Ukraine
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa04514164 Russian President Vladimir Putin addresses the Federal Assembly in the Kremlin in Moscow, Russia, 04 December 2014. Russia respects the sovereignty of former soviet republics, including Ukraine, President Vladimir Putin said in his address to the nation. 'It is well known that Russia did not only support Ukraine's but also other former Soviet republics' ambitions to become sovereign countries,' Putin added  EPA/SERGEI ILNITSKY

Ohne die Ukraine-Krise «hätte sich der Westen einen anderen Vorwand ausgedacht, um die wachsenden Möglichkeiten Russlands einzudämmen», sagte Putin. Bild: SERGEI ILNITSKY/EPA/KEYSTONE

Schwere Vorwürfe

Rede zur Lage der Nation: Putin wettert gegen den Westen

Die Sanktionen gegen Russland seien eine «nervöse Reaktion» des Westens auf den Aufstieg seines Landes, sagte Präsident Wladimir Putin in seiner jährlichen Rede zur Lage der Nation.



Russlands Präsident Wladimir Putin hat dem Westen vorgeworfen, seinem Land mit den Sanktionen gezielt schaden zu wollen. Der Ukraine-Konflikt und der Streit über die von Moskau annektierte Halbinsel Krim seien lediglich ein Vorwand gewesen, sagte Putin am Donnerstag.

Die Sanktionen seien eine «nervöse Reaktion» des Westens auf den Aufstieg seines Landes. «Jedes Mal, wenn jemand glaubt, dass Russland zu stark, zu unabhängig geworden ist, werden sofort diese Instrumente angewendet.»

Ohne die Ukraine-Krise «hätten sie sich einen anderen Vorwand ausgedacht, um die wachsenden Möglichkeiten Russlands einzudämmen», sagte Putin vor den Abgeordneten beider Parlamentskammern im Kreml. Die Strafmassnahmen der EU und der USA gegen Russland würden auch dem Westen «erheblich schaden», meinte Putin.

Sanktionen als Ansporn

«Die Sanktionen sind der beste Anreiz für die Erreichung unserer Ziele.» Er dankte «allen Russen für die Unterstützung in einem schicksalsvollen Moment, in dem sich die Zukunft entscheidet». 

Den USA warf Putin vor, in Russlands unmittelbarer Nachbarschaft zu zündeln und die Region zu destabilisieren. «Manchmal weisst du nicht, mit wem du sprechen sollst – mit den Regierungen mancher Staaten oder direkt mit ihren amerikanischen Sponsoren.»

Krim hat sakrale Bedeutung

Die EU beschuldigte er, Russland vor einem Jahr bei den Verhandlungen mit der Ukraine über ein Assoziationsabkommen «völlig ignoriert» zu haben – trotz grosser Auswirkungen des Vertrags auf Moskau. «Uns wurde gesagt, dass es uns angeblich nichts angeht.» Russland habe aber legitime Interessen.

Der Anschluss der Halbinsel Krim an Russland sei in Einklang mit dem Völkerrecht geschehen. Die Krim habe für Russland «grosse zivilisatorische und sakrale Bedeutung – jetzt und für immer». Russland hatte die Krim im März annektiert. (whr/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Nawalny ist nicht alleine – diese Frauen kämpfen mit ihm

Der russische Oppositionspolitiker Alexei Nawalny wurde in Moskau zu mehreren Jahren Straflager verurteilt. Sein Kampf geht aber weiter. Mit Nawalny kämpfen auch diese 5 Frauen.

Kennengelernt haben sich Alexei Nawalny und Yulia Nawalnaya 1998 während Strandferien in der Türkei, seit dem Jahr 2000 sind sie verheiratet. Nachdem ihr Ehemann letzten August Opfer einer Nervengift-Attacke geworden war, rückte die 44-Jährige plötzlich vermehrt ins Rampenlicht. Sie war diejenige, die sich dafür eingesetzt hatte, dass Nawalny von einem russischen in ein deutsches Spital verlegt wurde. Denn nur dort sei es möglich, die tatsächliche Ursache seiner plötzlichen Krankheit zu …

Artikel lesen
Link zum Artikel