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Das Rheinparkstadion waehrend der Superleague-Partie zwischen dem FC Vaduz und dem FC Sion am Samstag, den 28. November 2020 im Rheinpark Stadion in Vaduz. (KEYSTONE/Christian Merz)

Flutlicht im Nebel: das Vaduzer Rheinparkstadion direkt am namensgebenden Fluss. Bild: keystone

Sie können es ja doch noch – Vaduz und Luzern holen erste Saisonsiege



Vaduz – Sion 4:1

Aufatmen im Ländle: Der FC Vaduz feiert im siebten Saisonspiel den ersten Vollerfolg. Gegen den FC Sion machte eine starke Viertelstunde nach der Pause den Unterschied aus.

Tunahan Cicek eröffnete das Skore mit einem Traumtor. Der 28-jährige Ostschweizer donnerte den Ball von halbrechts aus sieben Metern volley ins Lattenkreuz:

Die Walliser hatten wenig später den verletzungsbedingten Ausfall von Stürmerstar Guillaume Hoarau zu verkraften. Durch einen Kopfballtreffer des knapp zwei Meter grossen Letten Roberts Uldrikis nach einem Corner kam Sion aber vier Minuten vor der Pause dennoch zum Ausgleich.

Und diese Pause dauerte in den Köpfen der Sion-Spieler wohl noch an, als der Schiedsrichter die Partie wieder anpfiff. Keine Minute war gespielt, da nagelte Pius Dorn den Ball wuchtig via Lattenunterkante ins Tor. Goalie Kevin Fickentscher war gegen den Schuss des 24-jährigen Deutschen, der im Nachwuchs des SC Freiburg ausgebildet wurde, so chancenlos wie beim ersten Gegentreffer.

Mit einem Doppelschlag setzten sich die Liechtensteiner kurze Zeit später entscheidend ab. Zunächst stand Cicek goldrichtig, um nach einem von Fickentscher abgewehrten Schuss von Dejan Dokic abzustauben. Und vier Minuten später kam Mohamed Coulibaly bei einem Corner fünf Meter vor dem Tor ziemlich unbedrängt zum Kopfball. Da war eine Stunde gespielt und Sion 4:1 distanziert.

Vaduz' Tunahan Cicek, links, und Vaduz Milan Gajic feiern das 3:1 waehrend der Superleague-Partie zwischen dem FC Vaduz und dem FC Sion am Samstag, den 28. November 2020 im Rheinpark Stadion in Vaduz. (KEYSTONE/Christian Merz)

Den Torschützen durchs Tornetz hindurch erwischt: Cicek (links) jubelt mit Mitspieler Gajic. Bild: keystone

Sion gelang es in der Folge nicht mehr, den Hebel umzudrehen. Die Walliser haben nach sieben Partien erst einen Sieg auf dem Konto. Wie lange Präsident Christian Constantin wohl noch Geduld mit seinem Trainer Fabio Grosso, dem Weltmeister von 2006, hat?

Vaduz - Sion 4:1 (1:1)
Rheinparkstadion. - SR Dudic.
Tore: 23. Cicek (Djokic) 1:0. 41. Uldrikis (Tosetti) 1:1. 46. Dorn (Gajic) 2:1. 55. Cicek (Djokic) 3:1. 59. Coulibaly (Corner Gajic) 4:1.
Vaduz: Büchel; Schmied, Schmid, Simani (84. Rahimi); Dorn, Gajic, Wieser (84. Gasser), Hug; Cicek (80. Di Giusto); Coulibaly (65. Sutter), Djokic (80. Prokopic).
Sion: Fickentscher; Tosetti (60. Abdellaoui), Bamert, Ndoye, Iapichino; André (46. Wakatsuki), Serey Die (76. Baltazar), Araz; Clemenza; Uldrikis (76. Gaëtan Karlen), Hoarau (29. Kasha).
Bemerkungen: Vaduz ohne Lüchinger (gesperrt) und Obexer (verletzt), Sion ohne Andersson, Kabashi und Luan (alle verletzt). Verwarnungen: 16. Hoarau (Foul). 48. Uldrikis (Foul). 66. Simani (Unsportlichkeit). 66. Serey Die (Unsportlichkeit). 84. Gasser (Foul). 90. Baltazar (Foul).

Servette – Luzern 1:3

Wie Vaduz konnte auch der FC Luzern endlich seinen ersten Saisonsieg feiern. In Genf war Louis Schaub der herausragende Spieler. Der 25-jährige Österreicher erzielte den Führungstreffer und bereitete die zwei weiteren Luzerner Tore vor.

Luzerns Sieg war verdient. Schaub traf in der 23. Minute – und der FCL doppelte nach 23 Minuten der zweiten Halbzeit nach. Dejan Sorgic traf mittels Hechtköpfler nach Schaubs Flanke von der linken Seite.

Les joueurs du club lucernois, laissent eclater leur joie apres le 2:0, lors de la rencontre de football de Super League entre le Geneve Servette FC et le FC Lucerne, ce samedi 28 novembre 2020 au stade de Geneve. (KEYSTONE/Martial Trezzini)

Luzerns Matchwinner: Louis Schaub (links). Bild: keystone

Nach dem zwischenzeitlichen Anschlusstor Servettes durch Steve Rouiller nach einem Eckball dauerte es bloss zwei Minuten, bis Luzern wieder mit zwei Toren Unterschied führte. Dieses Mal rannte Schaub mit dem Ball am Fuss bis zur Grundlinie und passte zum in der Mitte freistehenden Ibrahima Ndiaye, der in der 79. Minute zum Endstand traf.

Servette musste Luzern und Vaduz an sich vorbeiziehen lassen und ist das neue Schlusslicht der Super League. Die Genfer sind seit fünf Spielen ohne Sieg.

Servette - Luzern 1:3 (0:1)
Stade de Genève. - SR San.
Tore: 23. Schaub (Sorgic) 0:1. 68. Sorgic (Schaub) 0:2. 77. Rouiller 1:2. 79. Ndiaye (Schaub) 1:3.
Servette: Frick; Diallo (75. Sauthier), Rouiller, Sasso (57. Kyei), Mendy; Valls (64. Cespedes), Ondoua; Imeri (57. Stevanovic), Cognat, Fofana (75. Schalk); Kone.
Luzern: Müller; Sidler (85. Schwegler), Lucas, Knezevic, Frydek; Emini (46. Ndenge), Schulz; Tasar (61. Ndiaye), Schaub, Ugrinic; Sorgic (83. Alounga).
Bemerkungen: Servette ohne Henchoz (verletzt) und Antunes (familiäre Gründe), Luzern ohne Carbonell (gesperrt) sowie Binous und Burch (beide verletzt). Verwarnungen: 16. Diallo (Foul). 35. Sorgic (Foul). 37. Knezevic (Foul). 49. Mendy (Foul). 69. Sidler (Foul). 93. Kone (Foul). 93. Müller (Unsportlichkeit). (ram/sda)

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