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Ukraine
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Abkommen unterzeichnet

Moskau und Kiew einigen sich im Gas-Streit



Nach monatelangen Verhandlungen haben die Ukraine und Russland am Donnerstagabend eine Einigung im Gasstreit erzielt. Die Energieminister beider Länder sowie die Chefs der Versorger Gazprom und Naftogaz unterzeichneten gemeinsam mit EU-Energiekommissar Günther Oettinger in Brüssel zwei entsprechende Abkommen.

«Wir können den Bürgern Europas heute sagen: die Versorgungssicherheit ist gewahrt», sagte Oettinger. Die Verhandlungen seien hart, aber sachorientiert gewesen.

European Energy Commissioner Guenther Oettinger talks to the media ahead of gas talks between the European Union, Russia and Ukraine at the EU Commission headquarters in Brussels October 29, 2014. Ukraine and Russia begin new gas crisis talks on Wednesday, but wrangling over Ukraine's upfront cash payments threatens to push a deal out of reach, even as temperatures have fallen below zero in Kiev.   REUTERS/Francois Lenoir (BELGIUM - Tags: POLITICS ENERGY BUSINESS HEADSHOT)

Der abtretende EU-Energiekommissar Günther Oettinger freut sich über den Erfolg. Bild: FRANCOIS LENOIR/REUTERS

«Wir haben in kriegsähnlichen Zuständen klug gehandelt», erklärte der CDU-Politiker, der die Verhandlungen im Auftrag der EU geleitet hatte und als Energiekommissar nur noch bis Freitagabend amtiert. Oettinger unterstrich, dass die EU weder für die Altschulden noch für künftige Gasbestellungen der Ukraine Garantien übernehme.

Schulden zahlen, Zölle senken

Nach seinen Angaben zahlt die ukrainische Naftogaz in den kommenden Tagen 1,45 Milliarden Dollar, um die offenen Rechnungen bei Gazprom zu begleichen. Bis Jahresende zahle die Ukraine Altschulden von insgesamt 3,1 Milliarden Dollar.

Im Gegenzug werde Russland die Zölle auf Gasimporte in die Ukraine um 100 Dollar je 1000 Kubikmeter senken. Nach Angaben des ukrainischen Ministers Juri Prodan zahlt sein Land bis Jahresende 378 Dollar pro 1000 Kubikmeter, im ersten Quartal 2015 dann 365 Dollar.

Oettinger erklärte weiter, dass die Ukraine die Option habe, Gasmengen nach ihrem Bedarf zu bestellen. Diese müsse sie gegen Vorkasse zahlen. Die Ukraine sei auch dank der Hilfsprogramme von IWF und EU in der Lage, Bestellungen von mindestens vier Milliarden Kubikmeter zu bezahlen. (sda/reu)

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