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Sexismus-Debatte nach Amoklauf

Der tägliche Sexismus in einem Hashtag: Hier wird #YesAllWomen am meisten genutzt



Viktoria Weber, Michael Schaufelbühl

Am vergangenen Freitag hat ein Mann in Isla Vista, Kalifornien, bei einem Amoklauf sechs Personen getötet. Elliot Rodger, der mutmassliche Täter, der sich anschliessend selbst das Leben genommen hatte, soll aus Frauenhass gehandelt haben. Einen Tag nach dem Amoklauf waren mehrere Videos aufgetaucht, in denen der mutmassliche Schütze zu sehen sein soll, wie er sich über Rückweisungen von Frauen auslässt.

In einem der Videos kündigt er an, «jede verwöhnte, hochnäsige blonde Schlampe» der populärsten Studentinnenverbindung auf dem Uni-Campus «abzuschlachten». All diese Mädchen, die er so begehrt habe und die ihn als minderwertigen Mann angesehen hätten. Danach wolle er «jede einzelne Person töten», die er auf der Strasse sieht.

Interaktive Karte zeigt Verbreitung eines Hashtags

Auf Twitter löste die Tat eine gewaltige Diskussion aus. Vor allem wurde dabei der Hashtag #YesAllWomen verwendet. Zunächst hatte man über die Tat selbst und die Frage danach, woher der Schütze die Waffen gehabt hatte, diskutiert. Inzwischen ist daraus mehr und mehr eine Grundsatzdebatte zum Thema Gewalt gegen Frauen entstanden.

Der Hashtag #YesAllWomen stellt laut der Frankfurter Allgemeinen Zeitung auch eine Reaktion auf #NotAllMen dar. Unter diesem Hashtag war eine Diskussion geführt worden, bei der es darum ging, dass nicht alle Männer gewalttätig, sexistisch und frauenfeindlich seien. #YesAllWomen positioniere sich dagegen.

Wie sich der Hashtag seit der Tat auf der Welt verbreitet hat und wie stark er wo genutzt wird, zeigt die interaktive Karte von Simon Rogers (siehe oben).

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