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Carolina Hurricanes' Sebastian Aho (20) celebrates his goal against the Minnesota Wild with teammates Nino Niederreiter (21) and Joel Edmundson, right, during the second period of an NHL hockey game in Raleigh, N.C., Saturday, Dec. 7, 2019. (AP Photo/Karl B DeBlaker)

Die Carolina Hurricanes haben vor der Trade Deadline ihre Schwachstellen gekonnt ausgebügelt. Bild: AP

Das sind die Gewinner und Verlierer der NHL-Trade-Deadline



Die hektischste Zeit der Saison ist vorbei: Gestern war in der NHL die Trade Deadline, was einmal mehr für viel Wirbel sorgte. Zum Beispiel in Calgary: Beim Training verliess Johnny Gaudreau das Eis vorzeitig, was sofort für grosses Aufsehen sorgte. Die Flames-Fans fürchteten einen Trade ihres Superstars, doch der verfrühte Abgang hatte zu ihrem Glück ganz andere Gründe. «Ich musste auf die Toilette», erklärte Gaudreau und liess die Flames-Fans aufatmen.

Grund zur Freude hatten auch die Anhänger der Carolina Hurricanes. Das Team von Nino Niederreiter lotste mit Stürmer Vincent Trocheck sowie den beiden Verteidigern Brady Skjei und Sami Vatanen drei prominente Namen nach Raleigh, was die «Bunch of Jerks» zum grossen Gewinner der Trade Deadline machte.

Die Gewinner:

Carolina Hurricanes

Die «Canes» machen alles richtig und verbessern das von Verletzungen geplagte Kader sowohl in der Defensive als auch in der Offensive. Zunächst reagierte GM Don Wadell auf die Ausfälle der beiden Verteidiger Dougie Hamilton und Brett Pesce und holte im Hinblick auf den Kampf um die Playoffs mit Sami Vatanen von den New Jersey Devils und Brady Skjei von den New York Rangers valablen Ersatz. Beide sind mobile Blueliner, die sowohl offensiv als auch defensiv Akzente setzen können und deshalb gut in den von Tempo geprägten Spielstil der Hurricanes passen.

Ausserdem schnappten sich die Hurricanes mit Vincent Trocheck einen neuen, vielsprechenden Center für die zweite Linie mit Niederreiter. Für den 26-jährigen Drittrunden-Pick von 2011 gaben die «Canes» Erik Haula und Lucas Wallstrom plus die beiden Prospects Chase Priskie und Eetu Luostarinen ab. Trotzdem könnte sich der Trade am Ende auszahlen: Trocheck hat in dieser Saison für die Florida Panthers in 55 Spielen zwar nur 10 Tore und 26 Assists gesammelt, vor zwei Jahren verbuchte der einstige All-Star aber eine starke 75-Punkte-Saison.

Pittsburgh Penguins

Der Ausfall von Jake Guentzel unmittelbar vor der All-Star-Pause wog schwer, doch die Penguins haben gut darauf reagiert. Schon vor der Trade Deadline haben sie Star-Center Sidney Crosby mit Jason Zucker einen erfahrenen Flügel mit Skorer-Qualitäten zur Seite gestellt, am letzten Tag kamen mit Patrick Marleau, Conor Sheary und Evan Rodrigues drei weitere Aussenstürmer dazu.

Der zweifache Olympiasieger Marleau, der von den San Jose Sharks geholt wurde, ist zwar schon 40 Jahre alt, bringt die Penguins mit seiner Erfahrung und seinen immer noch vorhandenen Skorer-Qualitäten aber sofort weiter. Sheary wird sich ebenfalls schnell ins Team einfügen, nach einem eineinhalbjährigen Abstecher zu den Buffalo Sabres ist es für den zweifachen Stanley-Cup-Sieger mit den «Pens» eine Rückkehr an alte Wirkungsstätte.

Edmonton Oilers

Oilers GM Ken Holland, der bis 2019 bei den Detroit Red Wings tätig war, holt mit Flügel Andreas Athanasiou und Verteidiger Mike Green zwei seiner ehemaligen Schützlinge nach Alberta. Mit Tyler Ennis stösst ein weiterer Flügel zum Team des Schweizer Centers Gaëtan Haas.

Die Devise von Holland ist klar: Er will den beiden Star-Centers Connor McDavid und Leon Draisaitl endlich hochkarätigere Flügelstürmer an die Seite stellen. Vor allem vom flinken und technisch versierten Athanasiou verspricht man sich in Edmonton sehr viel. Der 34-jährige Green soll dank seiner Erfahrung den verletzungsbedingten Ausfall von Nummer-1-Verteidiger Oscar Klefbloom kompensieren. Der Schwede soll erst in rund drei Wochen wieder fit sein.

New Yorks Islanders

Mit Jean-Gabriel Pageau haben sich die Islanders das heisseste Eisen auf dem Trade-Markt geschnappt. Kein Spieler im Kader von Coach Barry Trotz hat in der laufenden Saison mehr Tore geschossen als der Neuzugang, der momentan bei 24 Treffern und 16 Assists steht. Zwar liessen sich die Islanders die Verpflichtung des Zwei-Weg-Centers einiges kosten (drei Draftpicks), doch mit Pageau hat man eine variabel einsetzbare Option für die ersten zwei Sturmformationen.

Die Verlierer

Nashville Predators

Das Team von Roman Josi und Yannick Weber erlebt bislang eine enttäuschende Saison. Trotz der schwachen Offensive kämpfen die Predators aber weiterhin um einen Playoff-Platz. Da ist es schon erstaunlich, dass David Poile rund um die Trade Deadline nichts unternommen hat, um im Sturm nachzubessern. Mit Korbinian Holzer und Ben Harper holte Poile lediglich zwei Verteidiger für die hinteren Linien. «Manchmal sind diejenigen Trades die besten, die du nicht machst», erklärte der Predators-GM nach dem Ablauf der Trade Deadline.

Columbus Blue Jackets

Die von Verletzungen arg gebeutelten Blue Jackets gehören nach dem Abgang von Artemi Panarin im Sommer in dieser Saison zu den fünf offensiv harmlosesten Teams der Liga. Weil man neben Panarin auch die Free Agents Matt Duchene und Ryan Dzingel verloren hatte, fehlte nun das Tausch-Material, um treffsicheren Ersatz zu holen. Der Zuzug von Devin Shore (4 Tore, 6 Assists) wird kaum helfen, die Torproduktion zu erhöhen.

Colorado Avalanche

Mit Mikko Rantanen, Nazem Kadri, Matt Calvert und Colin Wilson ist die Liste der verletzten Stürmer bei den Avalanche lang. Doch GM Joe Sakic präsentierte mit Vladislav Namestnikov, der von den Ottawa Senators kommt, nur gerade einen Ersatzmann. Der 27-jährige russische Flügel ist zwar solid, aber auch nicht gerade als Scoring-Maschine bekannt. Auch für den verletzten Torhüter Philipp Grubauer fand Sakic keine Vertretung.

Toronto Maple Leafs

Mit Denis Malgin und Kyle Clifford holte Toronto-GM Kyle Dubas zwei Flügelstürmer, die für mehr Kadertiefe sorgen, doch die Problemzone seines Teams konnte er nicht verstärken. Defensiv hätten die Maple Leafs dringend Verstärkung nachlegen müssen. Mit Morgan Rielly und Cody Ceci fallen zwei gewichtige Verteidiger in der ohnehin schon spärlich besetzten Defensive aus. Doch Dubas konnte keinen Hochkaräter zu den Maple Leafs locken.

Detroit Red Wings

Das mit Abstand schlechteste Team der Liga hat es verpasst, sein spärlich vorhandenes Tafelsilber in wertvolle Draftpicks umzutauschen. Für Athanasiou gab es von den Oilers lediglich zwei Zweitrunden-Picks, hinzu kommt ein Viertrunden-Pick. Viel zu wenig, um im Sommer beim Draft entscheidend nachbessern zu können. Die Red-Wings-Fans müssen sich wohl auf weitere wenig berauschende Saisons gefasst machen.

Die wichtigsten Trades im Februar

Am Tag der Trade Deadline:

FILE - In this Tuesday, Dec. 12, 2017 file photo, Russia national ice hockey team captain Ilya Kovalchuk listens to a journalists question during a news conference followed an Russian Olympic committee meeting in Moscow, Russia. Kovalchuk has agreed to a three-year, $18.75 million deal to return to the NHL with the Los Angeles Kings. The club announced the deal Saturday, June 23, 2018 with Kovalchuk, who is back in North America after a five-year absence. (AP Photo/Ivan Sekretarev, file)

Ilya Kovalchuk hat noch nicht genug. Bild: AP/AP

Vor dem Tag der Trade Deadline:

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