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FILE - In this April 26, 2010 file photo Italian former Premier Silvio Berlusconi, right, and Russian Prime Minister Vladimir Putin talk during a press conference at Villa Gernetto, in Gerno, near Milan, Italy. Questions are swirling Friday about Italy’s celebrity convict, ex-premier Silvio Berlusconi. Now that he’s run out of appeals and his tax fraud conviction is final, how and where will he serve his prison sentence? Like an elderly man at home, as Italian law allows? Which home? The villa on Sardinia’s Emerald Coast? The palazzo in Rome or the estate near Milan where the media mogul held his ‘’bunga bunga’’ parties with young women? With his passport yanked, must he ask permission to leave Italy? No more jet-setting for a while to Moscow to relax with his pal Russian President Vladimir Putin? Exactly when does Berlusconi lose his Senate seat? Procedures to strip him of his Senate seat can take months or more. Meanwhile, can he still vote in Parliament? (AP Photo/Luca Bruno, file)

Italienisch-russische Freundschaft.  archivbild 2010: AP

Alte Freunde

Berlusconi verteidigt Putin: «NATO ist verantwortungslos»



Während sich die nach monatelangen Kämpfen vereinbarte Feuerpause in der Ostukraine als brüchig erweist, verteidigt der italienische Ex-Regierungschef Silvio Berlusconi den russischen Präsidenten Wladimir Putin, mit dem er seit Jahren eng befreundet ist. Berlusconi, Chef der Oppositionspartei Forza Italia, kritisierte die jüngsten Beschlüsse der NATO als «lächerlich und verantwortungslos».

«Wegen eines Mangels an Führungskapazitäten hat die NATO eine lächerliche und verantwortungslose Sanktionsstrategie gegenüber Russland eingenommen. Russland ist nicht in der Lage, die ukrainischen Bürger russischer Abstammung zu verteidigen, die als Brüder betrachtet werden», sagte Berlusconi nach Medienangaben vom Montag.

«Mit ihren Beschlüssen, haben die NATO, die USA und die EU die grossen Resultate zerstört, die wir 2002 mit dem in Pratica di Mare bei Rom abgeschlossenen Vertrag zwischen der NATO und Russland errungen hatten»

Berlusconi warnte vor den negativen Auswirkungen der Ukraine-Krise auf die internationale Wirtschaft. «Mit ihren Beschlüssen, haben die NATO, die USA und die EU die grossen Resultate zerstört, die wir 2002 mit dem in Pratica di Mare bei Rom abgeschlossenen Vertrag zwischen der NATO und Russland errungen hatten», kritisierte Berlusconi. Der Vertrag war unterzeichnet worden, als Berlusconi italienischer Premier war. 

Die engen Beziehungen zwischen Berlusconi und Russland hatten während der Amtszeit des Medienunternehmers als Premiers in den vergangenen Jahren immer wieder Kritik in italienischen Oppositionskreisen ausgelöst. Laut italienischen Medien pflegte Berlusconi nicht nur wegen politischen, sondern auch wegen wirtschaftlichen Interessen die Beziehungen zu Russland besonders. (whr/sda/apa) 

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