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Deutschland erfüllt erstmals seit 2002 EU-Vorgabe zu Schuldenquote



In Deutschland wird über ein Verbot von Negativzinsen bei Kleinsparern diskutiert. (Symbolbild)

Bild: AP dapd

Deutschland hat im vergangenen Jahr erstmals seit 2002 wieder die EU-Vorgaben zur Schuldenquote aus dem Maastricht-Vertrag erfüllt. Der Stand der Staatsschulden im Verhältnis zum Bruttoinlandprodukt sei 2019 auf 59.8 Prozent gesunken von 61.9 Prozent Ende 2018, wie die Bundesbank am Dienstag in Frankfurt mitteilte.

Der Maastricht-Vertrag erlaubt eine Quote von maximal 60 Prozent. In den vergangenen Jahren hatte Deutschland die Vorgaben stets verfehlt. Die bislang höchsten Quote hatte die Bundesrepublik 2010 mit 82.4 Prozent ausgewiesen.

Insgesamt sanken die deutschen Staatsschulden im vergangenen Jahr um 16 Milliarden Euro auf 2.05 Billionen Euro. Laut Bundesbank verzeichneten alle staatlichen Ebenen Überschüsse, was der Bund zum Abbau von Schulden genutzt habe.

2020 werde sich allerdings die Lage bei den Staatsfinanzen aufgrund der Virus-Krise wieder verschlechtern. «Im laufenden Jahr werden die Staatsschulden angesichts der Coronavirus-Pandemie stark zunehmen», prognostiziert die Bundesbank. Damit werde die Schuldenquote wieder «deutlich» über der Maastricht-Grenze von 60 Prozent liegen. (sda/awp/reu)

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