielen, suchte er lieber den sicheren Pass. «Der Fussball ist anders, als ich es gewohnt bin», musste De Jong eingestehen. Dennoch nahm er viel Einfluss aufs Barça-Spiel. Just in dem Moment, als er ausfiel, verloren die Katalanen im Titelrennen die entscheidenden Punkte.

Note: 4,5

Barcelona's Frenkie de Jong reacts during a Spanish Copa del Rey soccer match between Barcelona and Leganes at the Camp Nou stadium in Barcelona, Spain, Thursday, Jan. 30, 2020. (AP Photo/Joan Monfort)

Bild: AP

Lucas Hernandez

Das erste Bayern-Jahr war für den französischen Weltmeister eines zum Vergessen. Nach einem halben Jahr Verletzungspause wollte der Verteidiger bei den Bayern zu Saisonbeginn endlich wieder so richtig durchstarten, in der Innenverteidigung und auf links zeigte er solide Leistungen. Doch dann folgte im Oktober bereits die nächste Verletzung, die ihn bis Februar erneut ausser Gefecht setzte. In dieser Zeit war Hansi Flick neuer Trainer geworden, Alphonso Davies links hinten die Entdeckung der neuen Saison und das Zentrum mit Jerome Boateng und David Alaba eingespielt. Hernandez kam deshalb kaum mehr zum Zug.

Note: 4,0

epa08499333 Lucas Hernandez of FC Bayern Muenchen looks on during the Bundesliga match between FC Bayern Muenchen and Sport-Club Freiburg at Allianz Arena in Munich, Germany, 20 June 2020.  EPA/Alexander Hassenstein / POOL DFL regulations prohibit any use of photographs as image sequences and/or quasi-video.

Bild: keystone

Nicolas Pépé

Was Arsenals Rekordeinkauf in seiner ersten Premier-League-Saison fehlte, war die Konstanz. Der Neuzugang aus Lille hatte immer wieder brillante Momente und steht mit 17 Skorerpunkten (8 Tore/9 Assists) teamintern an Position 3. Doch bei den «Gunners» hatte man sich vom rechten Flügel deutlich mehr erhofft. Denn immer wieder taucht Pépé vollkommen ab und steht verloren im leeren Raum zwischen Sturmspitze Aubameyang und dem Rest des Teams. Die Folge: Ganze 28 Mal wurde der 25-jährige Ivorer ein- oder ausgewechselt.

Note: 4,0

epa07947638 Nicolas Pepe of Arsenal during the UEFA Europa League Group F match between Arsenal London and Vitoria Guimaraes in London, Britain, 24 October 2019.  EPA/WILL OLIVER

Bild: EPA

Matthijs de Ligt

Der zweitteuerste Abwehrspieler aller Zeiten hatte zu Beginn der Saison grosse Probleme, sich an die härtere Gangart und die taktischere Spielweise in Italien zu gewöhnen. Immer wieder unterliefen ihm bei Ajax nie gesehene Unsicherheiten, was zu teils heftiger Kritik führte. Dazu kam viel Pech mit mehreren verschuldeten Handspenaltys, die durch die strenge Regel-Auslegung in der Serie A nach Konsultation des VAR gepfiffen wurden.

Neben De Ligt holte Juventus im Sommer auch den Türken Merih Demiral, der sich prompt den Stammplatz eroberte, danach jedoch mit einem Kreuzbandriss ausfiel. De Ligt rückte zurück in die Stammformation, steigerte sich massiv und ist nun in der Juve-Innenverteidigung neben Leonardo Bonucci gesetzt.

Note: 5,0

epa07731595 Juventus' Matthijs de Ligt reacts during the International Champions Cup (ICC) soccer match between Juventus FC and Tottenham Hotspur at the National Stadium in Singapore, 21 July 2019.  EPA/WALLACE WOON

Bild: EPA

Harry Maguire

Bei ihm scheiden sich die Geister: Weil seine Bewegungen etwas hölzern wirken und der 1,94-Meter-Hüne am Ball nicht immer ganz stilsicher ist, wurde der teuerste Verteidiger der Welt in seiner ersten Saison bei ManUnited regelmässig mit Kritik eingedeckt. Doch Trainer Ole Gunnar Solskjaer vertraut seinem Captain blind. Zusammen mit Victor Lindelöf bildet der 27-jährige Engländer mittlerweile eines der stabilsten Innenverteidiger-Duos der Premier League.

Note: 5,0

epa08152634 Manchester United's Harry Maguire reacts during the English Premier League soccer match between Manchester United and Burnley FC at Old Trafford in Manchester, Britain, 22 January 2020.  EPA/PETER POWELL EDITORIAL USE ONLY. No use with unauthorized audio, video, data, fixture lists, club/league logos or 'live' services. Online in-match use limited to 120 images, no video emulation. No use in betting, games or single club/league/player publications

Bild: EPA

Eden Hazard

«Eine Million Euro pro Kilo» – schon unmittelbar nach seinem Transfer zu den Königlichen wurde über den Fitness-Zustand des 29-jährigen Belgiers gewitzelt. Prompt fiel der Super-Dribbler zum Saisonbeginn mit einer Verletzung aus. Es sollte nicht seine einzige bleiben: Mit vier verschiedenen Blessuren musste sich Hazard herumschlagen. Auf dem Weg zum 34. Meistertitel konnte der Linksaussen seinem Team kaum helfen, nur ein Tor erzielte er in mageren 21 Einsätzen. Hazard gab sich selbstkritisch: «Diesen Titel haben wir im Kollektiv gewonnen, denn persönlich habe ich sicherlich die schlechteste Saison meiner Karriere hinter mir», erklärte er.

Note: 3,0

February 16, 2020, Madrid, MADRID, SPAIN: Eden Hazard of Real Madrid looks on during the Spanish League, La Liga, football match played between Real Madrid and RC Celta de Vigo at Santiago Bernabeu stadium on February 16, 2020, in Madrid, Spain. Soccer: La Liga - Real Madrid v Celta de Vigo PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxONLY - ZUMAa181 20200216zaaa181221 Copyright: xAFP7x

Bild: www.imago-images.de

Antoine Griezmann

Der «kleine Prinz» wurde geholt, um mit Lionel Messi und Luis Suarez ein weiteres magisches Offensiv-Trio zu bilden. Doch der Weltmeister von 2018 fand weder auf dem linken Flügel noch als Mittelstürmer seinen Platz in der Mannschaft. 15 Tore in 46 Spielen hören sich zwar nicht allzu schlecht an, vier davon schoss Griezmann allerdings in der Copa del Rey und der Supercopa. Nach dem Restart wollte dem 29-jährigen Franzosen fast gar nichts mehr gelingen. Gegen Ex-Klub Atlético wurde er aus taktischen Gründen erst in der 90. Minute eingewechselt – eine Demütigung. Bereits soll Barça mit Lautaro Martinez von Inter Mailand einen Nachfolger für Griezmann im Visier haben.

Note: 3,5

Barcelona's Antoine Griezmann reacts during a Spanish La Liga soccer match between Barcelona and Levante at the Camp Nou stadium in Barcelona, Spain, Sunday Feb. 2, 2020. (AP Photo/Joan Monfort)

Bild: AP

João Félix

Der 20-jährige Portugiese galt im letzten Sommer als DAS Wunderkind im europäischen Fussball. Doch in seiner ersten Saison in einer der fünf Top-Ligen absolvierte der Nachfolger von Antoine Griezmann nur gerade drei Partien über 90 Minuten, auch weil ihn immer wieder kleine Verletzungen plagten. Der Youngster hatte sichtlich Mühe mit der ruppigeren Gangart: In 35 Einsätzen erzielte die hängende Spitze nur 8 Tore und bereitete 3 weitere vor, für einen Mann mit seinem Preisschild klar zu wenig.

In spanischen Medien wurde ihm ausserdem sein ausgeprägter Egoismus vorgeworfen. Wenn Félix in Strafraumnähe an den Ball komme, ende der Spielzug fast immer mit einem Abschluss von ihm, so der Tenor. Immerhin stärkte ihm Diego Simeone den Rücken: «Wir sind zu 100 Prozent von seinem Talent überzeugt», so der langjährige Atlético-Trainer.

Note: 3,0

epa08166489 Atletico Madrid's Joao Felix during the Spanish LaLiga soccer match between Atletico Madrid and CD Leganes in Madrid, Spain, 26 January 2020.  EPA/RODRIGO JIMENEZ

Bild: EPA

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