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epa08986064 A cleaner wipes down equipment at the deserted Melbourne Park, the venue for the Australian Open and its lead in events in Melbourne, Australia, 04 February 2021. Australian Open preparations are on hold and all lead in events, The ATP Cup and Melbourne Summer Series, have been postponed after a hotel worker's positive coronavirus case put health authorities on alert.  EPA/DAVE HUNT AUSTRALIA AND NEW ZEALAND OUT

Am Australian Open wird fleissig geputzt und desinfiziert. Bild: keystone

Schwieriges Los für Bencic und Wawrinka – was du zum Australian Open wissen musst

Am 8. Februar startet mit dem Australian Open das erste Tennis-Highlight der Saison. Im Gegensatz zu anderen Sportevents sind in Melbourne auch Zuschauer mit von der Partie. Wir beantworten die wichtigsten Fragen vor dem Turnierstart.



Wann findet das Australian Open statt?

Das Australian Open wurde wegen der Coronavirus-Pandemie und den deshalb stark verschärften Einreisebedingungen in Australien um drei Wochen nach hinten verschoben. Das Turnier beginnt am Montag, 8. Februar und dauert zwei Wochen. Das Endspiel der Herren findet am Sonntag, 21. Februar statt, jenes der Damen einen Tag früher.

Die Zeitverschiebung von der Schweiz nach Melbourne beträgt zehn Stunden. Los geht der Spielbetrieb also jeweils um 1 Uhr in der Nacht Schweizer Zeit. So sieht der Spielplan aus:

Welche Schweizer sind am Australian Open dabei?

Bei den Männern ist die Schweiz durch Stan Wawrinka vertreten, der das Turnier als Nummer 17 der Setzliste in Angriff nimmt. Zudem hat auch Henri Laaksonen (ATP 136) die Qualifikation geschafft.

Bei den Frauen sind Belinda Bencic (Nummer 11 der Setzliste) und Jil Teichman (WTA 57) mit dabei. Viktorija Golubic (WTA 131) hat die Qualifikation verpasst.

Gegen wen spielen die Schweizer*innen?

Belinda Bencic hat am Australian Open ein schwieriges Los. In der ersten Runde hat sie mit der US-Amerikanerin Lauren Davis noch eine machbare Aufgabe, danach droht aber bereits ein Duell mit der zweifachen Grand-Slam-Siegerin Swetlana Kusnetsowa (WTA 37) oder ihrer Doppelpartnerin Barbora Strycova (WTA 38). In der dritten Runde käme es dem Papier nach zum Duell mit Elise Mertens (WTA 20) und im Achtelfinal würde Karolina Pliskova (WTA 6) warten.

Jil Teichmann trifft in der ersten Runde auf das 16-jährige amerikanische Wunderkind Coco Gauff (WTA 48). Sollte die 23-Jährige die erste Runde überstehen, würde danach aller Voraussicht nach Elina Svitolina (WTA 5) warten.

Stan Wawrinka trifft zum Auftakt auf den 32-jährigen Pedro Sousa, die Nummer 108 der Welt, gegen den Wawrinka noch nie gespielt hat. Danach könnte es für Wawrinka aber bereits knifflig werden, würde er doch in der 2. Runde auf den Sieger des Duells zwischen Marton Fucsovics aus Ungarn und Marc Polmans (AUS) treffen. Der erste Gesetzte, auf den Wawrinka treffen könnte, ist in der 3. Runde der Kanadier Milos Raonic (ATP 15), gegen den Wawrinka in Melbourne auch schon verloren hat. In den Achtelfinals würde dann wohl Titelverteidiger Novak Djokovic auf den Waadtländer warten.

Henri Laaksonen (ATP 136) trifft zum Auftakt auf den Italiener Salvatore Caruso (ATP 76), im Falle eines Sieges könnte der nächste Gegner mit Fabio Fognini (ATP 17) ebenfalls ein Italiener sein.

Titelverteidiger und Rekordsieger Novak Djokovic startet gegen den Franzosen Jérémy Chardy (ATP 66) ins Turnier, Rafael Nadal spielt in der 1. Runde gegen den Serben Laslo Djere (ATP 56).

Wer ist nicht dabei?

Der grösste Abwesende ist Roger Federer. Der Schweizer fühlt sich nach zwei Knieoperationen noch nicht bereit für einen Start in «Down Under», hat aber zuletzt bestätigt, dass er im März auf die Tennis-Tour zurückkehren will.

Bei den Männern ebenfalls nicht dabei sind Andy Murray, Jo-Wilfried Tsonga, John Isner, Fernando Verdasco, Lucas Pouille und Kyle Edmund.

Bei den Frauen ist Kiki Bertens (WTA 10) die grösste Abwesende. Daneben fehlen auch Carla Suarez Navarro, Madison Keys und Amanda Anisimova.

Wer sind die Favoriten am Australian Open?

Bei den Männern wohl die üblichen Verdächtigen: Novak Djokovic ist zuoberst anzusiedeln. Der Serbe ist die Weltnummer 1 und hat das Australian Open schon acht Mal gewonnen, auch 2019 und 2020. Am ehesten können Djokovic wohl Rafael Nadal, der allerdings unter Rückenproblemen leidet, oder US-Open-Sieger Dominic Thiem ein Bein stellen. Wer wird den Sieg davon tragen?

epaselect epa08980716 Novak Djokovic of Serbia reacts after winning an ATP Cup tennis match against Denis Shapovalov of Canada at Melbourne Park in Melbourne, Australia, 02 February 2021.  EPA/DAVE HUNT EDITORIAL USE ONLY

Wer soll Novak Djokovic in Melbourne aufhalten? Bild: keystone

Das Feld bei den Spielerinnen ist deutlich offener. Die Buchmacher sehen die Japanerin Naomi Osaka (WTA 3) als Favoritin, aber auch die Einheimische Ash Barty (WTA 1) hat gute Karten. Zu den Mitfavoritinnen zählen Simona Halep (WTA 2), Aryna Sabalenka (WTA 7) und natürlich Serena Williams (WTA 11), die in Melbourne ihren 24. Grand-Slam-Titel jagt.

Belinda Bencic besitzt höchstens Aussenseiterchancen. Am Australian Open ist die Schweizerin noch nie über die vierte Runde hinausgekommen.

Wie hoch ist das Preisgeld?

Für den Turniersieg gibt es sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen 2'750'000 australische Dollar – das sind umgerechnet 1,89 Millionen Schweizer Franken und damit rund ein Drittel weniger als noch vor einem Jahr. Trotzdem dürfte Novak Djokovic auch dieses Jahr an einem Sieg interessiert sein.

Es ist aber nicht so, dass grundsätzlich weniger Preisgeld ausgeschüttet wird, die Gesamtsumme ist nämlich praktisch gleich geblieben. Stattdessen erhalten die Verlierer in den früheren Runden mehr Geld, die Sieger dafür weniger. So darf ein Erstrunden-Verlierer dieses Jahr 100'000 australische Dollar nach Hause nehmen, was elf Prozent mehr ist als noch 2020.

Sind Zuschauer erlaubt?

Ja. Das erste Grand-Slam-Turnier des Jahres wird trotz Corona und Quarantäne-Massnahmen tatsächlich mit Zuschauern in den Rängen über die Bühne gehen. In den ersten Runden sind auf der Anlage bis zu 30'000 Fans täglich zugelassen, ab den Viertelfinals können dann noch 25'000 Zuschauer den Tennisspielern und -spielerinnen zuschauen, was rund 50 Prozent der üblichen Kapazität entspricht.

epa08980939 Pablo Carreno Busta of Spain interacts with fans after winning the Round 1 of the ATP Cup against John Millman of Australia at Melbourne Park in Melbourne, Australia, 02 February 2021.  EPA/DAVE HUNT AUSTRALIA AND NEW ZEALAND OUT  EDITORIAL USE ONLY

Auch beim ATP-Cup in Melbourne waren bereits Fans vor Ort. Bild: keystone

Die Rod Laver Arena werde eine unglaubliche Atmosphäre haben, nicht viel anders als in den Jahren zuvor, sagt Martin Pakula, der Sportminister des Bundesstaats Victoria.

Wie kann ich das Turnier mitverfolgen?

Das SRF zeigt die wichtigsten Spiele der SchweizerInnen und ausgewählte Spiele aus dem restlichen Feld im Free-TV. Eurosport zeigt den ganzen Tag Spiele mit Deutschland-Fokus im Free-TV. Mit dem kostenpflichtigen Eurosport Player (€6,99 pro Monat) kann man alle Partien auf allen Plätzen schauen.

Wie ist die Corona-Situation in Melbourne?

epa08984434 (FILE) - Healthcare workers stand at a personal protective equipment station inside the Grand Hyatt Melbourne in Melbourne, Australia, 12 January 2021 (re-issued on 03 February 2021). Hundreds of players, officials and support staff preparing for the Australian Open Grand Slam tennis tournament are having to test for the coronavirus COVID-19 disease after a worker at one of the tournaments quarantine hotels, the Grand Hyatt Melbourne, tested positive for the virus, media reports stated on 03 February 2021.  EPA/JAMES ROSS  AUSTRALIA AND NEW ZEALAND OUT

In Australien nimmt man die Gefahr durch das Coronavirus sehr ernst. Bild: keystone

Australien ist ein praktisch Corona-freies Land. Im Bundesstaat Victoria ist der positiv getestete Hotelmitarbeiter der erste Corona-Fall seit einigen Tagen. Die Quarantäne-Massnahmen sind sehr strikt. Aktive Fälle sind derzeit nur 21 bekannt. Die Gesundheitsbehörde hat deshalb auch sogleich ein umfangreiches Contact-Tracing lanciert, um eine weitere Ausbreitung, zum Beispiel durch Tennisspieler, zu verhindern.

Mit Material der Nachrichtenagentur keystone-sda.

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quelle: epa / caroline seidel
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