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epa07969853 Brescia's Mario Balotelli reacts following racist chants by Hellas Verona supporters during the Italian Serie A soccer match between Hellas Verona and Brescia Calcio at Bentegodi stadium in Verona, Italy, 03 November 2019.  EPA/FILIPPO VENEZIA

Mario Balotelli wurde in Verona rassistisch beleidigt. Bild: EPA

Nächster Rassismus-Eklat in Italien – Balotelli hält die Affenlaute nicht mehr aus



In der italienischen Serie A ist es zum nächsten rassistischen Vorfall gekommen. Das Opfer diesmal: Mario Balotelli. Der italienische Stürmer von Brescia wurde beim Gastspiel bei Hellas Verona von Zuschauern ausgebuht, beleidigt und mit Affenlauten eingedeckt.

Balotelli nahm den Ball während des Spiels in die Hand und kickte ihn frustriert in Richtung Kurve. Anschliessend zog er das Trikot aus und lief vom Platz. Mitspieler und Gegner konnten Balotelli in der Folge allerdings zum Weiterspielen überreden. Das Spiel war für rund zehn Minuten unterbrochen. Was dann kam, klingt wie ein schlechter Witz: Balotelli sah wegen seines «unsportlichen Verhaltens» noch die gelbe Karte.

«Ich habe keine Angst zu sagen, dass es heute keine rassistischen Gesänge gab»

Hellas-Trainer Ivan Juric nach der Partie

Balotelli verlor mit Brescia in Verona letztlich 1:2, sein sehenswertes Weitschusstor direkt vor der Hellas-Kurve kurz vor Schluss blieb ein Muster ohne Werte.

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Das Tor von Balotelli. Video: streamable

Nach der Partie sorgte Hellas-Trainer Ivan Juric für Aufsehen, indem er abstritt, dass es sich um rassistische Vorfälle gehandelt haben soll. So sagte er zu «Sky Sport Italia»: «Ich habe keine Angst zu sagen, dass es heute keine rassistischen Gesänge gab. Sie haben einen grossen Spieler verspottet, aber da war sonst nichts. Nichts.»

epa07793849 Verona's coach Ivan Juric prior to the Italian Serie A soccer match Hellas Verona FC vs Bologna FC at the Marcantonio Bentegodi stadium in Verona, Italy, 25 August 2019.  EPA/FILIPPO VENEZIA

Hellas-Trainer Ivan Juric will von Rassismus nichts wissen. Bild: EPA

Der Kroate präzisierte gar noch: «Ihr könnt ihn selbst fragen, da war nichts. Ich bin angewidert von Rassismus und ich bin der erste, der es verurteilt, aber da war nichts. Sie haben ihn verhöhnt mit sarkastischen Gesängen, aber sie waren nicht rassistisch. Alles andere ist eine Lüge.»

Es sei absolut unakzeptabel, rassistische Vorfälle im Jahr 2019 zu sehen und er verurteile alle Fans, die so etwas tun. Aber heute sei dies nicht der Fall gewesen, erklärte Juric. «Sie haben nur ‹Mario› gerufen – auf eine sarkatische Weise. Dass er den Ball auf die Tribüne gekickt hat, ist sein Problem.»

(zap)

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Konzerte gegen Rassismus in Chemnitz

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Konzerte gegen Rassismus in Chemnitz
quelle: ap/ap / jens meyer
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Stürmer verlässt aus Protest gegen Rassismus das Spielfeld

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