DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Roger Federer of Switzerland serves to compatriot Stan Wawrinka during their men's singles semi-final match at the U.S. Open Championships tennis tournament in New York, September 11, 2015. REUTERS/Mike Segar

Bild: MIKE SEGAR/REUTERS

Was für eine Machtdemonstration! Federer schlägt Wawrinka im Wahnsinnstempo und trifft im Final auf Djokovic

Am US Open in New York kommt es zum Traumfinal zwischen Roger Federer und Novak Djokovic. Federer liess im ersten rein schweizerischen Grand-Slam-Halbfinal der Geschichte Stan Wawrinka (ATP 5) keine Chance und siegte nach 91 Minuten 6:4, 6:3, 6:1.



In nur 92 Minuten erteilte Federer seinem Davis-Cup-Kollegen im Arthur-Ashe-Stadion in Flushing Meadows eine Lektion. Der 34-jährige Baselbieter zeigte einmal mehr keine Schwäche und legte einen beeindruckenden Auftritt hin. Ausgehend von seinem starken Aufschlag spielte er gewohnt offensiv, 22 seiner 28 Netzangriffe schloss Federer, der kein Break kassierte, mit Erfolg ab. Die Partie sei aus seiner Sicht ideal gelaufen. «Ich bin noch nicht einmal müde, was ich so nicht erwarten konnte», sagte Federer, der nach Ende der Partie von Wawrinka am Netz mit einem Lächeln empfangen und herzlich umarmt wurde.

Roger Federer, of Switzerland, reacts to applause from the crowd after defeating Stan Wawrinka, of Switzerland, during a semifinal match at the U.S. Open tennis tournament, Friday, Sept. 11, 2015, in New York. (AP Photo/David Goldman)

Sieg über Stan!
Bild: David Goldman/AP/KEYSTONE

Nur zu Beginn des ersten Satzes war Federer zweimal bei eigenem Service in Gefahr geraten, seinen Aufschlag abzugeben. Nachdem er beim Stand von 3:2 drei Chancen Wawrinkas in Serie zum Rebreak abwehrte, begann der Federer-Express aber zu rollen. Vor allem im zweiten Satz zeigte er geniales und fast fehlerfreies Tennis, bei 16 Gewinnschlägen schlug er nur drei einfache Fehler. Die letzten zwölf Punkte gingen alle an Federer. Im dritten Satz gelang ihm früh das Break, mit seinem zehnten Ass beendete er nach gut eineinhalb Stunden das Spiel und kam damit zum 17. Sieg im 20. Duell mit Wawrinka.

«Nachdem ich den Final in den letzten fünf Jahren immer und teilweise sehr knapp verpasst hatte, war das Erreichen des Finals das grosse Ziel»,

Roger Federer

«Ich habe ihn noch nie so gut servieren gesehen», sagte Wawrinka, der selbst Mühe mit dem Aufschlag bekundete. Federer habe sehr aggressiv gespielt, sich nicht zurückdrängen lassen und sich sehr gut bewegt. «Ich hingegen erreichte nicht mein erhofftes Level.» Dennoch zeigte sich Wawrinka mit dem Erreichten sehr zufrieden. «Ein Halbfinal ist für mich noch immer ein grossartiges Resultat.» Wenn er seine Grand-Slam-Saison anschaue, habe er nicht mehr erwarten können. Der French-Open-Sieger schaffte mit der Qualifikation für die ATP-Finals in London sein Saisonziel frühzeitig.

Und Federer? Der Baselbieter agiert in diesen Tagen so frisch und offensiv wie schon lange nicht mehr und qualifizierte sich ohne Satzverlust für seinen 27. Grand-Slam-Final, was er letztmals 2008 in Wimbledon geschafft hatte. Seit Wimbledon im Juli hat er von 28 gespielten Sätzen keinen mehr abgegeben. In Flushing Meadows steht der 17-fache Major-Champion zum siebten Mal im Endspiel – und erstmals seit 2009 wieder, als er dem Argentinier Juan Martin Del Porto unterlegen war. Zwischen 2004 und 2008 gewann Federer das Turnier in New York fünfmal in Serie. «Nachdem ich den Final in den letzten fünf Jahren immer und teilweise sehr knapp verpasst hatte, war das Erreichen des Finals das grosse Ziel», so Federer. Nun wolle er im Vergleich zu Wimbledon aber noch einen weiteren Schritt machen.

Roger Federer, of Switzerland, left greets Stan Wawrinka, of Switzerland, after winning their semifinal match at the U.S. Open tennis tournament, Friday, Sept. 11, 2015, in New York. (AP Photo/Bill Kostroun)

Bild: AP/FR51951 AP

Im Final am Sonntag kommt es zur Neuauflage des Wimbledon-Finals gegen den Weltranglistenersten Novak Djokovic, der den Titelverteidiger Marin Cilic 6:0, 6:1, 6:2 schlug. Es ist bereits der sechste Final in diesem Jahr, in dem sich die beiden gegenüberstehen. Im direkten Vergleich führt Federer gegen den Serben 21:20, das letzte Duell im Final des Masters-1000-Turniers in Cincinnati entschied Federer in zwei Sätzen für sich.

Novak Djokovic, of Serbia, waves to the crowd after beating Marin Cilic, of Croatia, during a semifinal match at the U.S. Open tennis tournament, Friday, Sept. 11, 2015, in New York. (AP Photo/Seth Wenig)

Am Sonntag wird Djokovic gegen Federer spielen.
Bild: Seth Wenig/AP/KEYSTONE

Djokovic hatte sechs Minuten weniger gebraucht als Federer, um auch das 14. Duell mit Marin Cilic für sich zu entscheiden. Nur zu Beginn des dritten Satzes kam beim kroatischen Titelverteidiger kurz Hoffnung auf, als er das Rebreak zum 2:2 schaffte. Cilic musste die Partie allerdings mit einer Knöchelverletzung und angeschlagen in Angriff nehmen.

Als erster Spieler seit Federer 2009 schaffte Djokovic damit in einem Kalenderjahr an allen vier Grand-Slam-Turnieren den Final zu erreichen. Das Australian Open und in Wimbledon gewann der Serbe das Turnier, am French Open in Paris unterlag er Wawrinka im Endspiel in vier Sätzen. «Ich bin stolz auf diesen Erfolg.» Schliesslich seien die Grand-Slam-Turniere die wichtigsten Anlässe im Tennis, so der Serbe.

Djokovic bestreitet seinen sechsten Final am US Open, gewonnen hat er das Turnier in Flushing Meadows allerdings erst einmal (2011). 2007 unterlag er Federer im Final, 2010 und 2013 Nadal, 2012 Andy Murray. (si)

Hier der Ticker zum Nachlesen:

Liveticker: 11.09.15: Federer – Wawrinka

Schicke uns deinen Input
Entry Type
Das war's - Match - Roger Federer
Federer bodigt Wawrinka in 91 Minuten. In Worten: Einundneunzig Minuten! Im Final trifft er auf Djokovic.
Federer schlägt zum Matchgewinn auf! Ist das das Ende?
Entry Type
5:1 - Game - Roger Federer
Federer kennt einfach auf alles die Antwort! Und kein Erbarmen. Wawrinka kommt nicht durch.
Federer hat sich fünf US-Open-Pokale auf die Schuhe drucken lassen. Ist er auf dem Weg zum sechsten?
View of the tennis shoes worn by Roger Federer of Switzerland as he serves to Steve Darcis of Belgium during their second round match at the U.S. Open Championships tennis tournament in New York, September 3, 2015. REUTERS/Carlo Allegri
Entry Type
4:1 - Game - Roger Federer
Wir hätten uns ja auf fünfstündiges Tennis gefreut. Aber es scheint als hätte Federer nachher noch einen sehr wichtigen Termin.
Entry Type
3:1 - Game - Roger Federer
Das geht wirklich schnell. Federers Break perfekt. Steht Wawrinka überhaupt auf dem Platz?
Schönes Bild für Zwischendurch
Roger Federer, of Switzerland, returns a shot to Stan Wawrinka, of Switzerland, during a semifinal match at the U.S. Open tennis tournament, Friday, Sept. 11, 2015, in New York. (AP Photo/Julio Cortez)
Entry Type
2:1 - Game - Roger Federer
Wawrinka bleibt dran. Den darf man noch nicht abschreiben!
Entry Type
1:1 - Game - Stan Wawrinka
So ist es.
Entry Type
6:3 - Satz - Roger Federer
Federer! Uns fallen gar nicht so viele Superlative ein wie wir bräuchten. Wunderbares Tennis.
Diesen Kameraschlenker haben wir nicht verpasst. Mirka ist hier.
Entry Type
5:3 - Game - Roger Federer
Federer dominiert. Und wie!
Entry Type
4:3 - Game - Roger Federer
Woah. Was ist nur mit Wawrinka los? Federer lässt ihm keine Chance.
Entry Type
3:3 - Game - Roger Federer
Federer bringt sein Spiel locker durch. Locker!
Entry Type
2:3 - Game - Stan Wawrinka
Wawrinka wehrt fünf Break-Chancen ab und gewinnt das fünfte Game. Schönes Tennis zeigen beide!
Federer auf dem Weg zum Break! 40:15.
Wieder ein hübscher Punkt für Federer – da klatscht sogar Wawrinka.
Entry Type
2:2 - Game - Roger Federer
Entry Type
2:1 - Game - Stan Wawrinka
Wawrinka legt wieder vor. Und jetzt, Werbepause.
Entry Type
1:1 - Game - Roger Federer
Derweil auf dem Platz …
… das siebte Ass von Federer.
Derweil auf der Tribüne …
Mist. Wir haben den Kamera-Schlenker ins Publikum verpasst. War das Mirka?
Entry Type
1:0 - Game - Stan Wawrinka
Federer bereits wieder mit ersten Break-Chancen. Wawrinka murkst sich aber durchs erste Game. 1:0 für den Romand.
Entry Type
6:4 - Satz - Roger Federer
Federer gewohnt lässig. Keine Schweissperle in Sicht. Der erste Satz geht an die Weltnummer Zwei.
Entry Type
5:4 - Game - Roger Federer
Wawrinka bleibt im Spiel. Federer schlägt zum Satzgewinn auf.
Wawrinka unter Zugzwang
Wawrinka muss Gas geben – ihm droht der erste Satzverlust. Kann er das Blatt noch wenden? Federer bleibt stark.
Entry Type
5:3 - Game - Roger Federer
Entry Type
4:3 - Game - Roger Federer
Entry Type
Schneller als der Tickerer schreiben kann - Erster Aufschlag des Spiels - Stan Wawrinka
Guten Morgen, äh gute Nacht. Das watson-Bali-Büro begrüsst mit ein paar Minuten Verspätung zum Federer-Wawrinka-Spiel. Los geht's! Kurz zusammengefasst: Federer ist stark in die Partie gestartet, schafft ein frühes Break und führt nun bereits mit 4:2.
Wer überzeugt heute mehr? - Vor dem Spiel
Am US Open haben Roger Federer und Stan Wawrinka den gemeinsamen Halbfinal sportlich souverän erreicht. Beeindruckt haben bisher beide: Federer hat noch keinen Satz abgegeben und ist nur so durch seine Partien geflogen, Wawrinka hat nur einen Durchgang abgeben müssen und hat sich von Spiel zu Spiel gesteigert. Die Partie beginnt nach Mitternacht, nach dem Halbfinal von Novak Djokovic und Marin Cilic.

(si)

Die One-Slam-Wonders im Herren-Tennis

1 / 27
Die One-Slam-Wonders im Herren-Tennis
quelle: keystone / seth wenig
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Dir gefällt diese Story? Dann like uns doch auf Facebook! Vielen Dank! 💕

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Interview

Kult-Reporter Berni Schär: «Ich werde von Roger Federer nicht zum Geburtstag eingeladen»

Eine unverwechselbare Stimme und im Tennis und Skisport kompetent und beinahe allwissend wie einst der Briefkasten-Onkel: Bernhard Schär ist der vielleicht letzte echte Radiomann der alten Schule. In einem Jahr geht er in Pension. Ein Gespräch nicht nur über Roger Federer.

Am 9. Juni 1924 spielen die Schweizer im Final des olympischen Fussballturniers, das damals den Stellenwert eines WM-Endspiels hat, in Paris gegen Uruguay. Sie verlieren 0:3. Diese Partie wird per Radio direkt aus Paris in die Zürcher Tonhalle übertragen. Es ist unsere erste Radiodirektübertragung.

Die Radio-Sportreporter werden so berühmt wie die Sportler: Von Vico Rigassi bis Sepp Renggli. Der letzte dieser Gilde, der letzte wahre Radio-Sportmann ist Bernhard Schär. Mit seiner …

Artikel lesen
Link zum Artikel