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Sania Mirza of India (L) confers with playing partner Martina Hingis of Switzerland during their women's doubles semifinals match against Sara Errani and Flavia Pennetta, both of Italy, at the U.S. Open Championships tennis tournament in New York, September 9, 2015. REUTERS/Eduardo Munoz

Sind wieder nicht zu bremsen: Martina Hingis und Sania Mirza stehen im US-Open-Final.
Bild: EDUARDO MUNOZ/REUTERS

Mehr verdient als die Weltnummer 5 im Einzel, doch für Martina Hingis geht es um andere Zahlen – um Grand-Slam-Titel Nummer 19 und 20

Bei den US Open winkt der totale Schweizer Triumph: Im Männer-Einzel wird entweder Roger Federer oder Stan Wawrinka um den Titel kämpfen, bei den Frauen hat sich Martina Hingis bereits für den Doppel- und den Mixed-Final qualifiziert.



Martina Hingis erlebt in diesem Jahr ihren zweiten dritten sportlichen Frühling. Die bald 35-Jährige fliegt von Erfolg zu Erfolg, sieben Turniere konnte die «Swiss Miss» in dieser Saison bereits gewinnen. Darunter drei Grand-Slam-Titel: Beim Australian Open gewann sie zusammen mit ihrem indischen Partner Leander Paes die Mixed-Konkurrenz, in Wimbledon doppelten die beiden – nach Hingis' Doppel-Triumph an der Seite von Sania Mirza – nach.

Martina Hingis of Switzerland and Sania Mirza of India pose with their trophies after winning their Women's Doubles Final match against Elena Vesnina and Ekaterina Makarova of Russia at the Wimbledon Tennis Championships in London, July 11, 2015.                                                  REUTERS/Toby Melville

Wimbledon-Triumph 2015 im Doppel mit Sania Mirza.
Bild: TOBY MELVILLE/REUTERS

Leander Paes of India and Martina Hingis of Switzerland show off their trophies after winning their Mixed Doubles Final match against Timea Babos of Hungary and Alexander Peya of Austria at the Wimbledon Tennis Championships in London, July 12, 2015.                                                           REUTERS/Stefan Wermuth

Wimbledon-Triumph 2015 im Doppel mit Leander Paes.
Bild: STEFAN WERMUTH/REUTERS

Beim US Open winken nun die Grand-Slam-Titel Nummer 19 und 20 für Hingis. Sowohl im Doppel mit Mirza als auch im Mixed mit Paes hat sie sich für den Final qualifiziert. 

Das zahlt sich auch finanziell aus: Mindestens 162'500 Dollar Preisgeld hat sie bereits auf sicher. Falls sie beide Finals gewinnt, heimst die Trübbacherin sogar 360'000 Dollar ein. 

Das ist zwar deutlich weniger, als Roger Federer und Stan Wawrinka für ihre Halbfinal-Qualifikation kassieren (805'000 Dollar, der Sieger kriegt 3,3 Millionen Dollar), doch Hingis kann gut davon leben. In diesem Jahr hat sie bis zum US Open bereits 914'942 Dollar Preisgeld gewonnen, mehr als Caroline Wozniacki, die Weltnummer 5 im Einzel. Mit den beiden Finals in New York ist nun auch die 1-Million-Dollar-Marke geknackt.

Ab und zu liegt auch ein Glas Wein drin

Trotz der Erfolge im Doppel und im Mixed, kommt ein Einzel-Comeback für Hingis nicht in Frage. «Ich müsste viel mehr trainieren, um mithalten zu können – vor allem im konditionellen Be­reich», erklärte die fünffache Einzel-Grand-Slam-Siegerin unlängst in einem Interview mit sport.ch. «Ich gebe lieber Vollgas im Doppel, anstatt im Einzel irgendwo zwischen Platz 30 und 50 zu stehen. Wenn man einmal die Nummer 1 war, hat man hohe Ansprüche.»

Doch auch im Doppel kriegt man die Siege nicht geschenkt. «Es hat mehr mit Strategie und Taktik zu tun, das liegt mir – auch wenn es heute viel schneller ist als früher. Die Spielerinnen schlagen besser auf, retournieren aggressiver», erklärt die lebende Tennis-Legende. «Aber das Spiel ist nicht intelligenter geworden, deswegen kann ich noch bei den Besten mitspielen.»

Hingis, die neben ihren eigenen Einsätzen auch noch Belinda Bencic als Beraterin und Trainingspartnerin zur Seite steht, geniesst das Leben auf der Tour erst jetzt in ihrer zweiten Karriere in vollen Zügen. «Abends gehe ich jetzt auch mal aus, um ein Glas Wein zu trinken. Der Druck ist geringer», so Hinigs. Doch wenn sie auf den Platz geht, dann will sie auch gewinnen. Und am liebsten natürlich gleicht doppelt, im Mixed- und im Doppel-Final.

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quelle: ap / dave caulkin
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