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Das hat ihnen nicht gepasst: Der FC Luzern entzieht dem Fotografen dieses Bildes kurzum die Stadion-Akkreditierung.  bild: fan-fotos.ch

FC Luzern sieht rot

FCL sperrt Fotografen Zugang zum Stadion, weil er dieses Foto veröffentlicht hat

Der Fotograf, der das Bild der von einer Juden-Figur angeführten FCL-Fans geschossen hat, darf nicht mehr ins Stadion. Der FCL hat ihm wegen der Veröffentlichung des Fotos die Akkreditierung entzogen. 



Dass dieses Bild fünf Tage später einen solchen Wirbel veranstalten würde, hat der FCL-Fan-Fotograf nicht geahnt, als er es während des Auswärtsspiels des Fussballclubs gegen St.Gallen auf seine Website fan-fotos.ch hoch lud. «Bei der Aktion hat niemand reagiert und vor dem Tross gingen immerhin Polizisten», sagt er gegenüber watson. 

Nun hat er seine Akkreditierung für die Spiele des FC Luzern verloren, wie watson-User und Blogger amade am Sonntag publik machte. Der Blogger ist ein Kollege des Fotografen und erhält seine Akkreditierung ebenfalls jeweils über den FC Luzern. Nun sperrte der FCL den Fotografen temporär und machte ihn gleichzeitig darauf aufmerksam, dass auch die anderen Clubs der obersten Schweizer Liga über die Sache informiert würden, schreibt amade in seinem Blog

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«Eigenwillige Interpretation der Pressefreiheit»

«Die Begründung dafür steht noch aus», sagt der Fan-Fotograf gegenüber watson. Der Luzerner schiesst seit Jahren privat Fotos, stellt diese den Fans zur Verfügung. 

Will der FCL verhindern, dass solche Bilder veröffentlich und damit die Aktionen verborgen bleiben? «Es ist eine eigenwillige Interpretation der Pressefreiheit, wenn man sich wünscht, dass Fotografen gewisse Bilder einfach nicht machen oder dann nicht veröffentlichen», schreibt amade in seinem Blog dazu. 

FCL-Medienchef Max Fischer will das nicht so verstanden wissen. Er erklärt gegenüber watson: «Wir haben dem besagten Fotografen die Akkreditierung nur provisorisch für den gestrigen Match gegen Aarau entzogen. Wir sind daran mit der Fan-Arbeit, dem Fotografen und der Security den Vorfall in St.Gallen aufzuarbeiten.» 

«Keinesfalls unter den Teppich kehren»

Ihn störe die grosse Aufmerksamkeit, die eine schlimme Aktion von Wenigen durch ein solches Bild erhalte. «Die meisten Fans sind vernünftig. Diese sollen sich aus eigener Überzeugung entsolidarisieren mit Chaoten, die strafbare Handlungen begehen», sagt er weiter. «Deshalb sind wir daran zusammen mit Fachleuten ein Konzept umzusetzen, um die Anhänger für heikle Bereiche zu sensibilisieren.» 

Solche Aktionen hätten im Sport und speziell beim FC Luzern nichts zu suchen, sagt er weiter: «Wir wollen diesen schlimmen Vorfall keineswegs unter den Teppich kehren.»

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